Bauen in Lörrach 2026: drei Arten von Baustelle
Am Nordrand entsteht seit dem Spatenstich am 9. November 2020 das Dreiland-Klinikum auf rund 9,7 Hektar. Gleichzeitig verschwinden auf früheren Industrieflächen alte Hallen, damit neue Gewerbe- und Stadtquartiere entstehen können. Und unter vielen Straßen werden Kanäle, Wasser- und Gasleitungen erneuert oder Fernwärme verlegt.
Jede dieser Baustellen zieht andere Begehrlichkeiten an. Bei der Baustellenbewachung richten wir uns deshalb danach, was auf Ihrem Gelände liegt und wann niemand dort arbeitet.
Aktuelle Bauvorhaben in der Stadt
Die Liste beschreibt das Baugeschehen in Lörrach. Die Bauherren und Firmen sind keine Kunden von uns:
- Dreiland-Klinikum im Entenbad: Krankenhausneubau mit geplanten 677 Betten und einer psychiatrischen Einheit, dazu ein Parkhaus für 1.200 Fahrzeuge
- Lauffenmühle-Areal: zweiter Rückbauabschnitt mit zwei großen Werkshallen, Werkstätten und Lagern, Abschluss nach Planung der Stadt bis Ende 2026
- Luisenstraße: Neubau mit Baukran, Gehweg und halbe Fahrbahn bis voraussichtlich März 2027 gesperrt
- Fernwärme in der Tullastraße und zwischen Schulstraße und Hallenbad in Stetten
- Teichstraße: neue Kanal-, Gas- und Wasserleitungen, zweite Bauphase voraussichtlich ab 2027
- Unterführung an der Wiese in Haagen: Erneuerung und Verbreiterung bis Mitte Dezember 2026
Weitere Vorhaben stehen an. Für das Koechlin-Areal hält die Stadt eine Baugenehmigung für einen Neubau der Dualen Hochschule bis Ende 2026 für möglich, die Sanierung des Rathauses in der Luisenstraße ist für 2028 vorgesehen, und auf dem alten Krankenhausgelände soll nach heutigem Plan ab 2032 gebaut werden. Wer dort später baut, kann den Schutz der Baustelle von Anfang an mit einplanen.
Rückbau: wenn Metall plötzlich Wert hat
Beim Rückbau auf dem Lauffenmühle-Areal wird zuerst entkernt und von Schadstoffen befreit, dann fallen erst der östliche und danach der westliche Teil. Bauteile, die später wieder verwendet werden sollen, kommen in die Dachserhalle, das anfallende Metall verkauft die Stadt. Die Fassaden von Efeuhalle, Kessel- und Turbinenhaus und Verwaltungsgebäude bleiben stehen und werden statisch gesichert.
Für die Bewachung heißt das: Sortiertes Metall auf Haufen und in Containern ist für Diebe interessant, gesicherte Fassaden dürfen nicht betreten werden, und eingelagerte Bauteile müssen vollständig bleiben. Wir kontrollieren nachts Container, Lagerhalle und Bauzaun, achten auf Fahrzeuge, die außerhalb der Arbeitszeit auf das Gelände wollen, und melden fehlendes Material am Morgen der Bauleitung. Weil auf solchen Flächen auch Eidechsen und Brutvögel geschützt werden, bleiben unsere Kräfte auf den vereinbarten Wegen.
Neubau und Leitungsbau: Geräte, Kabel und offene Gräben
Auf großen Hochbaustellen stehen über Monate Krane, Baustromverteiler, Gerüste und Container mit Werkzeug. Im Innenausbau kommen Kabel, Leitungen und Haustechnik hinzu, die vor dem Einbau auf der Baustelle lagern. Wir sichern solche Baustellen mit Nachtwache oder Kontrollgängen, prüfen Türen von Rohbauten und Containern und schließen Zufahrten nach Feierabend.
Im Leitungsbau liegt die Baustelle im öffentlichen Raum. Offene Gräben, Rohrstapel und Absperrungen stehen mitten in Wohnstraßen, die Baumaschine parkt am Straßenrand. Hier kontrollieren wir neben dem Material auch, ob Absperrungen nach Feierabend noch stehen, und informieren Ihre Bauleitung, wenn etwas umgestoßen oder verstellt wurde.
So prüfen und planen wir Ihre Baustelle
Weil Baden-Württemberg nicht zu unserer Kernregion gehört, beginnt jeder Auftrag mit einer Prüfung: Wie lange läuft die Baustelle, welche Zeiten sollen abgedeckt werden, und können wir dafür verlässlich Personal stellen? Erst danach sagen wir zu. Sie erhalten einen festen Ansprechpartner und einen Bericht nach jeder Nacht mit Uhrzeiten und Befunden.
Unsere Kräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet, Schichtführer sachkundegeprüft. Wir sind nach ISO 9001 zertifiziert, arbeiten nach DIN 77200 und sind unter +49 4321 78 33 590 jederzeit erreichbar. Weitere Informationen zur Stadt finden Sie unter Sicherheitsdienst Lörrach.
Kosten der Baustellenbewachung
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine durchgehende Nachtwache über mehrere Monate lässt sich anders planen als einzelne Wochenenden oder die Zeit über die Feiertage. Teurer wird es bei Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden und wenn zusätzlich Zufahrten geregelt werden müssen.
Wo die Baustelle nur nachts und am Wochenende leer steht, sind Kontrollgänge oft ausreichend. Wie wir in anderen Regionen vorgehen, lesen Sie unter Baustellenbewachung in Baden-Württemberg.


