Vom Bergbau zur Wohngemeinde mit Gewerbe
Elversberg verdankt seine Entstehung der Grube Heinitz: Nach 1852 siedelten sich hier Bergleute an, aus der Kolonie wurde 1872 eine eigene Gemeinde. Die Kohle ist längst Geschichte, große Industrieanlagen gibt es im Gemeindegebiet heute nicht mehr. Gewerbe findet sich vor allem in kleineren Einheiten: Handwerksbetriebe, Werkstätten, Lager, Dienstleister und soziale Unternehmen.
Werkschutz bedeutet hier weniger die Werkfeuerwehr eines Konzerns als eine geordnete Zufahrt, ein verschlossenes Lager und das Wissen, wer sich zu welcher Zeit auf dem Gelände aufhält. Wie unser Werkschutz allgemein arbeitet, gilt auch hier, nur im kleineren Maßstab.
Betriebsflächen in der Gemeinde
Diese Orte zeigen, wo Werkschutz-Aufgaben anfallen können. Wir nennen sie als Beispiele, nicht als Auftraggeber:
- Gewerbegebiet Truckenbrunnen: freie Flächen von rund 5.500 und 2.500 Quadratmetern im Standortatlas der Wirtschaftsförderung des Landkreises
- vevio gGmbH am Beckerwald: Sitz eines Trägers mit Bereichen wie Metall- und Holzverarbeitung, Druckerei, Wäscherei sowie Montage und Verpackung
- Sender Spiesen auf der Spieser Höhe: freistehender Stahlfachwerkturm des Saarländischen Rundfunks, seit 2008 in Betrieb
- Ursapharm-Arena an der Kaiserlinde: Betriebsgelände mit Technik, Lagern und Baufeld der Nordtribüne
- Anschlussstellen Elversberg und Neunkirchen/Spiesen der A 8 als Zufahrten für Lieferverkehr
Pforte und Zufahrt: wer rein darf
Am Tor entscheidet sich, ob ein Gelände geordnet bleibt. Unsere Kräfte gleichen Lieferscheine mit angemeldeten Anlieferungen ab, geben Besucherausweise aus, nehmen sie beim Verlassen wieder entgegen und führen eine Liste der Personen auf dem Gelände. Bei Fremdfirmen prüfen wir, ob die Einweisung erfolgt ist und ob Arbeiten mit besonderer Gefahr eine Freigabe haben.
Ein kleiner Betrieb braucht dafür nicht dauerhaft eine besetzte Pforte. Häufig genügt eine Kraft zu den Hauptanlieferzeiten am Morgen und eine Kontrolle nach Schichtende, wenn Hallentore geschlossen und Außenlager gesichert werden.
Technische Anlagen und Sonderlagen
Ein Sendeturm auf einer Anhöhe, eine Halle mit Maschinen über das Wochenende, ein Stadion zwischen zwei Heimspielen: Solche Anlagen sind die meiste Zeit menschenleer. Eingriffe fallen oft erst auf, wenn etwas nicht mehr funktioniert. Eine regelmäßige Kontrolle von Zaun, Türen, Kabelwegen und Schlössern zu wechselnden Zeiten senkt dieses Risiko.
Bei Revisionen oder Umbauten kommen viele Fremdfirmen gleichzeitig. Dann begleiten unsere Kräfte Handwerker in gesperrte Bereiche, achten auf getrennte Wege für Besucher und Baustellenverkehr und halten fest, wann welche Firma das Gelände betreten und verlassen hat.
Größere Industriegebiete liegen in den Nachbarstädten Neunkirchen und St. Ingbert; Aufträge dort planen wir auf Wunsch zusammen.
Nachts und am Wochenende: das leere Werk
Die meisten Schäden entstehen, wenn niemand da ist. In Betrieben mit Einschichtbetrieb steht das Gelände ab dem frühen Abend leer, über das Wochenende oft mehr als sechzig Stunden am Stück. In dieser Zeit lohnen sich Rundgänge, bei denen Hallentore, Außenlager, Fahrzeuge und Container geprüft werden, ebenso wie ein Blick auf Heizung, Druckluft oder Kühlung, wenn eine Störung teure Folgen hätte.
Wir legen gemeinsam fest, welche Punkte bei jedem Rundgang kontrolliert werden und wer bei einer Auffälligkeit angerufen wird: der Betriebsleiter, der Haustechniker oder der Errichter der Alarmanlage. So muss die Kraft nachts nicht entscheiden, sondern weiß genau, was zu tun ist.
Organisation im Saarland
Im Saarland arbeiten wir vorhabenbezogen. Vor einer Zusage sehen wir uns Ihr Gelände an, klären Schichtzeiten und Vertretung und schreiben eine Dienstanweisung, die zu Ihren Abläufen passt. Eingesetzt werden Kräfte mit Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, für die Pforte bevorzugt Personal mit Erfahrung im Werkverkehr.
Nach jeder Schicht erhalten Sie einen kurzen Bericht mit Auffälligkeiten. Einmal im Quartal besprechen wir auf Wunsch mit Ihnen, ob Rundgänge, Zeiten und Aufgaben noch zu Ihrem Betrieb passen, und ändern die Dienstanweisung, wenn sich Abläufe verschoben haben. Wir sind nach ISO 9001 zertifiziert, arbeiten nach DIN 77200 und sind rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 zu erreichen.
Kosten im Dauerauftrag
Für Werkschutz rechnen wir mit 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein Dauerauftrag mit festen Schichten und eingearbeitetem Personal lässt sich genauer kalkulieren als ein einzelner Einsatz bei einer Revision. Nacht-, Sonn- und Feiertagsanteile verschieben den Preis innerhalb der Spanne, ebenso besondere Anforderungen an Qualifikation oder Sprachkenntnisse.
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