Warum Brandwachen in Jenfeld besonders sorgfältig sein müssen
Feuergefährliche Arbeiten sind auf jeder Baustelle ein Risiko. In Jenfeld kommt hinzu, dass viele Gebäude gemischt genutzt oder dicht bewohnt sind. Über den Läden des Einkaufszentrums JEN an der Rodigallee liegen 336 Wohnungen, in den Großwohnanlagen der Siebzigerjahre teilen sich viele Parteien ein Treppenhaus, und im Quartier Jenfelder Au wohnen Familien bereits neben Häusern, die noch im Bau sind.
Ein Brand, der in einer Zwischendecke oder einem Leitungsschacht unbemerkt weiterglimmt, betrifft hier nicht nur einen Betrieb, sondern schnell viele Menschen. Deshalb verlangen Versicherer und Betreiber bei Schweiß-, Trenn-, Schleif- und Lötarbeiten eine Freigabe, eine Aufsicht während der Arbeiten und eine Nachkontrolle danach.
Gebäude, in denen Heißarbeiten anfallen
Die folgenden Orte zeigen, wo im Stadtteil typischerweise mit feuergefährlichen Arbeiten zu rechnen ist. Sie beschreiben Gebäudearten, keine Auftraggeber von uns:
- Das Einkaufszentrum JEN, in das im April 2026 ein neuer Lebensmittelmarkt eingezogen ist, mit Ladenumbauten, Kühltechnik und Lüftung unter bewohnten Etagen
- Das Jenfeld-Haus an der Charlottenburger Straße mit seinem Veranstaltungssaal, in dem Bühnen- und Haustechnik gewartet wird
- Die Sportschule des Hamburger Fußball-Verbands mit Sporthalle und Hotelräumen für Lehrgangsteilnehmer
- Die Friedenskirche, auf deren Gelände seit 2007 auch ein Kinder- und Jugendhaus steht
- Mehrfamilienhäuser in Jenfeld-Ost, wenn Dächer, Steigleitungen oder Heizungen erneuert werden
- Hallen im ASTOR Gewerbepark und andere Gewerbebauten nahe der A 24
Neubau mit eigener Energietechnik
Die Jenfelder Au ist das erste Quartier, in dem das Konzept HAMBURG WATER Cycle großflächig umgesetzt wird. Abwasser aus Vakuumtoiletten wird in einer Biogasanlage verwertet, die wiederum ein Heizkraftwerk versorgt. Wo Leitungen für Biogas, Fernwärme oder getrennte Abwasserströme verlegt und angeschlossen werden, kommen Heißarbeiten und brennbare Medien zusammen. Hier ist eine sorgfältige Abstimmung mit dem Anlagenbetreiber nötig, bevor die erste Flamme brennt.
Auch in den Neubauten selbst fallen feuergefährliche Arbeiten an, etwa beim Verschweißen von Dachbahnen auf Flachdächern oder bei Lötarbeiten an Kupferleitungen in Haustechnikräumen. Dämmstoffe, Verpackungen und Holz liegen auf Baustellen oft in der Nähe. Weil in der Jenfelder Au fertige und unfertige Häuser direkt nebeneinanderstehen, achten wir zusätzlich darauf, dass Funken und Rauch nicht in bewohnte Nachbargebäude oder an offene Fenster gelangen.
So arbeitet unsere Brandwache
Bevor die Arbeiten beginnen, gehen wir mit der ausführenden Firma den Arbeitsbereich ab. Wir prüfen, ob brennbare Materialien entfernt oder abgedeckt sind, ob Löschmittel bereitstehen und wo die nächsten Rauchmelder und Brandmelder sitzen. Ob Melder abgedeckt oder abgeschaltet werden, entscheidet der Betreiber, wir achten darauf, dass sie danach wieder in Betrieb gehen.
Während der Arbeiten bleibt unsere Kraft am Arbeitsplatz, beobachtet Funkenflug, auch durch Öffnungen in Nachbarräume und Geschosse darüber oder darunter, und greift bei einem Entstehungsbrand mit den bereitgestellten Löschmitteln ein. Nach Ende der Arbeiten folgt die Nachkontrolle über die vereinbarte Zeit, in der wir Decken, Wände, Schächte und Fugen erneut prüfen. Alles halten wir im Bericht mit Uhrzeit fest.
Personal aus der Kernregion
Jenfeld liegt in unserer Kernregion Nord, die Planung erfolgt aus Neumünster. Für Brandwachen setzen wir Kräfte ein, die vor Ort in Löschmittel, Fluchtwege und Meldewege des Gebäudes eingewiesen werden. Alle haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, und wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Sie erreichen uns rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590, auch wenn Arbeiten kurzfristig verschoben werden.
Mehr über unser Leistungsbild lesen Sie unter Brandwachen, die Übersicht für die Stadt unter Brandwache in Hamburg. Alle Leistungen im Stadtteil finden Sie unter Sicherheitsdienst Hamburg-Jenfeld, Angebote für den Norden unter Hamburg-Rahlstedt.
Kosten einer Brandwache
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei einer Brandwache zählen nicht nur die Stunden der Heißarbeiten, sondern auch die Nachkontrolle, die je nach Vorgabe des Versicherers oder Betreibers eine oder mehrere Stunden dauert. Finden die Arbeiten in einem Einkaufszentrum nachts statt, damit der Handel am Tag ungestört bleibt, fallen Nachtanteile an. Kurze Einsätze fassen wir, wenn möglich, mit weiteren Arbeiten am selben Tag zusammen, damit keine unnötigen Anfahrten entstehen.


