Drei Anlässe für eine Brandwache im Stadtteil
In Billstedt kommen Brandwachen vor allem in drei Situationen zum Einsatz. Erstens bei Heißarbeiten in Betrieben, Werkstätten und Lagern, wenn Versicherer oder Betriebsleitung eine Aufsicht während und nach den Arbeiten verlangen. Zweitens bei Sanierungen in historischen Gebäuden, in denen Holz in Dachstuhl, Decken und Einbauten steckt. Drittens bei Veranstaltungen, wenn Bühnentechnik, Dekoration oder viele Menschen im Saal eine zusätzliche Wache nötig machen.
Allen drei Fällen ist gemeinsam, dass ein Brand selten im Moment des Schweißens entsteht. Häufiger glimmt ein Funke unbemerkt in einer Fuge, unter Dämmung oder in Staubablagerungen und bricht erst später aus, wenn die Handwerker längst gegangen sind. Deshalb gehört die Nachkontrolle fest zum Auftrag.
Gebäude mit besonderen Anforderungen
Einige Bauten im Stadtteil verlangen bei Heißarbeiten besondere Sorgfalt:
- Steinbeker Kirche von 1884 am Geestrand in Kirchsteinbek, mit Dachstuhl und Ausstattung aus Holz und zwei historischen Kronleuchtern
- Kulturpalast Hamburg im ehemaligen Wasserwerk am Öjendorfer Weg, dessen Pumpenhalle und Vorderhaus aus den Jahren 1912/1913 unter Denkmalschutz stehen
- Katholische St.-Paulus-Kirche in Schiffbek
- Mühlenbetrieb an der Glinder Au, wo Mehl- und Getreidestaub bei Trenn- und Schweißarbeiten besondere Vorsicht verlangt
- Großwohnanlagen in Mümmelmannsberg, in denen bei Dach- und Fassadensanierungen mit dem Brenner gearbeitet wird
Bei Denkmalen kommt hinzu, dass ein Schaden nicht einfach ersetzt werden kann. Eine Brandwache, die das Gebäude kennt und weiß, wo Hohlräume und Leitungen verlaufen, reduziert dieses Risiko deutlich.
Auch in Werkstätten und Lagerhallen am Rand des Stadtteils sowie im angrenzenden Industriegebiet Billbrook fallen regelmäßig Schweiß- und Schneidarbeiten an, etwa an Toren, Regalanlagen oder Rohrleitungen. Dort achten wir zusätzlich auf gelagerte Verpackungen, Paletten und Kunststoffe, die Funken schnell aufnehmen.
Ablauf einer Brandwache
Vor Beginn sprechen wir mit dem ausführenden Betrieb über die Arbeiten, den Bereich und die Freigabe. Unsere Kraft prüft, ob brennbare Stoffe entfernt oder abgedeckt sind, ob Löschmittel bereitsteht und ob Fluchtwege frei sind. Während der Arbeiten beobachtet sie Funkenflug und Wärmeentwicklung, auch in Nachbarräumen und Geschossen darunter.
Nach Arbeitsende beginnt die Nachkontrolle über die Zeit, die Erlaubnisschein oder Versicherer vorgeben. Unsere Kraft geht den Bereich in festen Abständen ab, prüft Fugen und Hohlräume, wenn nötig mit Wärmebildkamera, und meldet Auffälligkeiten sofort. Beginn, Kontrollen und Ende werden schriftlich festgehalten und dem Auftraggeber übergeben.
Bei Veranstaltungen übernehmen wir auf Anfrage die Brandsicherheitswache: Kontrolle von Notausgängen, Dekoration und Bühnentechnik vor Einlass sowie Beobachtung während der Vorstellung. Wo das Gesetz eine Wache der Feuerwehr vorschreibt, ersetzen wir diese nicht, sondern ergänzen sie.
Einsatzplanung für Billstedt
Hamburg gehört zu unserer Kernregion Nord, geplant wird vom Hauptsitz in Neumünster aus. Ein Büro in Billstedt unterhalten wir nicht. Kurzfristige Einsätze nehmen wir an, wenn wir eine passende Kraft sicher stellen können, und sagen ehrlich ab, wenn nicht. Für mehrtägige Sanierungen planen wir feste Personen, damit dieselbe Kraft das Gebäude von Tag zu Tag kennt.
Benachbarte Einsätze in Lohbrügge oder Glinde lassen sich gemeinsam planen. Grundsätzliches zur Leistung steht auf der Seite Brandwachen, die Übersicht für die ganze Stadt unter Brandwache in Hamburg.
Ausbildung der Brandwachen
Unsere Brandwachen sind als Brandschutzhelfer ausgebildet, im Umgang mit Feuerlöschern geübt und haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO. Sie kennen die Abläufe bei Heißarbeiten und den Alarmweg zur Feuerwehr. Unsere Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Besondere Vorgaben Ihres Versicherers oder Ihrer Betriebsanweisung nehmen wir in die Einweisung auf.
Was eine Brandwache kostet
Für Brandwachen in Billstedt rechnen wir mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Den größten Einfluss haben die Dauer der Nachkontrolle, der Anteil an Nacht- und Wochenendstunden und die Frage, ob eine Kraft mehrere Arbeitsbereiche gleichzeitig im Blick behalten kann. Muss die Wache nach Arbeitsende noch mehrere Stunden bleiben, steigt der Anteil der Nachtstunden schnell. Ein genaues Angebot erhalten Sie, sobald Arbeiten, Zeitraum und Gebäude bekannt sind.


