Ein junger Ortsteil mit älter werdenden Häusern
Ellenerbrok-Schevemoor gehört zum Bremer Stadtteil Osterholz und ist mit gut zwei Quadratkilometern klein, aber dicht bewohnt: Rund 12.000 Menschen leben hier. Fast alles, was heute steht, wurde nach 1945 gebaut, die große Siedlung im Ellenerbrok zwischen etwa 1965 und 1972. Das Schevemoor war früher gemeinsames Weideland der Osterholzer Bauern. Über die Hälfte der Fläche ist heute Wohngebiet, öffentliche Parks gibt es kaum.
Für den Objektschutz bedeutet das: Die meisten Gebäude sind über 50 Jahre alt, ihre Technik ist es oft auch. Schließanlagen, Kellertüren und Beleuchtung stammen nicht selten aus Bauzeiten, in denen niemand an Videotechnik oder Zugangskarten dachte. Wer hier Eigentum schützen will, braucht vor allem Menschen, die regelmäßig nachsehen.
Welche Gebäude im Ortsteil Schutz brauchen
Die folgenden Lagen sind öffentlich beschrieben und zeigen, wo Objektschutz typischerweise ansetzt. Es sind keine Kunden genannt:
- Drei achtgeschossige Punkthochhäuser an der Graubündener Straße mit 144 Wohnungen, die sich auf viele Einzeleigentümer verteilen
- Viergeschossige Zeilenbauten im Schweizer Viertel an Züricher, Baseler und Luzerner Straße, teils vermietet, teils verkauft
- Drei Zeilenbauten von 1961 an der Armsener Straße und Geschossbauten an der Luganer Straße
- Das Schweizer Foyer am Marktplatz Osterholz 1 mit Ortsamt, Restaurant, Kita und barrierefreien Wohnungen
- Läden und Dienstleister am Einkaufsbereich St. Gotthard Straße, wo früher die Linie 1 endete
- Kita-Gebäude und Schulhöfe, die wegen Sachbeschädigungen nach Schulschluss nicht frei zugänglich sind
Viele Eigentümer, eine Hausverwaltung – und niemand vor Ort
Ein großer Teil der Wohnungen im Schweizer Viertel gehörte einmal einer einzigen Wohnungsgesellschaft. Über 900 davon wurden an die Mieter verkauft. In den Punkthochhäusern an der Graubündener Straße teilen sich 66 Eigentümer 144 Wohnungen. Ein Bremer Entwicklungskonzept beschrieb den Bereich um diese Hochhäuser und den angrenzenden Grünzug als Ort, an dem sich Bewohner unsicher fühlen.
Wenn so viele Parteien beteiligt sind, fühlt sich selten jemand zuständig für eine offene Kellertür oder eine kaputte Lampe im Hof. Hier setzen wir an: Unsere Kraft geht zu wechselnden Zeiten durch Eingänge, Kellergänge, Fahrradräume und Müllplätze. Sie zieht Türen ins Schloss, prüft Notausgänge und sieht nach, ob Fremde sich in Nebenräumen eingerichtet haben.
Am Morgen liegt der Verwaltung ein kurzer Bericht vor, mit Uhrzeit, Ort und Foto jeder Auffälligkeit. Damit kann sie Reparaturen beauftragen und gegenüber der Eigentümergemeinschaft belegen, was in der Nacht los war.
Läden, Kitas und leere Wohnungen
Der Einzelhandel im Ortsteil ist seit den 1980er Jahren deutlich geschrumpft: Zwischen 1985 und 2005 sank die Zahl der Geschäfte von 44 auf 26. Leere Ladenlokale ziehen Plakatkleber, Sprayer und manchmal auch Einbrecher an. Wir übernehmen bei Leerstand die regelmäßige Sichtkontrolle, prüfen Rollgitter und Schlösser, lüften auf Wunsch und sorgen dafür, dass Werbung und Post nicht im Eingang verrotten.
Bei Kitas und Schulen sind es oft die Wochenenden und Ferien, in denen Zäune überstiegen und Spielgeräte beschädigt werden. Eine Schließrunde am Abend und unangekündigte Kontrollen in der Nacht zeigen, dass das Gelände nicht unbeobachtet ist. Für Gebäude wie das Schweizer Foyer, in dem Verwaltung, Gastronomie, Kinderbetreuung und Wohnen unter einem Dach liegen, stimmen wir Zeiten und Wege mit allen Nutzern ab.
Wie wir den Auftrag aufbauen
Vor dem Start gehen wir das Objekt einmal mit Ihnen ab. Dabei legen wir fest, welche Türen geprüft werden, wer bei einem Schaden informiert wird und wie die Schlüssel übergeben werden. Für Wohnanlagen reichen meist mehrere Rundgänge pro Nacht. Bei Bauten mit Empfang oder Veranstaltungsräumen kann auch ein fester Posten sinnvoll sein.
Die Planung übernimmt unsere Niederlassung Bremen. Bremen gehört zu unserer Kernregion Nord, wir setzen Personal aus dem eigenen Stamm ein. Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar. Weitere Leistungen im Ortsteil finden Sie auf der Seite Sicherheitsdienst Ellenerbrok-Schevemoor, für die Nachbarschaft auf Tenever.
Richtwert für Objektschutz im Ortsteil
Als Orientierung gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo Ihr Auftrag in dieser Spanne liegt, hängt beim Objektschutz vor allem davon ab, ob eine Kraft durchgehend vor Ort bleibt oder mehrere Häuser in einer Runde anfährt, wie hoch der Anteil an Nacht- und Feiertagsstunden ist und ob zusätzliche Aufgaben wie Schlüsseldienst oder Leerstandspflege dazukommen.
Für mehrere Häuser einer Verwaltung im Schweizer Viertel lässt sich eine gemeinsame Route bilden, das senkt den Aufwand je Gebäude. Ein schriftliches Angebot erhalten Sie nach der gemeinsamen Begehung. Eine Übersicht aller Bremer Ortsteile finden Sie unter Objektschutz in Bremen.


