Vom Kasernengelände zum Wohnquartier
Die größte Baufläche Jenfelds ist das Quartier Jenfelder Au. Es entsteht auf rund 35 Hektar der früheren Lettow-Vorbeck-Kaserne zwischen Jenfeld und Tonndorf. Grundlage ist der Bebauungsplan Jenfeld 23, der städtebauliche Entwurf stammt vom Rotterdamer Büro West 8. Das Bezirksamt nennt heute rund 1.200 bis knapp 1.300 Wohnungen, die in den kommenden Jahren fertig werden sollen, überwiegend Stadthäuser zum Eigentum, dazu Mehrfamilienhäuser und Flächen für Gewerbe.
Gebaut wird in Abschnitten. Eine Baugemeinschaft ist bereits Anfang 2017 eingezogen, 2025 wurde der Kuehnbachteich begrünt, und im August 2026 ist der westliche Eingangsplatz an der Einmündung des Kuehnbachrings in die Jenfelder Allee fertig geworden. Damit sind die westlichen Grünflächen zwischen Jenfelder Allee und Wilsonstraße abgeschlossen, während auf anderen Baufeldern weitergebaut wird.
Besonderheiten der Jenfelder Au
Das Quartier ist das erste, in dem das Entwässerungs- und Energiekonzept HAMBURG WATER Cycle im großen Maßstab umgesetzt wird. Regenwasser, Abwasser aus Toiletten und Grauwasser werden getrennt abgeleitet, Vakuumtoiletten speisen eine Biogasanlage, die wiederum ein Heizkraftwerk versorgt. Für die Baustellen bedeutet das: zusätzliche Leitungen, Schächte und technische Anlagen, die während der Bauzeit offen liegen und nicht beschädigt werden dürfen.
Dazu kommt das Nebeneinander von fertigen und unfertigen Häusern. Kinder spielen an der Grünachse, während ein paar Meter weiter Rohbauten stehen. Neue Bewohner kennen die Baufirmen noch nicht, und wer abends über den Bauzaun steigt, fällt nicht sofort auf. Baustellenbewachung hat hier deshalb zwei Ziele: Diebstahl und Schäden verhindern und gleichzeitig dafür sorgen, dass niemand auf der Baustelle zu Schaden kommt.
Die Rodigallee: Straßenbau über drei Jahre
Die zweite große Baustelle zieht sich quer durch den Stadtteil. Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer und die Hamburger Energienetze erneuern die Rodigallee. Im östlichen Abschnitt zwischen Jenfelder Allee und Öjendorfer Damm haben die Arbeiten am 1. Juni 2026 begonnen und sollen bis etwa Mitte 2029 dauern. Fahrbahn, Ampeln, Beleuchtung, Gehwege und Radwege werden neu gebaut, gleichzeitig baut der Netzbetreiber das Hochspannungsnetz aus.
Auf einer solchen Linienbaustelle liegen nachts Kabeltrommeln, Bordsteine, Rohre und Baumaschinen auf schmalen Lagerflächen am Straßenrand, oft vor Wohnhäusern und Läden. Provisorische Ampeln, Absperrungen und Beleuchtung müssen funktionieren, damit Fußgänger und Radfahrer sicher am Baufeld vorbeikommen. Weil die Baufelder in Stücken von rund 300 Metern weiterwandern, ändert sich auch der Ort, an dem Material und Geräte über Nacht stehen, und die Kontrollen wandern mit.
Was wir auf Baustellen in Jenfeld übernehmen
Je nach Baufortschritt und Wert der Ausrüstung bieten sich unterschiedliche Leistungen an:
- Nächtliche Kontrollfahrten mit Rundgang über das Baufeld zu wechselnden Zeiten
- Feste Wache in Phasen mit hohem Materialwert, etwa vor dem Einbau von Fenstern oder Haustechnik
- Kontrolle von Bauzäunen, Toren, Containern und Rohbauöffnungen
- Prüfung der Baustellenbeleuchtung und der Absperrungen an Gehwegen
- Zufahrtskontrolle und Erfassung von Lieferungen am Tag
- Meldung von Schäden und Auffälligkeiten an die Bauleitung vor Arbeitsbeginn
Die Liste beschreibt typische Aufgaben auf Baustellen im Stadtteil. Welche davon für Ihr Vorhaben passen, klären wir bei einer Begehung.
Planung und Personal
Hamburg gehört zu unserer Kernregion. Die Einsätze in Jenfeld planen wir aus unserem Hauptsitz in Neumünster und stimmen sie auf den Bauzeitenplan ab. Kommt ein neues Baufeld hinzu oder ist ein Abschnitt fertig, passen wir die Kontrollen an. Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Unser Leistungsbild finden Sie unter Baustellenbewachung, Angaben für die ganze Stadt unter Baustellenbewachung in Hamburg. Für Bauvorhaben im Nachbarstadtteil lohnt ein Blick auf Hamburg-Wandsbek, alle Leistungen in Jenfeld stehen unter Sicherheitsdienst Hamburg-Jenfeld.
Kosten der Baustellenbewachung
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Auf einer Baustelle schwankt der Bedarf stark mit dem Bauablauf: Im Rohbau reichen oft zwei oder drei Kontrollen pro Nacht, sobald Fenster, Leitungen und Haustechnik auf der Fläche lagern, kann eine feste Wache wirtschaftlicher sein als ein Diebstahlschaden. Wochenenden, Feiertage und Ferienzeiten, in denen die Baustelle ruht, verlängern die zu bewachende Zeit. Wir kalkulieren deshalb nach Bauphasen und passen das Angebot an, wenn sich der Ablauf ändert.


