Eine Stadt aus vielen Kernen, und jeder hat andere Gebäude
Castrop-Rauxel ist 1926 aus mehreren Gemeinden entstanden und hat bis heute kein einzelnes Zentrum, das alles bündelt. Die Altstadt rund um den Marktplatz, das Forum am Europaplatz, die Nahversorgung in Habinghorst und Ickern und die großen Handelsflächen am Rand liegen ein gutes Stück auseinander. Für den Objektschutz bedeutet das: Ein Gebäude in der Altstadt mit Ladenlokal im Erdgeschoss braucht etwas anderes als eine Halle im Gewerbegebiet oder ein Bürohaus an der Ausfallstraße.
Wir fangen deshalb nicht mit einem Paket an, sondern mit der Frage, wann Ihr Objekt leer ist, wer Zugang hat und was dort lagert. Daraus ergibt sich, ob ein fester Posten nötig ist oder ob Rundgänge zu wechselnden Zeiten reichen.
Typische Objekte in Castrop-Rauxel
Einige Beispiele zeigen, wie breit die Aufgaben in der Stadt sind:
- Neue Logistikflächen wie der RUHR Logistikpark an der Klöckner Straße, der im Sommer 2026 fertig wurde und vermietet werden soll – bis zum Einzug steht dort eine Halle mit neun Rampentoren leer
- Großflächiger Handel am Sonderstandort Siemensstraße in Habinghorst und am Westring in Behringhausen, mit Parkplätzen, Anlieferhöfen und Außenlagern für Gartenware
- Das Forum am Europaplatz mit Rathaus, Stadthalle und Europahalle, entworfen von Arne Jacobsen und Otto Weitling und heute ein geschütztes Ensemble
- Die Gewerbegebiete Habinghorst, Merklinde und Henrichenburg mit Werkstätten, Lagern und kleineren Produktionsbetrieben
- Wohnanlagen und Geschäftshäuser in der Altstadt und in Rauxel, bei denen Treppenhäuser, Tiefgaragen und Kellerräume nachts im Blick bleiben sollen
Leerstand und Neubau: die stillen Wochen absichern
Die riskanteste Zeit für ein Gebäude ist oft die zwischen Fertigstellung und Einzug oder zwischen Auszug und Verkauf. Kabel, Kupferleitungen, Beleuchtung und Sanitärteile sind dann schon eingebaut, aber niemand arbeitet im Haus. Wer abends über das Gelände geht, fällt nicht auf. Bei einer neuen Logistikhalle kommen Rampentore, oft eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und große Parkflächen hinzu.
Für solche Phasen bieten sich Kontrollgänge in unregelmäßigem Takt an, nachts und am Wochenende. Wir prüfen Tore, Türen, Fenster und Zaun, sehen nach Spuren an Schlössern und melden Wasserschäden oder ausgefallene Beleuchtung sofort. Jede Kontrolle steht mit Uhrzeit, Befund und Foto im Bericht, den Sie nach jedem Einsatz bekommen.
Verwaltung, Handel und Wohnen im Alltag
In Verwaltungsgebäuden geht es weniger um Einbruch als um Ordnung: wer kommt morgens zuerst ins Haus, wer schließt abends ab, wer begleitet Handwerker in Bereiche, die sonst verschlossen sind. Wir übernehmen Empfang und Einlass, führen Besucherlisten, geben Schlüssel nur gegen Unterschrift aus und gehen nach Dienstschluss die Etagen ab.
Im Handel verschiebt sich der Schwerpunkt auf Ladenschluss und Anlieferung. Auf großen Parkflächen an der Siemensstraße oder am Westring sammeln sich nach Geschäftsschluss gelegentlich Gruppen, Einkaufswagen verschwinden, Außenlager werden geöffnet. Ein kurzer Rundgang nach Ladenschluss und eine zweite Kontrolle in der Nacht schaffen hier oft mehr Ruhe als eine Kamera allein. In Wohnanlagen kontrollieren wir Tiefgaragen, Müllräume und Zugänge und sprechen Unbefugte freundlich, aber bestimmt an.
So planen wir den Einsatz aus der Ferne
Castrop-Rauxel liegt außerhalb unserer Kernregion Nord, ein Büro in Nordrhein-Westfalen haben wir nicht. Wir arbeiten hier vorhabenbezogen: Vor jeder Zusage prüfen wir, ob Personal, Anreise und Ablösung für die gesamte Laufzeit stehen. Erst dann bekommen Sie ein Angebot mit festem Ansprechpartner und einer Dienstanweisung für Ihr Gebäude.
Die Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, für anspruchsvollere Aufgaben die Sachkundeprüfung. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Wer Objekte in mehreren Städten hat, etwa zusätzlich in Dortmund oder Herne, kann sie mit uns gemeinsam planen. Einen Überblick über die Stadt finden Sie unter Sicherheitsdienst Castrop-Rauxel.
Was Objektschutz in Castrop-Rauxel kostet
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei einem leerstehenden Gebäude mit wenigen Kontrollen pro Nacht entscheidet vor allem, wie viele Anfahrten und wie lange Rundgänge nötig sind. Ein ständig besetzter Empfang in einem Verwaltungsbau rechnet sich anders, weil dort jede Stunde der Woche geplant werden muss. Nachtanteil, Wochenenden, Feiertage und die geforderte Qualifikation verschieben den Preis innerhalb der Spanne. Den genauen Umfang legen wir nach einer Begehung fest. Was Objektschutz grundsätzlich umfasst, lesen Sie unter Objektschutz.


