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Backstage-Bereichder nicht öffentliche Teil der Veranstaltung

Sie wissen danach, wie ein Zonenkonzept hinter der Bühne aufgebaut ist und worauf der Sicherheitsdienst an den Übergängen achtet.

Glossar · 2 Min. LesezeitVon Manuel Rutsch · Stand 6. Oktober 2026

Wer sich hinter der Bühne bewegt

Der Backstage-Bereich umfasst alles, was Besucher nicht sehen sollen: Bühnenaufgang, Garderoben, Produktionsbüro, Technikflächen, Catering, Lager, Ladezone und oft einen Pressebereich. Hier treffen Gruppen mit sehr unterschiedlichen Berechtigungen aufeinander — Künstler und ihr Team, Bühnenbauer, Licht- und Tontechnik, Caterer, Sanitäter, Fotografen, Gäste des Veranstalters.

Ziel ist, dass jede Person dort sein kann, wo sie arbeiten muss, und nur dort. Das schützt Künstler vor Bedrängung, Technik vor Diebstahl und Bedienfehlern und die Produktion vor Störungen im entscheidenden Moment.

Das Zonenkonzept

ZoneTypische BerechtigteKontrollpunkt
Produktion allgemeinCrew, Gewerke, CateringZugang vom Gelände zum Backstage
BühneBühnentechnik, Künstler, Stage-ManagementBühnenaufgang
KünstlerbereichKünstler, Management, wenige BetreuerGarderobengang
Presseakkreditierte MedienPressebereich, Fotograben
LadezoneFahrer, Logistik, BühnenbauZufahrtstor

Jede Zone erhält eine Kennung, die über die Akkreditierung auf Ausweis oder Bändchen landet. An jedem Übergang steht eine Kontrolle — nicht nur am Haupteingang zum Backstage.

Aufgaben des Sicherheitsdienstes

  • Ausweise und Zonenkennung an jedem Übergang prüfen
  • Ausnahmen nur über den festgelegten Entscheider der Produktion zulassen und dokumentieren
  • Wege für Künstler zwischen Garderobe und Bühne frei und ruhig halten
  • Fluchtwege und Feuerwehrzufahrten im Backstage freihalten, auch wenn Material sich staut
  • verdächtige Gegenstände, Schäden und unberechtigte Personen an den Einsatzleiter melden

Fehler, die das Konzept aushebeln

Zwei Fehler sehen wir in der Praxis immer wieder. Erstens: zu viele Vollzugänge. Wenn ein großer Teil der Crew Ausweise für alle Bereiche trägt, ist das Zonenkonzept nur noch auf dem Papier vorhanden. Zweitens: Zonen ohne Kontrolle. Ein Künstlerbereich, an dessen Gang niemand steht, ist für jeden mit Produktionsausweis offen.

Weitere Schwachstellen sind Nebeneingänge über Ladezone oder Notausgänge, die zum Rauchen offen gehalten werden, sowie ein spätes Ende der Kontrolle beim Abbau, wenn Technik und persönliche Gegenstände besonders leicht verschwinden. Staffsec plant den Backstage-Bereich als eigenen Abschnitt im Veranstaltungsschutz, mit festen Posten an den Übergängen.

Häufige Fragen

Fragen zum Begriff kurz beantwortet

Wie viele Zonen sind sinnvoll?+

So wenige wie möglich, so viele wie nötig. Für ein Stadtfest reichen oft zwei oder drei, für ein großes Open Air können es deutlich mehr sein. Jede Zone braucht einen kontrollierten Übergang, sonst bringt sie nichts.

Darf der Sicherheitsdienst einem Gast des Veranstalters den Zutritt verweigern?+

Wenn der Ausweis die Zone nicht abdeckt, ja. Die Kraft setzt das Hausrecht im Auftrag des Veranstalters durch. Will der Veranstalter eine Ausnahme, gibt der festgelegte Entscheider sie frei.

Wer ist im Backstage für die Künstler zuständig?+

Für Betreuung und Ablauf ist die Produktion oder das Künstlermanagement zuständig. Der Sicherheitsdienst sorgt für ungestörte Wege und kontrollierte Zugänge, bei Bedarf auch für eine persönliche Begleitung.

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