Was Wolfenbüttel für den Objektschutz besonders macht
Wolfenbüttel zählt gut 52.500 Einwohner und ist trotzdem ein Ort, an dem Werte lagern, die anderswo nur Großstädte haben. Über Jahrhunderte war die Stadt Residenz der Herzöge von Braunschweig-Wolfenbüttel; aus dieser Zeit stammen das Schloss, die Bibliothek und ein Stadtbild, in dem nach Wikipedia rund 600 Fachwerkhäuser unter Denkmalschutz stehen.
Für den Objektschutz heißt das: Es geht selten um die große Halle am Stadtrand, sondern um verwinkelte Gebäude mit vielen Türen, Hinterhöfen und Nebeneingängen. Wer hier ein Haus sichern will, muss zuerst wissen, wo Besucher, Lieferanten und Beschäftigte jeweils hineinkommen und welche Räume nach Schluss niemand mehr betreten darf.
Gebäude und Lagen mit typischem Schutzbedarf
Diese realen Orte zeigen, wo in der Stadt Objektschutz eine Rolle spielt:
- Herzog August Bibliothek – Hauptbau Bibliotheca Augusta am Lessingplatz 1, Zeughaus am Schloßplatz 12 mit Lesesaal und Ausstellungen, dazu Leibnizhaus und Lessinghaus; der Bestand umfasst etwa eine Million Medien
- Schloss Wolfenbüttel – Schlossmuseum mit barocken Repräsentationsräumen, im Nordflügel die Bundesakademie für kulturelle Bildung, dazu das Gymnasium im Schloss
- Stadtmarkt 3–6 – Sitz der Stadtverwaltung mitten in der Heinrichstadt
- Staatsarchiv Wolfenbüttel als Abteilung des Niedersächsischen Landesarchivs
- Gneisenau-Gelände – frühere Kaserne, heute mit Polizei, THW und DRK-Rettungsdienst
Hinzu kommen Geschäftshäuser und Wohnanlagen in Juliusstadt und Auguststadt, Praxen, Kanzleien und Vereinsheime. Wo ein Laden länger leer steht, genügt oft schon, dass jemand regelmäßig Türen, Fenster und Hofeinfahrten prüft und Auffälligkeiten sofort meldet.
Empfang und Aufsicht, wo Sammlungen öffentlich sind
In Häusern mit Ausstellungen oder Lesesälen ist der Objektschutz Teil des Betriebs. Unsere Kräfte besetzen den Eingang, achten auf die Taschenregeln des Hauses, weisen Besuchern den Weg und behalten Räume im Blick, in denen Vitrinen, Globen oder Handschriften gezeigt werden. Wer eine Absperrung übersieht, wird freundlich angesprochen, bevor etwas passiert.
Nach Ende der Öffnungszeit folgt die Schließrunde: Räume leer, Fenster zu, Nebentüren verriegelt, Licht aus, wo es aus sein soll. Was nicht stimmt, melden wir an die von Ihnen benannte Person und halten es mit Uhrzeit im Bericht fest. Mehrere Gebäude derselben Einrichtung lassen sich in einer Runde verbinden, wenn sie wie am Schloßplatz nur wenige Schritte auseinanderliegen.
Behörden, Wohnanlagen und Leerstand
Bei Verwaltungen geht es um Hausrecht im Wartebereich, um Einlass außerhalb der Sprechzeiten und um Zugänge zu Archiven, die nicht jedem offenstehen. Wir arbeiten nach einer Dienstanweisung, die mit Ihnen abgestimmt ist: Wer darf wohin, wer entscheidet im Zweifel, wer wird bei einem Vorfall angerufen.
Für Wohnungsunternehmen und Hausverwaltungen bieten sich Streifen am Abend und in der Nacht an, etwa in Treppenhäusern, Kellern und Tiefgaragen. Bei Leerstand nach Auszug oder vor einer Sanierung reichen häufig unregelmäßige Kontrollen statt einer dauerhaft besetzten Wache. Besteht eine Alarmanlage, klären wir vorher, wer uns im Alarmfall verständigt und wie wir auf das Gelände kommen.
Planung aus der Kernregion Nord
Wolfenbüttel gehört zu unserer Kernregion Nord. Wir planen den Einsatz aus dem Personalstamm der Region, geführt vom Hauptsitz in Neumünster; ein eigenes Büro in Wolfenbüttel haben wir nicht. Vor dem ersten Dienst sehen wir uns das Objekt gemeinsam mit Ihnen an, legen Posten und Zeiten fest und arbeiten die Kräfte ein, die dort eingesetzt werden.
Eingesetzt wird Personal mit Unterrichtung nach § 34a GewO, für Einlass und Ansprache von Besuchern mit Sachkundeprüfung. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Wer Objekte auch in Braunschweig oder Salzgitter hat, kann alles in einem Auftrag bündeln. Mehr zur Leistung finden Sie unter Objektschutz, den Überblick für das Land unter Objektschutz in Niedersachsen.
Was Objektschutz in Wolfenbüttel kostet
Als Richtwert nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde. Beim Objektschutz bestimmt vor allem die Form des Einsatzes, wo Ihr Auftrag liegt: Ein Empfang zu Öffnungszeiten an Werktagen ist anders kalkuliert als eine Nachtwache an Sonn- und Feiertagen. Auch die nötige Qualifikation und die Zahl gleichzeitig besetzter Posten spielen hinein.
Häufig ist eine Mischung sinnvoll: tagsüber eine feste Kraft am Eingang, nachts nur Kontrollen in wechselndem Takt. Wir rechnen Ihnen die Varianten vor und sagen offen, welche für Ihr Haus ausreicht.


