Ein Industriestandort, den man von der Autobahn kaum sieht
Wer auf der A 3 an Aschaffenburg vorbeifährt, sieht vor allem Spessarthänge und das Schloss über dem Main. Dabei liegt die Wirtschaftsleistung je Einwohner hier weit über dem bayerischen Schnitt: Auf rund 477 Hektar Gewerbe- und Industriefläche arbeiten Fahrzeugzulieferer, Maschinenbauer, Logistiker, Papier- und Holzverarbeiter. Die Produktion konzentriert sich auf wenige Lagen, vor allem auf das Industriegebiet Nilkheim-West, den Hafen in Leider mit dem angrenzenden Industriepark Südwest und die großen Industrieflächen im Stadtteil Damm.
Für den Werkschutz sind diese Lagen anspruchsvoll, weil Straße, Schiene und Wasser zusammenkommen. Ein Werk am Hafen bekommt Ware per Lkw, Bahnwagen und Schiff, ein Werk in Nilkheim schickt fertige Fahrzeuge und Ersatzteile in alle Richtungen. An der Pforte trifft all das zusammen.
Betriebe, die das industrielle Aschaffenburg prägen
Welche Firmen in Aschaffenburg produzieren, lässt sich öffentlich nachlesen. Die Aufzählung beschreibt die Industrie der Stadt und nennt keine Auftraggeber von uns:
- Linde Material Handling, 1904 gegründet und seit 1907 in Aschaffenburg, mit Sitz in der Stadt und dem größten Produktionsstandort des Unternehmens im Werk Nilkheim; gebaut werden unter anderem Elektro- und Verbrennerstapler und Schubmaststapler
- Linde Hydraulics und Suffel Fördertechnik im selben Industriegebiet Nilkheim-West
- die frühere Papierfabrik Waldhof-Aschaffenburg, heute im Besitz von DS Smith Paper
- das Sägewerk von Pollmeier Massivholz, 2007 auf dem Hafengelände eröffnet
- der Hafen am Main-Kilometer 83 mit rund 60 Firmen und etwa 2.500 Beschäftigten, zwei Hafenbecken, einem trimodalen Containerterminal seit 1999 und eigener Hafenbahn
- Zulieferer und Dienstleister wie ZF TRW, Joyson Safety Systems, SAF-Holland und DPD Deutschland, die in der Stadt ansässig sind
Umgeschlagen werden im Hafen unter anderem Mineralöle, Baustoffe, Zellstoff, Kohle, Stahl, Chemikalien, Papier, Kunststoffe, Holz und Schrott. Jede dieser Warengruppen stellt eigene Anforderungen an Tor, Lagerfläche und Nacht.
Am Werkstor: Ausweis, Lieferschein, Gleis
Morgens vor Schichtbeginn ist am Tor am meisten los. Die Werkschutzkraft hat die Liste der angemeldeten Gäste vor sich, vergleicht Namen und Lichtbild, stellt Tagesausweise aus und meldet die Ankunft beim Gastgeber im Haus. Monteure und Servicefirmen zeigen ihren Auftrag und den Nachweis der Sicherheitsunterweisung; wer keinen hat, kommt nicht durch, bis jemand aus Ihrem Betrieb ausdrücklich zustimmt.
Bei Lkw zählen Kennzeichen, Lieferschein und gebuchtes Zeitfenster, bei Gefahrgut zusätzlich die orange Warntafel und die Papiere. Am Hafen, wo rund neun von zehn Grundstücken einen Gleisanschluss haben, gehören auch Werksgleise und Übergänge dazu: Ist eine Bahnübergabe angekündigt, hält die Kraft den Bereich frei und vermerkt Ankunft und Abfahrt.
Wenn in Nilkheim und am Hafen die Bänder stehen
Nachts und am Wochenende ist ein Werk am verwundbarsten, weil kaum jemand da ist, der etwas bemerkt. Die Kraft fährt oder läuft das Gelände in unregelmäßiger Folge ab: Hallentore, Zäune, Fluchttüren, Freiflächen, Ladezonen. Bei einem Staplerhersteller stehen dort fertige Fahrzeuge, Antriebsbatterien und Ladeplätze, bei einem Holz- oder Papierbetrieb Rundholz, Schnittholz und Ballen unter freiem Himmel.
Auffälligkeiten wie Wasser am Boden, ungewohnte Gerüche, ein Licht in einer leeren Halle oder eine Störmeldung der Haustechnik schaut sie sich an und ruft dann die Rufbereitschaft an, die Sie benannt haben. Welche Anlagen zusätzlich angesehen werden sollen, etwa Ladestationen, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer Sicherheitsfachkraft. Jede Runde wird mit Uhrzeit und Befund notiert.
Vorhabenbezogen statt aus einer Niederlassung
Staffsec Solution arbeitet von Neumünster aus, dazu kommen Berlin und Bremen. Ein Büro am Untermain gibt es nicht, und wir tun auch nicht so. Einen Werkschutz in Aschaffenburg nehmen wir nur an, wenn feste Kräfte, Ersatz für Urlaub und Krankheit und genug Zeit zum Einarbeiten feststehen. Geht das nicht, hören Sie es von uns, bevor Sie ein Angebot bekommen.
Für das Tor setzen wir Personal mit bestandener Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ein. In den Tagen vor dem Start zeigt Ihre Ansprechperson den Kräften Sammelstellen, Gefahrstoffbereiche und Notfallnummern; alles Weitere steht in der schriftlichen Dienstanweisung. Staffsec ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert, unsere Rufnummer +49 4321 78 33 590 ist Tag und Nacht besetzt.
Preisrahmen für den Werkschutz
Wir nennen als Orientierung 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo ein Auftrag in dieser Spanne liegt, hängt beim Werkschutz stark von Dauer und Umfang ab: Ein Tor, das ganzjährig in drei Schichten läuft, rechnet sich anders als ein paar Nächte während der Betriebsferien. Nachtarbeit, Sonn- und Feiertage, mehrere Zufahrten und Aufgaben wie Verwiegung oder Gefahrgutprüfung verschieben den Wert zusätzlich.
Die übrigen Leistungen in der Stadt stehen unter Sicherheitsdienst Aschaffenburg, das ganze Land unter Werkschutz Bayern. Weiter mainaufwärts in Unterfranken passt die Seite Werkschutz Würzburg.


