Alte Bauten, neue Auflagen
Ansbach ist geprägt von Bauten aus der Zeit der Markgrafen: die Residenz, die Orangerie im Hofgarten, die Stadtkirchen St. Johannis und St. Gumbertus. Wer dort an Dach, Fassade oder Haustechnik arbeitet, trifft auf alte Holzkonstruktionen, Hohlräume hinter Stuck und Ausstattung, die sich nicht ersetzen lässt. Jeder Funke bei Löt-, Schweiß- oder Trennarbeiten ist in solchen Gebäuden ein ernstes Risiko.
Eine Brandwache bleibt neben der Arbeitsstelle, solange gearbeitet wird, und kontrolliert danach, ob sich irgendwo ein Glutnest gebildet hat. Sie ersetzt keinen Brandschutz des Gebäudes, sondern ergänzt ihn für die Zeit der Arbeiten.
Gebäude und Betriebe mit besonderem Bedarf
In Ansbach gibt es eine Reihe von Bauten und Betrieben, bei denen Heißarbeiten besondere Vorsicht verlangen:
- St. Gumbertus mit einer Krypta aus dem 11. Jahrhundert, der Schwanenritterkapelle und der barocken Kirche von 1738, dazu eine Orgel mit 47 Registern
- die Residenz mit Festsaal, Spiegelkabinett und einer großen Sammlung an Fayencen und Porzellan
- die Orangerie im Hofgarten, nach Kriegsschäden wiederaufgebaut und Spielort der Bachwoche
- das Theater Ansbach, dessen Großes Haus ab Herbst 2026 saniert werden soll
- Werke mit Instandhaltung und Umbauten, etwa in Brodswinden und Eyb
Das Große Haus des Theaters verlor im Februar 2024 wegen Brandschutzmängeln die Betriebserlaubnis. Die anstehende Sanierung bis 2029 zeigt, wie viel Aufwand der Brandschutz in einer Versammlungsstätte verlangt, und auch während solcher Arbeiten fallen immer wieder Heißarbeiten an.
Ablauf einer Brandwache
Vor Beginn prüft unsere Kraft gemeinsam mit dem ausführenden Betrieb den Arbeitsbereich: Was liegt brennbar in der Nähe, was wurde abgedeckt, wo stehen die Feuerlöscher des Gebäudes, wo ist der nächste Alarmmelder. Den Erlaubnisschein für feuergefährliche Arbeiten stellt Ihr Haus oder der Auftraggeber aus; wir richten uns nach den dort festgelegten Maßnahmen.
Während der Arbeit beobachtet die Kraft Funkenflug und angrenzende Räume, auch auf der Rückseite von Wänden und Decken. Nach Ende der Arbeiten bleibt sie für die vereinbarte Nachkontrollzeit und geht danach nochmals Fugen, Hohlräume und Dämmstoffe ab, bevor sie die Fläche freimeldet.
Versammlungsstätten und Veranstaltungen
Brandwachen werden nicht nur bei Bauarbeiten verlangt. Bei Veranstaltungen mit offener Flamme, Pyrotechnik oder besonderer Bühnentechnik kann die Behörde eine Brandsicherheitswache anordnen; diese stellt in der Regel die Feuerwehr. Wir übernehmen ergänzend Aufgaben wie die Kontrolle von Fluchtwegen und Notausgängen oder die Überwachung von Bereichen, die nicht im Blick der Bühne liegen.
In Kirchen und Sälen, in denen Konzerte stattfinden, geht es dabei oft um wenige, gut sichtbare Ausgänge und um viele Menschen auf dichtem Raum.
Bei Arbeiten an Dächern alter Kirchen oder an der Haustechnik eines Museums reicht ein Blick auf die Arbeitsstelle oft nicht. Rauch kann sich unbemerkt in Zwischendecken, Gewölben oder Kabelschächten ausbreiten. Die Kraft geht deshalb auch benachbarte Räume, Dachböden und darunterliegende Geschosse ab und achtet auf Geruch, Wärme an Bauteilen und Verfärbungen. Fällt etwas auf, unterbricht sie die Arbeiten, alarmiert die Feuerwehr und informiert die verantwortliche Person im Haus.
Vorhabenbezogen in Ansbach
Unser Hauptsitz liegt in Neumünster, weitere Standorte haben wir in Berlin und Bremen. Ein Büro in Bayern führen wir nicht. Für Brandwachen in Ansbach prüfen wir vor jeder Zusage, ob wir die Arbeitszeiten der Gewerke mit eigenem Personal begleiten können, auch wenn sich ein Termin verschiebt.
Unsere Kräfte haben eine Unterrichtung oder Sachkunde nach § 34a GewO und werden vor Ort in Gebäude, Löschmittel und Meldewege eingewiesen. Zertifiziert sind wir nach ISO 9001 und DIN 77200. Mehr unter Sicherheitsdienst Ansbach und Brandwache in Bayern.
Kosten einer Brandwache
Wir rechnen mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Neben der eigentlichen Arbeitszeit fließt die Nachkontrollzeit in die Rechnung ein, die je nach Gebäude und Art der Arbeiten länger ausfallen kann. Abend- und Wochenendtermine, die bei Arbeiten in Kirchen oder Museen häufig sind, erhöhen den Satz.
Wenn sich Arbeitszeiten kurzfristig verschieben, stimmen wir Ersatztermine mit Ihnen ab. Abgerechnet wird nach tatsächlich geleisteten Stunden.


