Viel Holz in alten Mauern
Die Kirchen der Gemeinde stammen aus der Zeit, als der Bergbau Elversberg wachsen ließ. Die evangelische Pfarrkirche in der St. Ingberter Straße entstand 1889/90 nach Plänen von Carl Friedrich Müller, die katholische Herz-Jesu-Kirche an der Heinitzstraße von 1899 bis 1901 nach Entwurf von Ernst Brand. In Spiesen wurde St. Ludwig am Butterberg in zwei Abschnitten bis 1887 errichtet. Alle drei sind neugotische Bauten mit hohen Dachstühlen aus Holz.
Dazu kommen Wohnhäuser, die noch älter sind: zwei Häuser an der Hauptstraße von 1756 und 1759, eines davon mit Mansarddach und Fachwerk am Giebel, das Lionsche Haus von 1836 mit Wohnteil, Scheune und Stall unter einem Dach. Wer hier an Dach, Rinne oder Leitung arbeitet, braucht eine sorgfältige Brandwache.
Wo im Ort Heißarbeiten anfallen
Die Beispiele beschreiben Bauten und Vorhaben in der Gemeinde. Es handelt sich nicht um unsere Auftraggeber:
- Herz-Jesu-Kirche Elversberg, Heinitzstraße: neugotische Pseudobasilika, Sakristei von 1928
- Evangelische Pfarrkirche, St. Ingberter Straße: Baujahr 1889/90
- St. Ludwig und Pfarrhaus am Butterberg in Spiesen: Kirche bis 1887, Pfarrhaus 1884
- Galgenbergturm: 17 Meter hoher Sandsteinturm von 1939
- Großenbruchhalle: Hallensanierung bis Ende 2026 mit neuer Technik und Verglasung
- Nordtribüne der Arena an der Kaiserlinde: Tribünenneubau in Beton, bei dem auch Metallarbeiten anfallen können
Dachstuhl und Kirchturm: der Brand kommt später
Bei Klempnerarbeiten an Kirchendächern wird gelötet, bei der Sanierung von Rinnen und Fallrohren mit offener Flamme gearbeitet. Funken und Wärme können in trockenes Holz, Staub oder Vogelnester gelangen und dort stundenlang schwelen, ohne dass es jemand bemerkt. Deshalb endet eine Brandwache nicht mit dem Feierabend der Handwerker.
Unsere Kraft beobachtet die Arbeitsstelle während der Heißarbeiten, prüft nach dem Ende alle erreichbaren Bereiche auf Wärme und Geruch und bleibt so lange vor Ort, wie es der Erlaubnisschein vorsieht. Feuerlöscher oder Löschdecke stellt in der Regel der Auftraggeber, die Kraft wird an Ort und Stelle eingewiesen.
Hallen und Tribünen: Stahlbau im Bestand
Bei der Sanierung einer Sporthalle werden Lüftungskanäle, Heizungsrohre und Fensterrahmen getrennt und neu gesetzt. Dämmstoffe, Folien und Verpackungen liegen dabei oft direkt neben der Arbeitsstelle. Beim Bau einer Tribüne können Schweißarbeiten an Stahlteilen hinzukommen, teilweise in großer Höhe und bei Wind.
In beiden Fällen sorgen wir dafür, dass brennbares Material vor Beginn entfernt oder abgedeckt ist, Fluchtwege frei bleiben und die Arbeitsstelle auch in den Stunden danach kontrolliert wird. Auffälligkeiten melden wir sofort an die Bauleitung.
Für Heißarbeiten in Neunkirchen oder Sulzbach planen wir die Brandwache auf Wunsch mit.
Wohnhäuser, Gewerbe und Veranstaltungen
Brandwachen werden nicht nur an Denkmälern gebraucht. Wer in einem Wohnhaus Bitumenbahnen auf dem Flachdach flämmt, in einer Werkstatt Rohre abtrennt oder in einer Halle die Lüftung austauscht, kann vom Versicherer oder Bauherrn ebenfalls zur Aufsicht verpflichtet werden. Gerade bei Altbauten mit Holzbalkendecken ist die Gefahr verborgener Glutnester groß.
Eine zweite Form ist die Brandsicherheitswache bei Veranstaltungen, etwa wenn in einem Saal Bühnentechnik, Dekoration oder Pyrotechnik eingesetzt wird. Ob dafür die Feuerwehr zuständig ist oder ein privater Dienst eingesetzt werden darf, legt die Genehmigungsbehörde fest. Wir klären das vorab mit Ihnen und übernehmen nur, was zulässig ist.
Personal und Planung
Im Saarland arbeiten wir vorhabenbezogen. Vor dem Einsatz klären wir Dauer der Arbeiten, Nachkontrollzeit und Zuständigkeiten. Eingesetzt werden Kräfte mit Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, die mit den Abläufen einer Brandwache vertraut sind.
Wir sind nach ISO 9001 zertifiziert, arbeiten nach DIN 77200 und sind rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar. Kurzfristige Anfragen prüfen wir, eine Zusage gibt es erst nach Klärung von Anfahrt und Personal. Am Ende jedes Einsatzes erhalten Sie eine kurze Bestätigung, wann die Arbeiten endeten, welche Bereiche nachkontrolliert wurden und wann die Wache abgeschlossen war.
Was eine Brandwache kostet
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Den größten Einfluss hat die Nachkontrolle: Endet die Heißarbeit am späten Nachmittag, fällt ein Teil der Wache in den Abend oder die Nacht. Auch Wochenendarbeiten, etwa an Kirchen außerhalb der Gottesdienstzeiten, verschieben den Preis innerhalb der Spanne.
Mehr zum Thema im Land unter Brandwache im Saarland.


