Eine Stadt aus zwei Zentren
Hohenstein und Ernstthal waren bis 1898 zwei eigenständige Städte, und das sieht man bis heute. Statt einer einzigen Hauptstraße gibt es den Altmarkt mit dem Rathaus und den Neumarkt, dazwischen Geschäftsstraßen wie die Weinkellerstraße, die Conrad-Clauß-Straße und die Dresdner Straße. Beide Kerne sind als Sanierungsgebiete ausgewiesen. Auf knapp 19 Quadratkilometern leben heute rund 13.700 Menschen, deutlich weniger als 1990, als es noch fast 18.800 waren.
Diese Entwicklung hat Spuren hinterlassen. Im Förderprogramm „Aufwärts in HOT“ hat die Stadt sechs leere Ladenräume angemietet, etwa am Altmarkt 25 und in der Weinkellerstraße, und auf Zeit an neue Nutzer weitergegeben. Das zeigt, wie viel Bewegung in den Erdgeschossen ist: Mieter ziehen ein und aus, Flächen stehen Wochen oder Monate leer, Umbauten laufen bei laufendem Betrieb nebenan.
Welche Gebäude Objektschutz brauchen
Ein leerer Laden fällt Passanten schnell auf. Werbung im Schaufenster verschwindet, Post stapelt sich hinter der Tür, und irgendwann probiert jemand, ob die Hintertür nachgibt. Das gilt auch für Hallen, deren Maschinen schon abgebaut sind, deren Strom- und Wasseranschlüsse aber noch bestehen. Je früher solche Häuser regelmäßig kontrolliert werden, desto seltener kommt es zu Einbrüchen, Vandalismus oder Wasserschäden, die erst Wochen später bemerkt werden.
- Ladenlokale und Wohn- und Geschäftshäuser rund um Altmarkt, Neumarkt und Weinkellerstraße, besonders zwischen zwei Mietverhältnissen
- Frühere Textilbetriebe wie Malitex, Naplafa an Linden- und Antonstraße oder Turmalin an der Conrad-Clauß-Straße, die zu Wohnungen umgebaut wurden
- Werkhallen an der Zeißigstraße, wo nach dem Rückzug eines Konzerns neue Nutzer einziehen
- Freizeitbauten am Pfaffenberg, darunter das Berggasthaus von 1911, das derzeit geschlossen ist
- Öffentliche Gebäude wie das Rathaus am Altmarkt oder das Amtsgericht, wenn bei Umbauten Zugänge offen stehen
Was unsere Kräfte vor Ort tun
Objektschutz kann eine feste Besetzung sein, etwa während eines Umbaus, wenn Fenster ausgebaut sind und die Baustelle in ein bewohntes Haus übergeht. Häufiger sind in einer Stadt dieser Größe wiederkehrende Kontrollgänge zu festgelegten oder wechselnden Zeiten. Die Kräfte gehen dabei die Außenhaut ab, prüfen Türen, Rolltore, Fenster und Kellerschächte, sehen nach Spuren an Schlössern und kontrollieren, ob Licht brennt, wo keines brennen sollte.
Nach Sturm oder Frost achten sie auf lose Dachziegel, verstopfte Rinnen, geplatzte Leitungen oder eindringendes Wasser. Bei Schmierereien, aufgebrochenen Türen oder Spuren von Übernachtungen machen sie Fotos und melden den Befund sofort an den Ansprechpartner, den Sie benennen. Jede Kontrolle steht mit Uhrzeit im Bericht, damit Sie auch gegenüber Ihrer Versicherung zeigen können, wann das Gebäude zuletzt in Ordnung war.
Schlüssel übernehmen wir gegen Quittung und verwahren sie sicher; jede Ausgabe wird protokolliert. Ist ein Gebäude an eine Alarmanlage angeschlossen, die von einer Notruf- und Serviceleitstelle überwacht wird, können wir nach deren Verständigung vor Ort nachsehen.
Planung außerhalb unserer Kernregion
Unser Hauptsitz liegt in Neumünster, unsere Kernregion reicht von Schleswig-Holstein bis Berlin und Brandenburg. In Sachsen haben wir kein Büro. Einsätze in Hohenstein-Ernstthal übernehmen wir deshalb vorhabenbezogen: Vor jeder Zusage prüfen wir, wie die Anfahrt organisiert wird und welche Kräfte aus unserem Personalstamm verfügbar sind. Am besten eignen sich Aufträge mit klarem Zeitraum, etwa die Wochen zwischen Auszug und Neuvermietung oder die Dauer eines Umbaus.
Sie erhalten einen festen Ansprechpartner, eine schriftliche Dienstanweisung mit Zeiten, Rundgängen und Meldewegen und vor Beginn eine Einweisung unserer Kräfte in Ihr Objekt. Das Personal ist nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft. Allgemeines zur Leistung lesen Sie unter Objektschutz, den Überblick für das Land unter Objektschutz in Sachsen. Was wir in der Stadt sonst übernehmen, steht auf der Seite Sicherheitsdienst Hohenstein-Ernstthal.
Wovon die Kosten abhängen
Als Richtwert für Objektschutz gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo Ihr Auftrag in dieser Spanne liegt, entscheiden vor allem Art und Takt der Kontrollen: Zwei Rundgänge pro Nacht an einem Ladenlokal sind etwas anderes als eine durchgehende Besetzung eines Rohbaus. Nachtstunden, Sonn- und Feiertage und die Anreise nach Westsachsen fließen ebenfalls ein. Wer mehrere Häuser in der Innenstadt hat, kann die Kontrollen bündeln und so den Aufwand je Objekt senken. Im Angebot sehen Sie Stunden, Zeiten und Anfahrt getrennt aufgeführt.


