Wann eine Brandwache nötig ist
Bei Schweißen, Trennschleifen, Löten oder Arbeiten mit offener Flamme können Funken und heiße Teile in Ritzen, Dämmung oder Holzbalken fallen und dort lange unbemerkt glimmen. Deshalb verlangen Versicherer und Betriebe vor solchen Arbeiten meist einen Erlaubnisschein und eine Person, die während und nach der Arbeit aufpasst.
Eine Brandwache beobachtet den Arbeitsbereich und die angrenzenden Räume, hält Löschmittel bereit, die der Auftraggeber stellt, und kontrolliert nach Ende der Arbeiten weiter, bis die vereinbarte Nachkontrollzeit vorbei ist. Bei Rauch oder Feuer alarmiert sie die Feuerwehr und unternimmt erste Löschversuche, soweit das ohne Eigengefährdung möglich ist.
Bauten in Nieder-Olm, bei denen besondere Vorsicht gilt
Diese Gebäude stehen auf der Denkmalliste oder sind Versammlungsorte. Sie zeigen, wo in der Stadt alte Konstruktionen und Heißarbeiten zusammenkommen können; Aufträge von Staffsec sind damit nicht gemeint:
- Katholische Pfarrkirche St. Georg an der Pariser Straße: romanischer Chorturm aus dem frühen 12. Jahrhundert, gotische Kapelle, Langhaus von 1778/79
- Evangelische Gustav-Adolf-Kirche: 1861 bis 1865 im Rundbogenstil nach Plänen von Ignaz Opfermann
- Woogmühle am Bussolengo-Platz: eingeschossiger Bau mit Walmdach von 1825
- Schmiede Wettig in der Enggasse: Schmiede datiert 1676 und 1878, heute für Ausstellungen genutzt
- Wohnhäuser an der Pariser Straße mit teils verschindeltem oder verkleidetem Fachwerk aus dem frühen 19. Jahrhundert
- Ludwig-Eckes-Festhalle als Versammlungsstätte für Sitzungen, Konzerte und Kongresse
Altbau und Denkmal: Holz, Hohlräume, lange Nachkontrolle
In historischen Gebäuden liegen Dachstühle, Balkenlagen und Verkleidungen oft seit über hundert Jahren trocken. Fachwerk, das später mit Brettern oder Schindeln verkleidet wurde, hat Hohlräume, in denen sich Glut ausbreiten kann, ohne dass man sie sieht. Bei Dachdecker- und Klempnerarbeiten am Kirchturm oder an einer Mühle ist die Gefahr deshalb größer als an einem Neubau.
Wir richten die Brandwache in solchen Fällen auf eine längere Nachkontrolle aus und sehen auch Räume an, die über oder neben der Arbeitsstelle liegen. Eine Wärmebildkamera setzen wir ein, wenn Sie eine bereitstellen. Was gemeldet werden muss und an wen, steht vorher fest.
Hallen, Produktion und Instandhaltung
In Gewerbebetrieben fallen Heißarbeiten häufig während Stillständen an: Rohrleitungen werden geschweißt, Stahlbauteile gekürzt, Dachflächen abgedichtet. In Getränke- und Lebensmittelbetrieben kommen Verpackungslager mit Karton und Folie hinzu, die schnell brennen. Die Brandwache steht dann neben dem Monteur, beobachtet Funkenflug und hält Wege frei.
Nach Abschluss kontrolliert sie den Bereich in der vereinbarten Zeit weiter, auch wenn die Monteure schon abgefahren sind. Auf Wunsch übernimmt sie im Anschluss Rundgänge durch die angrenzenden Hallen.
Bevor die Arbeiten beginnen, gehen wir mit dem Verantwortlichen den Bereich ab: Wo liegen brennbare Stoffe, was lässt sich wegräumen oder abdecken, wo hängen Rauchmelder, die für die Dauer der Arbeit abgeschaltet werden, und wer schaltet sie wieder ein.
Für die Bewachung einer Baustelle über Nacht gibt es die Baustellenbewachung in Nieder-Olm.
Brandsicherheitswache bei Veranstaltungen
Bei Veranstaltungen mit Bühne, Dekoration oder Pyrotechnik kann die Genehmigungsbehörde eine Brandsicherheitswache verlangen. Ob die Feuerwehr diese Wache stellen muss oder ob geeignetes anderes Personal zulässig ist, entscheidet die Behörde im Einzelfall. Wo Letzteres möglich ist, stellen wir Kräfte, die vor Ort eingewiesen wurden.
Unsere Kräfte achten dann auf freie Notausgänge, auf Abstand von Dekoration zu Scheinwerfern und auf den sicheren Umgang mit Kerzen und Heizgeräten, etwa bei Feiern im Advent.
Einsatzplanung und Preis
Rheinland-Pfalz gehört nicht zu unserer Kernregion, und wir haben dort kein Büro. Brandwachen in Nieder-Olm übernehmen wir deshalb vorhabenbezogen: Wir prüfen Art und Dauer der Arbeiten, die Nachkontrollzeit und ob wir eine Besetzung samt Vertretung sicherstellen können. Kurzfristige Einsätze sagen wir nur zu, wenn das wirklich passt.
Die Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO und werden vor Ort in Gebäude, Löschmittel und Fluchtwege eingewiesen. Wir arbeiten nach ISO 9001 und DIN 77200 und sind rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar.
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Heißarbeiten bei Stillständen fallen häufig in Nacht und Wochenende, was den Satz erhöht; eine kurze Wache an einem Werktag mit anschließender Nachkontrolle liegt eher unten. Landesweit finden Sie die Leistung unter Brandwache in Rheinland-Pfalz.


