Eine Stadt, deren Schloss einmal brannte
Die Grafen von der Leyen ließen ihr Schloss zwischen 1661 und 1676 an der Stelle einer mittelalterlichen Burg errichten. Nach der Plünderung durch Soldaten in den Revolutionsjahren brach im Winter 1793/94 ein Feuer aus, die Ruine verfiel und wurde bis 1820 vollständig abgetragen. Übrig blieben Fundamente, Terrassen und der Lange Bau, heute als Orangerie genutzt und in den 1980er-Jahren saniert. Ringsum entstand im 18. Jahrhundert die barocke Residenzstadt, deren Kern heute 133 einzeln geschützte Denkmäler umfasst.
Gerade in solchen Gebäuden ist eine Brandwache bei Heißarbeiten kein Formalismus. Alte Dachstühle aus trockenem Holz, Hohlräume hinter Verkleidungen, Staub in Zwischendecken: Ein Funke kann dort lange unbemerkt glimmen, bevor Rauch sichtbar wird. Deshalb verlangen Versicherer und Bauleitungen für Arbeiten mit offener Flamme oder Funkenflug einen Brandposten, der während der Arbeit bereitsteht und danach nachkontrolliert.
Gebäude, bei denen Heißarbeiten besondere Vorsicht verlangen
Die folgenden Bauten nennen wir, weil sie die Baugeschichte der Stadt prägen. Wir haben dort keine Aufträge und behaupten keine:
- Schlosskirche St. Anna und St. Philipp, 1776 bis 1778 erbaut, nach schweren Dachschäden im Zweiten Weltkrieg seit 2000 abschnittsweise saniert
- Heilig-Kreuz-Kapelle von 1682/83 mit dem Gnadenbild Unsere Liebe Frau mit den Pfeilen
- Orangerie am Schloss, der einzige erhaltene Bau der früheren Residenz
- Rathaus aus dem 18. Jahrhundert, früher Verwaltungs- und Waisenhaus, mit historischer Markthalle
- Annahof und Roter Bau am Würzbacher Weiher in Niederwürzbach, barocke Bauten am Ufer
Dazu kommen die evangelische Kirche von 1912 auf dem südlichen Hang und zahlreiche Bürgerhäuser in Ensemblelage.
Was ein Brandposten bei uns tut
Vor Beginn der Arbeiten sehen sich unsere Kräfte den Arbeitsbereich an: Wo liegen brennbare Stoffe, wohin können Funken fallen, wo sind Fugen, Durchbrüche und Hohlräume? Sie lassen sich die bereitgestellten Löschmittel zeigen, werden vor Ort in deren Gebrauch eingewiesen und kennen den Weg für die Alarmierung der Feuerwehr. Während geschweißt, gelötet oder getrennt wird, beobachten sie die Umgebung, auch unterhalb und hinter dem Arbeitsplatz.
Nach dem Ende der Arbeiten beginnt die Nachkontrolle in der Zeit, die Ihr Erlaubnisschein vorgibt. Der Brandposten geht die Bereiche wiederholt ab, prüft Bauteile von Hand auf Wärme und achtet auf Geruch und Rauch. Erst wenn die Zeit ohne Befund verstrichen ist, verlässt er den Ort. Beginn, Ende und jede Feststellung stehen im Protokoll, das Sie für Versicherung und Bauakte erhalten.
Brandwache ist nicht gleich Feuersicherheitswache
Bei großen Veranstaltungen in städtischen Hallen schreibt die saarländische Feuerschutzverordnung eine Feuersicherheitswache vor, ab 800 Personen oder bei Dekoration schon ab 400. Diese Wache wird über die Stadt beantragt und gehört nicht zu unseren Leistungen. Unsere Brandwache setzt dort an, wo gebaut, repariert oder umgebaut wird: beim Abdichten eines Hallendachs mit Bitumen, beim Schweißen an einer Stahltreppe oder beim Trennschleifen in einem Technikraum.
Auch in Betrieben und Einrichtungen, die während der Arbeiten weiterlaufen, ist das gefragt. In einer Produktionshalle mit Lagerware oder in einer Klinik, deren Patienten im Haus bleiben, darf ein Brand nicht erst auffallen, wenn die Meldeanlage auslöst. Abgeschaltete Melder in Arbeitsbereichen machen den Brandposten dann zur einzigen Überwachung.
Planung und Qualifikation
Im Saarland übernehmen wir Brandwachen vorhabenbezogen. Deshalb klären wir vor jeder Zusage, ob wir die benötigten Kräfte zu Ihren Arbeitszeiten stellen können, auch bei mehrwöchigen Sanierungen. Sie nennen uns Gebäude, Arbeitsabschnitte und den Ansprechpartner der Baustelle; wir legen Zeiten, Meldewege und Protokollform fest und schicken Ihnen die Namen der eingesetzten Kräfte vorab.
Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, wir sind nach ISO 9001 zertifiziert und arbeiten nach DIN 77200. Tag und Nacht erreichen Sie uns unter +49 4321 78 33 590. Was wir landesweit anbieten, steht auf der Seite Brandwache im Saarland.
Kosten einer Brandwache
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei einer Brandwache zählt dabei nicht nur die Arbeitszeit der Handwerker, sondern auch die Nachkontrolle, die oft eine oder mehrere Stunden darüber hinausgeht. Fallen Arbeiten in die Nacht oder auf ein Wochenende, etwa um den Betrieb einer Halle nicht zu stören, steigt der Satz durch die Zuschläge.
Planbar wird es, wenn Sie uns den Bauablauf früh nennen: Dann können wir mehrere Tage mit derselben Kraft besetzen, die das Gebäude schon kennt. Mehr über unsere Arbeit in der Stadt lesen Sie unter Sicherheitsdienst Blieskastel.


