Eine Stadt im Umbau: viel Fläche zwischen zwei Nutzungen
Lörrach zählte Ende 2025 rund 51.000 Einwohner und ist seit 1956 Große Kreisstadt. Lange haben Textilbetriebe das Stadtbild bestimmt. Heute verteilen sich die rund 18.300 Arbeitsplätze zu einem knappen Drittel auf Produktion, zu gut einem Fünftel auf Handel und Gastgewerbe und zu fast der Hälfte auf Dienstleistungen.
Dieser Wandel hinterlässt Flächen, die gerade niemand richtig nutzt: Werkshallen, deren Maschinen längst abgebaut sind, Verwaltungsbauten, die auf ihre neue Bestimmung warten, und Grundstücke, auf denen erst geplant wird. Für den Objektschutz sind genau diese Zwischenzeiten heikel, denn wo kein Betrieb mehr läuft, fällt ein aufgebrochenes Tor oft erst nach Tagen auf.
Wo in Lörrach Objektschutz gefragt ist
Die folgenden Orte beschreiben die Lage in der Stadt. Sie sind keine Kunden von uns:
- Koechlin-Areal: rund neun Hektar früherer Textildruck, Produktion bis 2018, endgültige Schließung 2023; der westliche Teil ist in privater Hand, die Stadt plant ein Gewerbequartier, ein Schornstein von 1921 steht unter Denkmalschutz
- Krankenhaus-Areal am Rand der Innenstadt: etwa 3,2 bis 3,5 Hektar mit Gebäuden überwiegend aus den 1950er- und 1960er-Jahren, die nach dem Umzug in das Dreiland-Klinikum an die Stadt zurückfallen
- Fußgängerzone und Alter Marktplatz mit Geschäftshäusern, Gastronomie und Wochenmarkt an drei Tagen der Woche
- Parkhäuser der Innenstadt mit zusammen etwa 2.000 Stellplätzen, das meistgenutzte ist das Parkhaus Am Markt
- Geschäftshaus Galleria Mendini und Wohnhochhaus am Chesterplatz
- Einzelhandel an der Bärenfelser Straße mit großen Lebensmittelmärkten
Leerstand richtig bewachen: das Beispiel der Textilbrachen
Auf dem Koechlin-Areal arbeitet im früheren Handdruckgebäude das Gründerzentrum Innocel, der Rest der Hallen gilt nach Angaben der Stadt als zunehmend baufällig. Seit Januar 2026 entstehen Rahmenplan und Bebauungsplan, mit dem Abschluss rechnet die Stadt um 2027 und 2028. Bis dahin vergehen Jahre, in denen Mieter, Besucher und leere Gebäude nebeneinander existieren.
In solchen Lagen vereinbaren wir mit Ihnen, welche Gebäude betreten werden dürfen und welche nur von außen zu prüfen sind. Unsere Kräfte kontrollieren Zaunfelder, Tore, Fenster in Erdgeschosshöhe und lose Bauteile, verschließen offene Zugänge provisorisch, wenn Sie das freigeben, und dokumentieren jede Veränderung mit Foto und Uhrzeit. Bei Gefahr im Verzug verständigen sie Polizei oder Feuerwehr und danach Ihre Ansprechperson.
Für Eigentümer, die Mietflächen weitergeben wollen, übernehmen wir außerdem Öffnen und Schließen bei Besichtigungen, damit Interessenten nicht allein über das Gelände laufen.
Vom Klinikbetrieb zum Quartier: Schutz in der Übergangszeit
Sobald das Kreiskrankenhaus in den Neubau zieht, beginnt am alten Standort eine lange Planungsphase. Der städtebauliche Wettbewerb wurde im Oktober 2026 ausgeschrieben, Ergebnisse sind für Mai 2027 angekündigt, gebaut werden soll nach heutigem Stand ab 2032. Geprüft wird außerdem, das Verwaltungsgebäude und das Bettenhaus 4 als Ausweichquartier für die Stadtverwaltung zu nutzen, während das Rathaus saniert wird.
Gemischte Nutzung heißt für den Objektschutz: Ein Teil der Gebäude ist tagsüber voller Menschen, ein anderer steht leer, und die Grenze dazwischen muss jeden Abend sitzen. Wir übernehmen Empfang und Besucherlenkung im genutzten Teil, Schließrunden in den leeren Fluren und eine Kontrolle von Technikräumen, Kellern und Zufahrten in der Nacht.
Ablauf und Qualifikation bei einem Auftrag in Lörrach
Lörrach liegt weit außerhalb unserer Kernregion im Norden, deshalb arbeiten wir hier vorhabenbezogen. Vor der Zusage prüfen wir, ob genug geeignete Kräfte für die gesamte Laufzeit verfügbar sind und wie wir die Anreise zuverlässig planen. Erst dann erhalten Sie ein Angebot, ohne Versprechen, die wir nicht halten können.
Nach dem Auftrag gibt es eine gemeinsame Begehung, eine schriftliche Dienstanweisung und eine Einweisung jeder Kraft am Objekt. Wer Zutritt kontrolliert oder Hausrecht ausübt, hat die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, die übrigen Kräfte mindestens die Unterrichtung. Wir arbeiten nach DIN 77200 und ISO 9001 und sind rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar. Mehr zur Stadt lesen Sie unter Sicherheitsdienst Lörrach.
Kosten für Objektschutz in Lörrach
Für die Bewachung eines Gebäudes rechnen wir mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine Empfangskraft an Werktagen bewegt sich eher am unteren Rand, nächtliche Präsenz auf einer Brache mit mehreren Hallen, Sonntage und Feiertage eher am oberen.
Oft genügt für ein leeres Gebäude kein Dauerposten, sondern eine feste Zahl von Kontrollgängen pro Nacht. Wie wir in anderen Städten des Landes vorgehen, zeigt die Übersicht Objektschutz in Baden-Württemberg.


