Industrie hinter der Altstadt
Amberg wird oft über Stadtbrille und Mauerring wahrgenommen. Wirtschaftlich steht die Stadt aber auf Industrie: Die Wirtschaftsleistung je Einwohner lag 2016 deutlich über dem bayerischen Mittel, und größter Arbeitgeber ist Siemens mit zwei Werken an der Werner-von-Siemens-Straße. Dazu kommen Maschinenbau, Metallverarbeitung, Kunststoff, Glas und eine Gießerei mit über hundertjähriger Geschichte.
Für einen Werkschutz heißt das: Es gibt Betriebe mit vielen Hundert Beschäftigten im Schichtbetrieb, mit hohem Lieferaufkommen und mit Bereichen, die nur bestimmte Personen betreten dürfen. Die Unternehmen nennen wir hier als Beispiele für das Umfeld. Dass wir für sie arbeiten, behaupten wir nicht.
Betriebe und Standorte, die Werkschutz kennen
Aus den Angaben der Stadt, der Unternehmen und frei zugänglicher Nachschlagewerke lassen sich diese Standorte nennen:
- das Elektronikwerk Amberg von Siemens, in dem Steuerungen der Simatic-S7-Familie und Bediensysteme gefertigt werden, und das benachbarte Gerätewerk für Schaltgeräte der Sirius-Reihe; am Standort gibt es seit 2021 auch ein Besucherzentrum
- die Luitpoldhütte im Stadtteil Luitpoldhöhe, eine Gießerei mit rund 380 Beschäftigten, die Teile von etwa 100 bis 1.000 Kilogramm für Landmaschinen, Baumaschinen, Getriebe und Kältekompressoren gießt
- Deprag Schulz am Carl-Schulz-Platz, ein Familienunternehmen für Schraubtechnik, Zuführtechnik, Automation und Druckluftmotoren
- ein Werk des Fahrzeugausstatters Grammer, dessen Wurzeln auf eine 1880 in Amberg gegründete Sattlerei zurückgehen
- weitere große Arbeitgeber wie Auer Guss, Baumann Automation, Herding, die Kristall-Glasfabrik Amberg und die Milchwerke
Die Liste ist nicht vollständig, zeigt aber die Bandbreite: von sauberen Fertigungshallen bis zum Gießereihof mit Schrott und Sand.
Elektronik und Maschinenbau: Wissen schützen
In der Elektronikfertigung und im Maschinenbau liegt der Wert nicht nur in Material, sondern in Know-how. Prototypen, Werkzeuge und Prüfstände sollen nicht fotografiert werden, Besuchergruppen sehen nur festgelegte Bereiche. Eine besetzte Pforte gibt Gästeausweise gegen Unterschrift aus, prüft die Anmeldung beim Gastgeber und achtet darauf, dass niemand ohne Begleitung weitergeht. Werden Werksführungen angeboten, begleitet unsere Kraft auf Wunsch die Gruppe am Rand und weist auf Fotoverbote hin.
Beim Schichtwechsel strömen viele Menschen gleichzeitig durch Drehkreuze und Tore. Wer in diesem Moment ohne Ausweis mitläuft, fällt nur auf, wenn jemand bewusst hinsieht. Unsere Kräfte kennen Ihre Ausweisregeln und sprechen Personen an, die sie nicht zuordnen können, freundlich, aber bestimmt.
Gießerei und Schwerindustrie: Hof, Waage, Fremdfirmen
In einer Gießerei sieht Werkschutz anders aus. Lkw bringen Rohstoffe, andere holen fertige Gussteile ab. Am Tor gleicht die Kraft Kennzeichen und Lieferscheine ab, schickt Fahrer zur Waage oder zur richtigen Halle und vermerkt die Ausfahrt. Bei Ofenreparaturen und Instandhaltung im Stillstand kommen Fremdfirmen mit eigenem Werkzeug; wir prüfen sie gegen Ihre Freigabeliste und halten fest, wer wann im Werk war.
Nachts geht die Kraft über Hof und Lagerflächen, an Gussteilstapeln, Containern und Zaunfeldern entlang. Buntmetall und Kupferkabel sind gefragte Beute, deshalb gehören Schrottplätze und Kabeltrommeln auf jede Runde. Betriebsbereiche mit Hitze, Staub oder Kran betritt sie nur, wenn Sie das festlegen und die Schutzausrüstung bereitsteht.
Vorhabenbezogen organisiert
Unser Hauptsitz liegt in Neumünster, weitere Standorte haben wir in Berlin und Bremen. Ein Werkschutz in der Oberpfalz ist für uns ein Einzelvorhaben: Vor dem Angebot klären wir, ob wir Ihre Pforte über die gesamte Laufzeit verlässlich besetzen können, mit Vertretung bei Urlaub und Krankheit. Können wir das nicht zusagen, sagen wir es Ihnen vorher.
Vor dem ersten Dienst gehen wir mit Ihrer Sicherheitsfachkraft das Werk ab: Tore, Sammelplätze, Gefahrstofflager, Notabschaltungen, Telefonliste. Daraus entsteht eine Dienstanweisung, die Sie freigeben. Im Werkschutz setzen wir Kräfte mit Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ein. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und unter +49 4321 78 33 590 rund um die Uhr erreichbar.
Kosten eines Werkschutzes in Amberg
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Entscheidend ist, ob die Pforte rund um die Uhr an allen Tagen besetzt ist oder nur in der Nacht und am Wochenende, wie viele Tore gleichzeitig laufen und ob Zusatzaufgaben wie Verwiegung, Fahrzeugdurchsicht oder Besucherbegleitung dazukommen. Ein langfristiger Dauerauftrag lässt sich anders kalkulieren als eine Begleitung während eines Stillstands von wenigen Wochen.
Weitere Leistungen finden Sie auf der Seite Sicherheitsdienst Amberg. Wie wir Werkschutz im ganzen Freistaat angehen, steht unter Werkschutz Bayern. Für Betriebe weiter nördlich in der Oberpfalz gibt es Sicherheitsdienst Weiden.


