Ein Stadtteil aus einem Guss
Die Vahr im Bremer Osten ist ein geplanter Stadtteil. Zwischen 1957 und 1962 entstanden in der Neuen Vahr rund 11.800 Wohnungen für etwa 30.000 Menschen, gegliedert in Nachbarschaften mit eigener Grundschule und eigenem Ladenzentrum. Heute leben gut 26.700 Menschen auf etwas mehr als vier Quadratkilometern, verteilt auf die Gartenstadt Vahr sowie die Ortsteile Neue Vahr Nord, Südwest und Südost. Den größten Teil der Wohnungen ließ die GEWOBA errichten, die für die Vahr heute eine eigene Quartiers-App betreibt.
Für den Objektschutz bedeutet diese Bauweise: Viele Gebäude gleichen sich, haben aber jeweils eigene Schwachstellen. Durchgänge zwischen Zeilenbauten, Kellerzugänge an der Rückseite, Tiefgaragen, Müllplätze und Gemeinschaftsräume sind Orte, an denen sich abends niemand aufhält und Schäden oft erst am nächsten Morgen auffallen.
Gebäude und Lagen mit typischem Schutzbedarf
Die folgenden Orte zeigen, wo in der Vahr Objektschutz typischerweise gefragt ist. Es handelt sich um eine Beschreibung des Bedarfs, nicht um laufende Aufträge:
- Das Aalto-Hochhaus am Vahrer See mit 189 kleinen Wohnungen, seit 1995 unter Denkmalschutz, mit einem zentralen Eingang für viele Haushalte
- Der Große Kurfürst an der Eislebener Straße, eine Wohnanlage aus den Jahren 1970 bis 1972
- Das Einkaufszentrum Berliner Freiheit mit Wochenmarkt und dem benachbarten Bürgerzentrum Neue Vahr
- Praxis- und Geschäftsräume an der Kurt-Schumacher-Allee und der August-Bebel-Allee
- Gewerbe- und Büroflächen an der Emil-Sommer-Straße und der Sonneberger Straße
- Das frühere Sozialzentrum an der Wilhelm-Leuschner-Straße, das für eine Grundschule umgebaut werden soll, in der Zeit bis zum Bezug
Was ein Posten in der Vahr leistet
Welche Form passt, hängt vom Gebäude ab. In Wohnanlagen mit vielen Parteien ist oft keine Dauerbesetzung nötig, sondern eine sichtbare Präsenz zu bestimmten Zeiten: am frühen Abend, wenn sich Gruppen in Eingangsbereichen sammeln, oder in der Nacht, wenn Tiefgaragen und Fahrradkeller ungeschützt sind. Unsere Kräfte gehen Flure, Kellergänge und Außenanlagen ab, schließen offene Türen, melden defekte Beleuchtung und sprechen Personen an, die sich ohne erkennbaren Grund im Haus aufhalten.
In Gebäuden mit Publikumsverkehr, etwa Praxen, Beratungsstellen oder Büros, übernehmen wir Empfang und Einlass. Dort zählt, dass jemand entscheidet, wer hinein darf, und Besucher freundlich, aber bestimmt an die richtige Stelle lenkt. Abends verschließen wir das Haus, kontrollieren Fenster und Notausgänge und übergeben die Lage an die nächste Schicht oder an die vereinbarte Kontaktperson.
Ladenflächen an der Berliner Freiheit haben andere Anforderungen: Nach Geschäftsschluss stehen Rolltore, Anlieferzonen und Nebeneingänge im Mittelpunkt. Ein kurzer Kontrollgang nach Ladenschluss und ein zweiter in der Nacht reichen oft, um Aufbruchversuche zu erkennen, bevor größerer Schaden entsteht.
Leerstand und Umbau in einem dicht bewohnten Quartier
Auch in einem Stadtteil mit hoher Wohndichte stehen Gebäude zeitweise leer, etwa während einer Sanierung oder vor einer neuen Nutzung. Ein Beispiel ist das frühere Sozialzentrum an der Wilhelm-Leuschner-Straße, das für die Neue Schule Vahr angemietet, saniert und umgebaut werden soll. Solche Häuser locken Menschen an, die einen Schlafplatz suchen, Leitungen ausbauen oder Wände besprühen.
Für leere oder teilweise genutzte Gebäude vereinbaren wir feste Kontrollzeiten, prüfen Schlösser und Fenster und melden Veränderungen schriftlich. Sind Handwerker im Haus, regeln wir, wer welche Schlüssel bekommt und wann das Gebäude wieder verschlossen ist. Für Objekte in der Nachbarschaft, etwa in Schwachhausen, lässt sich die Betreuung oft zusammenfassen.
Personal, Planung und Nachweise
Bremen gehört zu unserer Kernregion Nord. Einsätze in der Vahr plant unsere Niederlassung Bremen aus dem eigenen Personalstamm. Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, wer Zutrittsentscheidungen trifft, die Sachkundeprüfung. Wir arbeiten nach ISO 9001 und DIN 77200. Vor dem ersten Dienst sehen wir uns das Objekt gemeinsam mit Ihnen an, legen Hausrecht, Kontaktpersonen und Meldewege fest und weisen die Kräfte ein.
Nach jeder Schicht erhalten Sie einen Bericht mit Zeiten, Name der Kraft und Feststellungen. Ändern sich Mieter, Öffnungszeiten oder Bauabläufe, passen wir den Plan mit Ihnen an. Rund um die Uhr erreichen Sie uns unter +49 4321 78 33 590.
Womit Sie rechnen können
Objektschutz wird nach Stunden abgerechnet. Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde, je nachdem, ob ein Kontrollgang am Abend genügt oder ein Empfang über den ganzen Tag besetzt sein soll. Nachtstunden, Wochenenden und Feiertage verschieben den Wert nach oben, eine feste Wochenplanung mit gleichbleibenden Zeiten eher nach unten.
Ein Angebot erstellen wir erst, wenn wir das Gebäude gesehen haben. Mehr über den Stadtteil lesen Sie unter Sicherheitsdienst Bremen-Vahr.


