Eine Stadt, in der viele Gebäude die Rolle wechseln
Der Kohleausstieg verändert in Grevenbroich nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch Gebäude. In Neurath wurden zwischen Ende 2021 und März 2024 fünf ältere Kraftwerksblöcke abgeschaltet, in Frimmersdorf sind die letzten Blöcke seit 2021 außer Betrieb. Die großen Maschinenhäuser bleiben stehen, bis sie abgebrochen oder umgebaut werden. Auch in der Innenstadt ist vieles in Bewegung: Für das Quartier südlich des Bahnhofs hat der Rat im Dezember 2024 einen Rahmenplan beschlossen, der Umnutzungen und Neubauten über viele Jahre vorsieht.
Zwischen der letzten Nutzung und der neuen vergehen oft Monate. In dieser Zeit stehen Gebäude mit Technik, Leitungen und Einrichtung leer. Objektschutz soll dann zweierlei leisten: zeigen, dass jemand nach dem Rechten sieht, und Schäden früh bemerken, bevor aus einem eingedrückten Fenster ein Wasserschaden oder eine Vermüllung wird.
Objekte mit Schutzbedarf im Stadtgebiet
Die Liste nennt Gebäude und Bereiche, an denen in Grevenbroich typischerweise Objektschutz gebraucht wird. Es handelt sich um Beispiele für Bedarf, nicht um Aufträge.
- Bahnhofsquartier: früheres Finanzamt und ehemaliges Verwaltungsgebäude an der Erckensstraße, die umgenutzt werden sollen
- Altes Schloss an der Erft mit Tagungssälen, Restaurant und dem Ausstellungshaus Haus Hartmann
- Villa Erckens von 1887 mit dem Museum der Niederrheinischen Seele und dem Kulturamt
- Maschinenhaus des Kraftwerks Frimmersdorf, das als Denkmal erhalten und umgebaut werden soll
- Stillgelegte Blöcke A bis E am Kraftwerk Neurath
Einen Überblick über ganz Nordrhein-Westfalen gibt die Seite Objektschutz in Nordrhein-Westfalen.
Leerstand: Rundgänge statt Dauerbesetzung
Ein leerstehendes Verwaltungsgebäude braucht selten jemanden, der rund um die Uhr im Foyer sitzt. Wirksamer sind unregelmäßige Rundgänge zu wechselnden Zeiten, auch am Wochenende. Unsere Kräfte gehen dabei außen um das Gebäude, prüfen Türen, Fenster, Kellerschächte und Zäune, sehen bei Frost nach Heizung und Wasserleitungen, soweit Sie uns Zugang geben, und entfernen Werbezettel und Sperrmüll vom Eingang, damit das Haus nicht verlassen wirkt.
Jeder Rundgang endet mit einem kurzen Bericht: Uhrzeit, was kontrolliert wurde, was aufgefallen ist, auf Wunsch mit Foto. So sehen Eigentümer und Versicherer auch nach Wochen nachvollziehbar, dass das Objekt regelmäßig betreut wurde. Stellt sich heraus, dass an einer Stelle immer wieder Menschen über den Zaun steigen, verlegen wir die Kontrollen in Absprache mit Ihnen dorthin.
Historische Säle und öffentliche Häuser
Anders liegt der Fall bei Gebäuden, die genutzt werden, aber nicht jeden Tag. Im Alten Schloss finden Tagungen, Trauungen, Ausstellungen und Konzerte statt, in der Villa Erckens ist ein Museum untergebracht. Wertvolle Ausstattung, Exponate und Technik bleiben dort nach Veranstaltungsende im Haus. Wir übernehmen Schließdienste nach dem letzten Gast, prüfen dabei Notausgänge, Fenster und Nebenräume und stellen auf Wunsch Personal für den Empfang, die Garderobe oder die Aufsicht in Ausstellungsräumen.
Bei Umbau- oder Sanierungsphasen kommen Handwerker dazu, die Schlüssel und Zugangscodes brauchen. Dann regeln wir mit Ihnen, wer wann ins Haus darf, öffnen und schließen zu den vereinbarten Zeiten und halten fest, welche Firma an welchem Tag im Gebäude war.
Vorhabenbezogen geplant, fest besetzt
Staffsec hat den Hauptsitz in Neumünster und Niederlassungen in Berlin und Bremen. Grevenbroich liegt außerhalb dieser Kernregion, ein Büro in Nordrhein-Westfalen haben wir nicht. Deshalb prüfen wir jeden Objektschutz in der Stadt einzeln: Lässt sich der gewünschte Rhythmus mit einem festen Personalstamm abdecken, und ist die Anreise auf Dauer tragbar? Erst danach machen wir ein Angebot.
Vor dem Start sehen wir uns das Objekt gemeinsam mit Ihnen an und schreiben eine Dienstanweisung mit Rundgangsweg, Kontrollpunkten und Ansprechpartnern. Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, unsere Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Allgemeines zur Leistung lesen Sie unter Objektschutz, Angaben zur Stadt unter Sicherheitsdienst Grevenbroich.
Kosten für Objektschutz in Grevenbroich
Wir kalkulieren mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Beim Objektschutz entscheidet vor allem die Form: Einzelne Rundgänge pro Nacht kosten deutlich weniger Stunden als eine ständig besetzte Empfangsloge. Dazu kommen die Lage der Einsatzzeiten, Wochenend- und Feiertagsanteile sowie die Dauer des Leerstands. Für ein Gebäude, das nur ein paar Wochen bis zum Baubeginn überbrückt werden muss, rechnen wir anders als für ein Objekt mit unbestimmtem Ende. Sagen Sie uns, was geschützt werden soll und wie lange, dann nennen wir einen festen Preis.


