Warum Heißarbeiten in Aschaffenburg besondere Aufmerksamkeit brauchen
Schweißen, Trennschleifen, Löten und Arbeiten mit offener Flamme gehören zu jeder Sanierung und zu jeder Wartung in der Industrie. Wo brennbares Material in der Nähe liegt, verlangt der Erlaubnisschein des Betreibers oft eine Brandwache: eine Person, die während der Arbeit nur auf Funken, Glut und Rauch achtet und nach dem Ende noch bleibt.
In Aschaffenburg treffen zwei Welten aufeinander, die beide empfindlich sind. Die Altstadt hat bedeutende Bauten, die nach schweren Schäden wiederaufgebaut wurden und heute Kunstsammlungen, Bibliotheken und Bühnen beherbergen. Am Main und in den Industriegebieten wird mit Holz, Papier, Zellstoff und Mineralöl gearbeitet. Ein Funke, der hinter eine Verkleidung oder in einen Staubhaufen fällt, kann in beiden Fällen Stunden später zum Brand werden.
Gebäude und Anlagen mit erhöhtem Brandrisiko bei Arbeiten
Die folgenden Orte sind öffentlich dokumentiert und zeigen, wo Heißarbeiten in der Stadt anfallen können. Eine Beauftragung durch die Eigentümer ist damit nicht verbunden:
- Schloss Johannisburg, 1605 bis 1614 aus rotem Sandstein errichtet, 1945 fast vollständig ausgebrannt und 1964 wiedereröffnet; darin Staatsgalerie mit Cranach-Sammlung, Schlossmuseum, Paramentenkammer und Hofbibliothek
- das Stadttheater in der Schlossgasse, 1811 eröffnet, 1945 ausgebrannt, seit 1947 wieder bespielt und 2008 zuletzt grundlegend umgebaut
- das Pompejanum am Mainufer, 1840 bis 1848 errichtet und nach schweren Schäden ab 1960 in mehreren Abschnitten wiederhergestellt
- der Kurfürstliche Pavillon und weitere historische Bauten im Park Schönbusch
- das Sägewerk von Pollmeier und die Papierfabrik von DS Smith Paper, in denen Holz, Späne, Staub und Papier lagern
- der Hafen, in dem unter anderem Mineralöle, Chemikalien, Kunststoffe, Holz und Papier umgeschlagen werden
Denkmal und Museum: Arbeiten an wertvollen Beständen
In Schlössern, Theatern und Museen liegen Holzdecken, Dachstühle, Vorhänge, Bücher und Gemälde oft nur wenige Meter von der Arbeitsstelle entfernt. Hohlräume hinter Wandverkleidungen und in Zwischendecken lassen Glut lange unbemerkt. Die Brandwache steht deshalb nicht nur neben dem Handwerker, sondern behält auch die angrenzenden Räume, das Stockwerk darunter und den Dachraum im Blick.
Vor dem Beginn klären wir mit Ihrer Bauleitung oder Haustechnik, wo Löschmittel stehen, wie die Brandmeldeanlage während der Arbeit geschaltet ist und welche Räume nicht betreten werden dürfen. Nach Arbeitsende bleibt die Kraft für die im Erlaubnisschein festgelegte Zeit und geht die Stelle danach erneut ab.
Industrie, Holz und Hafen
In Sägewerken und Papierbetrieben ist Staub das größte Thema: Er setzt sich auf Trägern, Leitungen und Maschinen ab und brennt schnell. Bei Reparaturen an Förderanlagen oder Hallenkonstruktionen achtet die Brandwache darauf, dass der Bereich vorher gereinigt und abgedeckt ist, und beobachtet die Umgebung auch dort, wohin Funken fliegen können.
Bei Tanklagern und Umschlaganlagen gelten oft eigene Freigaben des Betreibers. Die Kraft hält sich an diese Vorgaben, beobachtet Gaswarner, wenn vorhanden, und stoppt die Arbeit, wenn Bedingungen aus dem Erlaubnisschein nicht mehr erfüllt sind. Auch auf Klinikbaustellen, etwa bei den Neubauten am Hasenkopf, gilt das, wenn im Bestand geschweißt oder getrennt wird.
Wie wir eine Brandwache in Aschaffenburg stellen
Wir sitzen in Neumünster, mit Standorten in Berlin und Bremen, und haben in Bayern kein Büro. Brandwachen in Aschaffenburg übernehmen wir als eigenes Vorhaben. Bei längeren Sanierungen planen wir eine feste Besetzung, bei einzelnen Tagen prüfen wir, ob wir den Termin zuverlässig halten können, und sagen es Ihnen vorher.
Die Kraft wird vor dem Einsatz in die Löschmittel vor Ort eingewiesen, kennt Fluchtwege und Meldewege und dokumentiert Beginn, Ende und Nachkontrolle im Bericht. Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar.
Was eine Brandwache kostet
Für die Brandwache rechnen wir mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Ausschlaggebend sind die Dauer der Arbeiten einschließlich der Nachkontrolle, der Anteil an Abend-, Nacht- und Wochenendstunden und ob mehrere Arbeitsstellen gleichzeitig beobachtet werden müssen. Werden Heißarbeiten in Museen oder Betrieben bewusst in die Nacht gelegt, um den Betrieb nicht zu stören, steigt der Anteil der Nachtstunden entsprechend.
Alle Leistungen vor Ort finden Sie unter Sicherheitsdienst Aschaffenburg, den Überblick für das Land unter Brandwache in Bayern.


