Industrie, die man der Weinstadt nicht ansieht
Wer durch Nieder-Olm fährt, sieht Weinberge, Obstanlagen und den Kirchturm von St. Georg. Weniger sichtbar ist, dass die Stadt Sitz von Unternehmen ist, die weit über Rheinhessen hinaus liefern. Peter Eckes gründete hier 1857 eine Brennerei, aus der die heutige Eckes-Granini Group hervorging; die Zentrale steht bis heute in Nieder-Olm. Tracoe medical stellt an der Reichelsheimer Straße Trachealkanülen her.
Für Werkschutz bedeutet das zwei sehr unterschiedliche Anforderungen in einer kleinen Stadt: Lebensmittelhygiene auf der einen, die Nachverfolgbarkeit von Medizinprodukten auf der anderen Seite. Beides verträgt keine Sicherheitskraft, die eigenmächtig Türen öffnet oder Abkürzungen nimmt.
Betriebe und Flächen, an denen Werkschutz anfällt
Die Auswahl beschreibt die Wirtschaftsstruktur anhand öffentlich bekannter Standorte. Kunden von Staffsec sind darunter nicht:
- Eckes-Granini Group: Stammsitz in Nieder-Olm seit 1857, früher mit einem eigenen Institut für Getränkeforschung am Ort
- Tracoe medical GmbH, Reichelsheimer Straße: Entwicklung, Fertigung und Versand von Trachealkanülen nach eigener Darstellung seit 2013 unter einem Dach
- ARWA Personaldienstleistungen mit Hauptsitz in der Stadt
- Gewerbepark „Ingelheimer Straße“ mit freien Grundstücken bis 45.000 Quadratmetern für Ansiedlungen
Medizinprodukte: Zutritt als Teil der Qualitätskette
Ein Hersteller von Medizinprodukten muss belegen können, wer wann welchen Bereich betreten hat und woher jedes Material stammt. Werkschutz ergänzt diese Kette am Rand des Geländes. Unsere Kräfte registrieren Besucher nach Ihrem Formular, geben Ausweise nur für freigegebene Zonen aus und begleiten externe Techniker, wenn Ihre Vorgaben das verlangen.
Reinräume, Lager mit Sperrware oder Prüflabore betreten sie nicht, solange Ihr Betrieb das nicht ausdrücklich vorsieht und sie dafür eingewiesen wurden. Wird eine Tür in einer solchen Zone offen gefunden, melden sie das sofort an den Bereitschaftskontakt und tragen es ins Wachbuch ein. Was danach zu tun ist, entscheidet Ihre Qualitätssicherung.
Getränkeproduktion und Lager: Rampe, Siegel, Fremdfirmen
In der Getränkeindustrie verteilt sich der Verkehr über den Tag: Rohware, Leergut und Verpackung kommen an, fertige Ware fährt ab, dazu Servicefirmen für Abfüllanlagen und Kühltechnik. Am Tor gleichen wir Kennzeichen, Fahrer und Lieferschein mit der angemeldeten Fahrt ab, prüfen Siegel, wenn Sie das vorgeben, und weisen an die vereinbarte Rampe.
Fremdfirmen, die an Wochenenden oder in Stillstandszeiten arbeiten, bekommen nur Zutritt, wenn sie angemeldet sind und ihre Unterweisung bestätigt ist. Wir führen darüber eine Liste, die Ihre Arbeitssicherheit am Montag einsehen kann.
Für Lager und Hallen ohne eigene Produktion reicht oft ein Objektschutz in Nieder-Olm mit Kontrollgängen.
Nachts und am Wochenende: Rundgang statt Ruhe
Wenn die letzte Schicht gegangen ist, verlagert sich der Werkschutz vom Tor auf das Gelände. Unsere Kräfte gehen Hallen, Außenlager und Zaun ab, prüfen Fenster, Notausgänge und Tore, achten auf laufende Maschinen, Wasser am Boden oder ungewöhnliche Gerüche und melden Störungen an Ihren Bereitschaftsdienst.
Gelände in Nieder-Olm grenzen häufig an Felder, Weinberge oder die A 63. Die Rundgänge legen wir so, dass auch die abgelegenen Seiten regelmäßig gesehen werden und keine feste Uhrzeit erkennbar ist. Jeder Rundgang steht mit Uhrzeit und Feststellung im Bericht.
Bei Störungen an Kühl- oder Abfüllanlagen zählt jede Stunde. Deshalb hängen an jeder Pforte eine Liste mit Bereitschaftsnummern und eine klare Reihenfolge, wer bei welchem Ereignis zuerst angerufen wird.
Organisation und Preis
Weil wir in Rheinland-Pfalz kein eigenes Büro haben, prüfen wir vor jedem Angebot nüchtern: Wie viele Posten, wie lange die Schichten, wie lange der Auftrag läuft und welche Qualifikation verlangt wird. Erst wenn Besetzung und Vertretung stehen, sagen wir zu.
Danach begehen wir das Werk mit Ihnen, schreiben je Tor eine Dienstanweisung und lassen die Kräfte von Ihren Fachleuten in Hygiene- und Zutrittsregeln einweisen. Sie haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, wer über Zutritt entscheidet, die Sachkundeprüfung. Wir arbeiten nach ISO 9001 und DIN 77200.
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein dauerhafter Pfortendienst an Werktagen bewegt sich im unteren Teil der Spanne; Besetzung rund um die Uhr, Feiertage, Fremdsprachen an der Anmeldung oder durchgehend sachkundige Kräfte heben den Satz. Wie wir Werkschutz im ganzen Land anbieten, steht unter Werkschutz in Rheinland-Pfalz.


