Ein Stadtteil im Umbau
Billstedt verändert sich sichtbar. Das Zentrum gehört zum Fördergebiet der Integrierten Stadtteilentwicklung, und Schritt für Schritt werden Straßen und Plätze erneuert. Zuerst wurde die Reclamstraße umgebaut, danach die Billstedter Hauptstraße zwischen Am Alten Zoll und Hertelstieg mit neuen Gehwegen, Fahrbahn und einem Abschnitt der Veloroute 8. Für den Marktplatz und die Fußgängerzone Möllner Landstraße gibt es seit 2023 einen Siegerentwurf aus einem Wettbewerb; er sieht unter anderem neue Beläge, Bäume, Wasserspiel und Sitzelemente vor.
Parallel stehen größere Hochbauvorhaben an. Die SAGA plant an der Möllner Landstraße und am Cottaweg rund 300 geförderte Wohnungen anstelle von 176 Altbauwohnungen, an der Möllner Landstraße 47/49 ist ein Wohn- und Geschäftshaus beantragt, und an der Grenze zu Horn treibt die Hochbahn die Verlängerung der U4 zur Horner Geest voran.
Baustellen, die Schutz brauchen
Aus diesen Vorhaben ergeben sich ganz unterschiedliche Baustellentypen:
- Straßen- und Platzumbau im Zentrum mit Pflaster, Bordsteinen, Leuchten und Kleingeräten, offen zugänglich für Passanten
- Wohnungsneubau in Abschnitten an der Möllner Landstraße, mit Kran, Containern und Materiallagern zwischen bewohnten Häusern
- Abriss älterer Gebäude, bei dem leere Häuser bis zum Rückbau gesichert werden müssen
- Tief- und Tunnelbau für die U4-Verlängerung mit Baugruben, Maschinen und Stahl
- Sanierungen in Wohnanlagen von Mümmelmannsberg, oft mit Gerüsten an bewohnten Häusern
Gemeinsam ist allen: Wo Menschen abends vorbeigehen, sind Bauzäune schnell geöffnet, Gerüste werden bestiegen, und Werkzeug verschwindet über Nacht. Hinzu kommen Schäden durch Vandalismus, die den Bauablauf um Tage verzögern können.
Wie wir eine Baustelle in Billstedt sichern
Je nach Größe und Bauphase setzen wir auf feste Posten, Rundgänge oder Kontrollfahrten. Ein fester Posten lohnt sich, solange teure Maschinen, Kabel oder Haustechnik auf dem Gelände lagern oder eine Baugrube gesichert werden muss. In ruhigeren Phasen reichen oft mehrere Kontrollen pro Nacht, bei denen unsere Kräfte Zaun, Tore, Container und Gerüste prüfen.
Nach Arbeitsende verschließen wir Zufahrten, kontrollieren, ob Leitern abgezogen und Gerüstaufstiege gesperrt sind, und halten Unbefugte vom Gelände fern. Schäden, offene Tore oder fehlende Absperrungen melden wir noch in der Nacht an die Bauleitung, damit die Kolonnen am Morgen ohne Verzögerung beginnen können.
Auf Baustellen neben Wohnhäusern achten wir besonders darauf, Anwohner nicht unnötig zu stören. Lichtkegel, Funkverkehr und Fahrzeuge bleiben so zurückhaltend wie möglich.
Besonders aufmerksam sind wir an Wochenenden und über Feiertage, wenn auf vielen Billstedter Baustellen zwei oder drei Tage niemand arbeitet. Gerade dann werden Zäune aufgebogen und Container aufgebrochen. Für solche Zeiten verdichten wir die Kontrollen oder setzen einen zusätzlichen Tagesposten ein, damit das Gelände nicht ungeschützt bleibt.
Planung und Zuständigkeit
Hamburg zählt zu unserer Kernregion Nord, die Einsätze plant unser Hauptsitz in Neumünster. Ein Büro in Billstedt haben wir nicht, für jede Baustelle gibt es aber einen festen Ansprechpartner, der Bauzeitenplan und Ansprechpartner der Gewerke kennt. Ändert sich die Bauphase, passen wir Postenzeiten und Kontrollintervalle an.
Baustellen in der Nachbarschaft, etwa in Horn oder im Bezirk Wandsbek, können wir in dieselbe Planung aufnehmen. Was wir im Stadtteil sonst anbieten, steht auf Sicherheitsdienst Hamburg-Billstedt.
Personal und Dokumentation
Auf Baustellen setzen wir Kräfte mit mindestens der Unterrichtung nach § 34a GewO ein, die Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Jede Schicht und jede Kontrolle wird mit Uhrzeit und Befund festgehalten; auf Wunsch fotografieren wir Zaun, Gerüste und Materiallager bei jedem Rundgang. So haben Bauleitung und Versicherer einen Nachweis, falls doch etwas passiert. Grundsätzliches zur Leistung erklärt die Seite Baustellenbewachung.
Kosten nach Bauphase
Für die Bewachung von Baustellen in Billstedt gilt ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Der Gesamtbetrag hängt vor allem davon ab, ob ein fester Posten nötig ist oder Kontrollfahrten genügen, wie viele Nächte und Wochenenden abgedeckt werden und ob Zusatzaufgaben wie Torverschluss oder Fotodokumentation dazukommen. Bei längeren Bauzeiten stimmen wir die Besetzung auf die einzelnen Abschnitte ab, damit Sie nur bezahlen, was die jeweilige Phase tatsächlich braucht.


