Ein Industriestandort, der nicht nur aus Kohle besteht
Grevenbroich wird oft mit den Kraftwerken Frimmersdorf und Neurath gleichgesetzt. Das Bild ist zu eng. Am 22. August 1916 wurde der Grundstein für das Erftwerk gelegt, ab Dezember 1917 lief dort die Aluminiumhütte. Die Öfen sind seit 1980 aus, doch das Metall ist geblieben: Nebenan entstand ein Walzwerk, das heute zur Speira GmbH gehört und seinen Sitz an der Aluminiumstraße hat. In die früheren Hüttenhallen zogen weitere Betriebe ein, darunter ein Aluminiumrecycler und Tokai Erftcarbon, ein Hersteller großformatiger Graphitelektroden für Elektrostahlwerke.
Im Norden der Stadt, in Wevelinghoven, wird seit 1874 Zucker produziert, heute von Pfeifer & Langen. Auf demselben Gelände stellt Intersnack Kartoffelchips und andere Knabberartikel her. Und im Industriegebiet Ost hat Lidl 2024 ein Waren- und Verwaltungszentrum mit rund 50.700 Quadratmetern Nutzfläche in Betrieb genommen. Werkschutz hat in Grevenbroich also mit Metall, Lebensmitteln und Handelslogistik zu tun – drei Branchen mit ganz unterschiedlichen Regeln am Tor.
Wo Werkstore in Grevenbroich besetzt werden müssen
Die folgende Übersicht zeigt, an welchen Standorten der Stadt typische Werkschutzaufgaben anfallen. Sie beschreibt den Bedarf, nicht unsere Auftraggeber.
- Aluminiumstraße: Walzwerk von Speira mit Fertigung und Versand von Walzprodukten
- Frühere Erftwerk-Hallen: Aluminiumrecycling und die Graphitelektroden-Fertigung von Tokai Erftcarbon
- Wevelinghoven: Zuckerfabrik von Pfeifer & Langen und das Snackwerk von Intersnack auf einem gemeinsamen Gelände
- Industriegebiet Ost an der L 361: Warenverteilzentrum von Lidl für bis zu 110 Filialen in Nordrhein-Westfalen
- Industriegebiet Kapellen nahe der A 46, das nach und nach erweitert wird
Wie sich Werkschutz über das ganze Land verteilt, lesen Sie auf der Seite Werkschutz in Nordrhein-Westfalen.
Metall am Tor: Ladung, Papiere und Ausfahrt
In der Aluminiumverarbeitung verlassen Coils und Bänder das Werk, angeliefert werden Barren und Schrott zum Einschmelzen. Am Werkstor gleichen unsere Kräfte Lieferscheine und Kennzeichen mit Ihren Avisen ab, prüfen auf Wunsch Plomben und die Zuordnung der Ladung und tragen jede Ein- und Ausfahrt mit Uhrzeit in das Torbuch ein. Weicht etwas ab, verlässt das Fahrzeug den Hof erst nach Rücksprache mit Ihrer Versand- oder Schichtleitung.
Ein Werk im durchgehenden Schichtbetrieb kennt keine ruhige Stunde. Gerade zum Schichtwechsel drängen Beschäftigte, Lieferverkehr und Fremdfirmen gleichzeitig durch das Tor. Wir planen die Pforte deshalb so, dass zu diesen Zeiten genug Kräfte vor Ort sind, und schreiben die Übergabe zwischen den Schichten schriftlich, damit offene Punkte nicht verloren gehen.
Lebensmittel und Lager: andere Regeln, gleiche Sorgfalt
In der Zucker- und Snackproduktion stehen Hygiene und Rückverfolgbarkeit im Vordergrund. Besucher und Handwerker dürfen nur nach Unterweisung und mit passender Schutzkleidung in die Produktion, Fahrzeuge werden bestimmten Rampen zugewiesen. Unsere Kräfte setzen Ihre Hygieneordnung am Tor um, geben Besucherausweise aus, sorgen dafür, dass Ihre Unterweisung vor dem ersten Schritt aufs Gelände stattfindet, und gleichen am Abend ab, ob alle Gäste das Werk wieder verlassen haben.
In einem großen Verteilzentrum wiederum zählt der Takt. Lkw kommen nach Zeitfenstern, Fahrer warten auf ihre Rampe, Leergut und Retouren laufen zurück. Hier übernehmen wir Einweisung, Wartezonen-Kontrolle und das Abhaken der Avisliste, damit sich der Verkehr nicht auf die Zufahrtsstraße zurückstaut. Nachts gehen wir über Hof und Außenlager, prüfen Tore, Wechselbrücken und Beleuchtung und informieren Ihre Ansprechpartner, wenn etwas auffällt.
Wie wir einen Werkschutz in Grevenbroich aufsetzen
Unser Hauptsitz liegt in Neumünster, Niederlassungen haben wir in Berlin und Bremen. Nordrhein-Westfalen gehört nicht zu dieser Kernregion, und wir haben im Rhein-Kreis Neuss kein Büro. Werkschutz in Grevenbroich übernehmen wir deshalb vorhabenbezogen: Bevor wir zusagen, prüfen wir, ob sich die Pforte dauerhaft mit einem festen Stamm und eingearbeiteten Vertretungen besetzen lässt. Erst wenn Personal und Anreise geklärt sind, bekommen Sie ein Angebot.
Danach gehen wir das Gelände mit Ihnen ab, halten Tore, Rampen, Sperrbereiche und Meldewege in einer Dienstanweisung fest und richten sie an Ihrer Werksordnung aus. Alle eingesetzten Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, für anspruchsvolle Kontrollaufgaben setzen wir Personal mit Sachkundeprüfung ein. Unsere Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Leistung allgemein finden Sie unter Werkschutz, Hintergründe zur Stadt unter Sicherheitsdienst Grevenbroich.
Womit Sie beim Preis rechnen können
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo Ihr Werk in dieser Spanne liegt, hängt vor allem davon ab, wie viele Stunden am Tag das Tor besetzt sein soll und wie lange der Auftrag läuft. Eine Pforte, die über Jahre in allen Schichten besetzt ist, plant sich anders als ein Werksurlaub im Sommer oder ein Stillstand über zwei Wochen. Nachtstunden, Sonn- und Feiertage, Zusatzaufgaben wie Verwiegung oder Empfang und die geforderte Qualifikation fließen ebenfalls ein. Mit Schichtplan und Laufzeit nennen wir Ihnen einen festen Preis.


