Wann sich ein Revierdienst lohnt
Nicht jedes Objekt braucht eine Wache, die die ganze Nacht vor Ort bleibt. Für einen Laden, eine Lagerhalle, ein Büro oder ein leeres Gebäude reichen oft Kontrollen zu bestimmten Zeiten: abends das Verschließen, nachts ein unangekündigter Kontrollgang, morgens das Aufschließen für die erste Schicht, und dazu jemand, der kommt, wenn die Alarmanlage auslöst. Genau das ist Revierdienst.
In München kommen dafür ganz unterschiedliche Objekte in Frage. Die Stadt gliedert sich in 25 Stadtbezirke mit zusammen gut 1,5 Millionen Einwohnern, und in fast jedem gibt es Gewerbeflächen, Handel und öffentliche Bauten, die nachts leer stehen. Die folgenden Gebiete zeigen typische Konstellationen. Wir nennen sie als Beispiele für den Bedarf, nicht als Gebiete, in denen wir bereits tätig sind.
Ingolstädter Straße: große Hallen im Münchner Norden
Beiderseits der Ingolstädter Straße in Freimann und Milbertshofen erstreckt sich ein Industriepark über 215 Hektar. Er entstand ab 1963 nach amerikanischem Vorbild als geplantes Gewerbegebiet. Geprägt wird er von großen Verkaufshallen, Abholgroßmärkten und Fachmärkten, kleinere Gewerbeeinheiten liegen vor allem westlich der Ingolstädter Straße, einige Firmen haben eigene Gleisanschlüsse.
Im April 2022 hat der Stadtrat beschlossen, eine Umwandlung des Gebiets in ein Wohnquartier zu planen. Bis dahin bleibt es ein Gelände mit weiten Parkplätzen, Laderampen und Hallen, die nach Ladenschluss leer sind. Revierdienst bedeutet hier: Rolltore und Notausgänge prüfen, Parkflächen auf abgestellte Fahrzeuge und abgeladenen Müll kontrollieren, Auffälligkeiten mit Foto melden.
Werksviertel und Freiham Süd: Nachtleben und Fachmärkte
Das Werksviertel am Ostbahnhof umfasst rund 39 Hektar. Wo früher Pfanni produzierte, folgten ab 1996 der Kunstpark Ost und die Kultfabrik, die Clubs der Optimolwerke liefen bis 2018. Heute stehen dort Büros, Hotels im umgebauten Kartoffelsilo und das WERK3. Ein Gebiet, das nachts belebt ist, braucht andere Kontrollen als eines, das nachts schläft: Eingänge zu Büroetagen, Tiefgaragen und Anlieferzonen werden geprüft, während draußen noch Betrieb herrscht.
Im Westen der Stadt liegt Freiham Süd an der Bodenseestraße. Seit 2007 gibt es dort einen Baumarkt, seit 2008 ein großes Möbelhaus, und das Gebiet ist über einen Halbanschluss an die A 96 angebunden. Großflächiger Handel mit Außenlager und Gartenmarkt ist ein typisches Revierobjekt: viel Ware im Freien, Zäune, die regelmäßig nachgesehen werden müssen, und Container, die über Nacht stehen.
Messestadt Riem und Allach: Wohnen neben Gewerbe
Auf dem früheren Flughafengelände in Riem sind neben der Messe ein Wohngebiet, die Riem Arcaden, Bürogebäude und zahlreiche Firmen entstanden, mit dem Schuljahr 2024/25 kam der Bildungscampus Messestadt Riem für bis zu 2.400 Schüler dazu. In solchen gemischten Lagen geht es oft um Schulen, Kitas und Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss, die abends abgeschlossen und am Wochenende kontrolliert werden.
Allach im Nordwesten hat die größte Konzentration an Industrie- und Gewerbefläche der Stadt, zugleich ist dort 2019 das Einkaufszentrum EVER.S am Oertelplatz eröffnet worden. Wo Fertigung zurückgegangen ist und Flächen brachliegen, sind Leerstandskontrollen gefragt: Ist das Gebäude verschlossen, sind Fenster und Zaun heil, läuft irgendwo Wasser?
Leerstand auf Zeit: Gasteig und Paketposthalle
Zwei bekannte Münchner Bauten stehen vor einer Phase, in der sie zeitweise leer sind. Der Gasteig in Haidhausen soll nach dem Ende der Zwischennutzung bis Ende Januar 2027 geräumt übergeben werden, die Paketposthalle an der Arnulfstraße dient bis zum Baubeginn Zwischennutzungen, nachdem dort 2024 der Briefbetrieb endete. Für Eigentümer und Projektgesellschaften solcher Objekte passen Kontrollgänge zu wechselnden Zeiten oft besser als eine teure Dauerwache.
Was dabei zu tun ist, legen wir in einer Dienstanweisung fest:
- Verschluss- und Aufschlussdienst zu festen Zeiten mit Protokoll
- unangekündigte Kontrollgänge zu wechselnden Uhrzeiten, auch am Wochenende
- Alarmverfolgung nach Meldung Ihrer Notruf- und Serviceleitstelle oder Ihres Errichters
- Prüfung von Außenhaut, Zäunen, Toren, Fenstern und Technikräumen
- Bericht mit Uhrzeit und Foto bei jeder Auffälligkeit
So entscheiden wir über Münchner Revieraufträge
Staffsec hat seinen Hauptsitz in Neumünster, dazu Standorte in Berlin und Bremen; in Bayern sind wir ohne eigene Stelle. Ein Revierdienst lebt davon, dass die Kontrollen zuverlässig stattfinden. Deshalb prüfen wir vor jeder Münchner Zusage, wie viele Kontrollen pro Nacht verlangt sind, über welchen Zeitraum, und ob sich dafür eine verlässliche Besetzung mit Vertretung planen lässt. Ist das nicht der Fall, sagen wir den Auftrag ab, bevor Sie sich darauf verlassen.
Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO. Wir sind nach ISO 9001 zertifiziert und arbeiten nach DIN 77200. Hintergrund zur Leistung finden Sie unter Revier- und Interventionsdienste, die bayerische Übersicht unter Revierdienst in Bayern.
Kosten: nach Kontrollen, nicht nach Anwesenheit
Für Revierdienst gilt als Richtwert eine Spanne von 23 bis 50 € netto je Stunde. Weil hier keine Dauerbesetzung bezahlt wird, sondern einzelne Kontrollen und Einsätze, hängt der Betrag davon ab, wie oft und zu welchen Uhrzeiten kontrolliert wird, wie lange ein Kontrollgang auf Ihrem Gelände dauert und ob Alarmverfolgung dazukommt. Nachtstunden, Sonn- und Feiertage weisen wir gesondert aus.
Wir rechnen Ihnen auf Wunsch auch die Variante mit Dauerwache vor, damit Sie beide vergleichen können. Weitere Leistungen für die Stadt finden Sie unter Sicherheitsdienst München.


