Warum die stille Zeit riskant ist
Zwei oder drei Wochen ohne Betrieb sind für viele Firmen ganz normal: im Sommer, zwischen den Jahren, bei Produktionsumstellungen. Für Einbrecher und Metalldiebe ist das eine Einladung. Niemand bemerkt eine aufgehebelte Tür, ein offenes Rolltor oder fehlendes Material, bis die Belegschaft zurückkommt. Dann ist der Schaden oft größer als der Diebstahl selbst: Spuren sind kalt, Maschinen stehen still, Kunden warten.
Hinzu kommen Gefahren ohne Täter: ein Wasserrohrbruch, eine ausgefallene Kühlung, eine Heizung, die im Winter streikt. Auch ein leeres Gebäude braucht jemanden, der hinschaut.
Vorbereitung vor dem letzten Arbeitstag
Viel Sicherheit entsteht, bevor der letzte Mitarbeiter geht. Diese Punkte gehören auf Ihre Liste:
- Alle Fenster, Tore, Dachluken und Nebeneingänge prüfen und verschließen
- Wertvolles Material, Werkzeug und Datenträger in gesicherte Räume bringen
- Einbruch- und Brandmeldeanlage testen, Aufschaltung auf die Leitstelle bestätigen lassen
- Außenbeleuchtung und Bewegungsmelder kontrollieren, Zeitschaltuhren einstellen
- Schlüsselliste aktualisieren: Wer hat in der Ferienzeit Zugang?
- Notfallkontakte für Haustechnik, Geschäftsleitung und Versicherer hinterlegen
- Lieferungen abbestellen oder an eine besetzte Stelle umleiten
Sprechen Sie auch mit Ihrem Versicherer. Manche Policen verlangen bei längeren Schließzeiten bestimmte Schutzmaßnahmen oder regelmäßige Kontrollen. Wer das vorher klärt, hat im Schadenfall keine bösen Überraschungen. Grundsätzliche Hinweise zum Einbruchschutz im Gewerbe finden Sie in unserem Ratgeber.
Technik allein reicht selten
Eine Alarmanlage meldet, sie schützt nicht. Entscheidend ist, was nach dem Alarm geschieht. Ist die Anlage auf eine Notruf- und Serviceleitstelle aufgeschaltet, braucht es einen Dienst, der im Ernstfall hinfährt, das Gelände prüft und das Gebäude wieder sichert. Wer in den Ferien nur private Telefonnummern als Alarmkette hat, erreicht im Zweifel niemanden.
Genauso wichtig ist die Frage, wer nach Störungen ohne Einbruch reagiert: ein Tor, das nach einem Sturm offen steht, eine Brandmeldung, die sich als Fehlalarm herausstellt, eine Heizung mit Störmeldung. Hier hilft ein Dienstleister, der das Objekt kennt und die Schlüssel sicher verwahrt, wie im Ratgeber Schlüsselverwaltung beschrieben.
Welche Kontrolle zu welchem Betrieb passt
Nicht jeder Betrieb braucht in den Ferien eine Wache rund um die Uhr. Die Auswahl richtet sich nach Werten, Lage und vorhandener Technik.
| Maßnahme | Passt zu | Was passiert |
|---|---|---|
| Alarmverfolgung | Gut gesicherte Gebäude mit aufgeschalteter Technik | Fahrt zum Objekt nur bei Alarm, Prüfung und Sicherung |
| Revierkontrollen | Büros, kleinere Betriebe, Lager in Gewerbegebieten | Mehrere unregelmäßige Kontrollen am Tag und in der Nacht |
| Aufschließ- und Schließdienst | Betriebe mit Lieferungen oder Wartungen in der Ferienzeit | Öffnen und Schließen zu festen Zeiten, kurze Sichtkontrolle |
| Stationäre Bewachung | Produktionsstätten mit hohen Werten, Baustellen, Schrottlager | Wachperson dauerhaft vor Ort, Rundgänge nach Plan |
Oft ist eine Mischung sinnvoll: Revierkontrollen in der Nacht, eine Alarmverfolgung als Rückhalt und ein Termin, an dem die Kontrollkraft die Haustechnik prüft. Was ein Kontrollgang im Revierdienst umfasst, legen Sie vorher gemeinsam fest, etwa Außenhaut, Zäune, Tore, Technikräume und Wassermelder.
Nach den Ferien: der Blick zurück
Lassen Sie sich die Kontrollberichte der Schließzeit geben und gehen Sie sie kurz durch. Waren Türen offen? Gab es Fehlalarme, auffällige Fahrzeuge, Schäden am Zaun? Diese Hinweise sind die beste Grundlage für die nächste Ferienzeit. Vielleicht reichen dann weniger Kontrollen, vielleicht braucht ein bestimmter Bereich mehr Aufmerksamkeit.
Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Handwerksbetrieb in einem Gewerbegebiet nahe Kiel hatte Werkzeug in Containern auf dem Hof gelagert. Nach den Berichten der ersten Ferienzeit kam das Material in die Halle, die Container blieben leer und offen. Der Hof war damit für Diebe uninteressant.
Staffsec übernimmt Revierkontrollen, Alarmverfolgung und Schließdienste in Schleswig-Holstein, Hamburg und Berlin, mit digitalen Berichten samt Zeitstempel und Fotos. Planen Sie die nächste Schließzeit gern mit uns über die Kontaktseite.


