Eine Kreisstadt mit vielen öffentlichen Häusern
Neuruppin zählt knapp 32.000 Einwohner und ist seit 1952 Kreisstadt. Heute sitzt hier die Verwaltung des Landkreises Ostprignitz-Ruppin, dazu kommen Landgericht, Amtsgericht, Sozialgericht und Arbeitsgericht sowie die Staatsanwaltschaften in der Feldmannstraße. Für eine Stadt dieser Größe ist das eine ungewöhnliche Dichte an Behörden. Jedes dieser Häuser hat Publikumsverkehr, Akten mit vertraulichem Inhalt und Mitarbeitende, die mit Konflikten umgehen müssen.
Tagsüber verlangt das vor allem einen geordneten Empfang: Wer kommt zu wem, wer darf in welchen Flur, wer wartet wo. Abends und am Wochenende verschiebt sich die Aufgabe. Dann geht es um verschlossene Türen, abgeschaltete Kaffeemaschinen, offene Fenster im dritten Stock und um die Frage, ob in einem Archivraum noch Licht brennt. Objektschutz heißt für uns, beide Hälften des Tages im Blick zu behalten.
Typische Objekte in Neuruppin
Die folgenden Orte zeigen, wo in der Stadt Schutzaufgaben anfallen. Es sind Beispiele, keine Referenzen:
- Gerichte und Staatsanwaltschaften, bei denen Verhandlungstage mit vielen Beteiligten und ruhige Nächte wechseln
- die Kreisverwaltung mit Publikumsverkehr, Sitzungen und Akten
- die Wohnkomplexe I bis III aus den 1970er und 1980er Jahren mit Kellern, Müllplätzen und Hauseingängen
- leer stehende städtische Gebäude wie die frühere Kita in der Gutsstraße in Gnewikow, die zum Verkauf steht
- Geschäfte und Praxen in der klassizistischen Altstadt zwischen Wallanlagen und Seeufer
Jedes dieser Objekte braucht eine eigene Dienstanweisung. Was am Eingang eines Gerichts richtig ist, passt nicht zu einem Mehrfamilienhaus in einem Wohnkomplex.
Wohnquartiere und Leerstand
In den drei Wohnkomplexen entstanden ab den 1970er Jahren Plattenbauten der Serien IW 64 und WBS 70. Die Stadt wuchs damals von rund 18.000 auf 33.000 Einwohner. Die Wohnungen gehören heute kommunalen und genossenschaftlichen Vermietern. Für Wohnungsunternehmen sind es selten die Wohnungen selbst, die Sorgen machen, sondern die Gemeinschaftsflächen: aufgebrochene Kellerverschläge, Sperrmüll in Durchgängen, beschädigte Briefkastenanlagen, Gruppen in Hauseingängen.
Hier wirken regelmäßige Kontrollgänge zu wechselnden Zeiten. Unsere Kräfte prüfen Türen und Schließanlagen, sprechen Personen ohne Bezug zum Haus höflich an, dokumentieren Schäden mit Foto und Uhrzeit und geben die Meldung an Hausverwaltung oder Hausmeister weiter. Wo Mieter Fragen haben, verweisen sie an die richtige Stelle, ohne selbst Zusagen zu machen.
Anders liegt der Fall bei leeren Gebäuden. Ein Haus, das auf Käufer oder Umbau wartet, zieht Neugierige, Metallsammler und andere ungebetene Gäste an. Wir sichern Zugänge, kontrollieren Zäune und Fenster, achten auf Wasserschäden und Spuren von Aufenthalten und berichten Ihnen, was sich seit dem letzten Gang verändert hat.
Empfang, Verschluss und Rundgang
Für Behörden und Bürohäuser übernehmen wir den Empfangsdienst: Besucher anmelden, Ausweise prüfen, Gäste zu Sitzungssälen begleiten und Lieferanten einweisen. Bei Sitzungstagen mit vielen Beteiligten stellen wir zusätzliche Kräfte an Eingängen und Wartebereichen. Kontrollen am Eingang führen wir nur in dem Umfang durch, den Ihr Hausrecht und Ihre Vorgaben erlauben.
Zum Feierabend folgt der Verschlussdienst. Unsere Kraft geht die Etagen ab, schließt Fenster und Türen, schaltet nach Ihrer Liste Geräte und Licht aus und aktiviert die Meldeanlage nach Ihrem Ablauf. Alles, was auffällt, steht mit Uhrzeit im Bericht. Morgens kann der Aufschluss in derselben Hand liegen, sodass zwischen Abend und Morgen niemand anderes Zugang braucht.
Wenn kein ständiger Posten nötig ist, kombinieren wir Objektschutz mit Kontrollfahrten. Das Gebäude wird dann mehrmals pro Nacht angefahren und von außen und innen geprüft.
Planung aus Berlin, Einsatz in der Fontanestadt
Ein eigenes Büro in Neuruppin haben wir nicht. Die Einsätze plant unsere Zweigniederlassung Berlin in der Aroser Allee 81, die Stadt liegt über die A 24 rund 60 Kilometer nordwestlich. Brandenburg gehört zu unserer Kernregion Nord, wir besetzen Posten hier aus dem eigenen Personalstamm. Auch Objekte in Nachbarorten wie Oranienburg oder Wittstock/Dosse planen wir von dort.
Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, für Empfang mit Zutrittsentscheidungen setzen wir Personal mit Sachkundeprüfung ein. Wir arbeiten nach DIN 77200 und sind nach ISO 9001 zertifiziert. Vor dem ersten Dienst gibt es eine Begehung, eine schriftliche Dienstanweisung und eine Einweisung am Objekt. Mehr zur Stadt finden Sie auf unserer Seite Sicherheitsdienst Neuruppin.
Was Objektschutz in Neuruppin kostet
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein Empfang zu Bürozeiten liegt am unteren Ende, eine Nachtbesetzung an Sonn- und Feiertagen eher am oberen. Wer Empfang, Verschluss und nächtliche Kontrollen in einem Auftrag bündelt, spart Anfahrten und Übergaben.
Für Wohnungsunternehmen mit mehreren Häusern lohnt sich oft eine feste Runde statt einzelner Posten. Wir rechnen Ihnen beide Wege durch und legen offen, wie sich der Preis zusammensetzt. Einen Überblick über das ganze Land gibt die Seite Objektschutz Brandenburg.


