Vom Röhrenwerk zum Elektroofen
Die Industrie kam nach Bous mit der Eisenbahn. Ab 1887 produzierten die Mannesmannröhren-Werke am Saarufer, anfangs mit 280 Arbeitern; über Jahrzehnte waren sie der größte Betrieb im Ort. In den 1990er-Jahren wurde das Röhrenwerk stillgelegt. Ein Industriebau von 1892 an der Saarbrücker Straße steht heute unter Denkmalschutz, die Pilgerwalze als Denkmal und das alte Mannesmann-Schild erinnern an diese Zeit. Die Flächen des früheren Werks verwertet heute die Grundstücksgesellschaft Stahlwerk Bous.
Weitergeführt wird die Tradition durch die Stahlwerk Bous GmbH an der Saarstraße, die seit 1998 zur Georgsmarienhütte-Gruppe gehört. Dort wird Schrott im Elektrolichtbogenofen eingeschmolzen und im Block- oder Strangguss zu Vormaterial für Schmieden sowie Ring- und Rohrwalzwerke vergossen. Abnehmer sind laut Unternehmen Energieerzeugung, Maschinenbau und Bahntechnik. Für den Werkschutz bedeutet das: ein Betrieb mit Schmelze, Kranen, Gießanlagen, Rohstofflager und Versand auf einem Gelände.
Wo in Bous Werkschutz eine Rolle spielt
Die Übersicht beruht auf öffentlichen Angaben und beschreibt Betriebsarten im Gemeindegebiet. Sie ist keine Kundenliste:
- Stahlwerk Bous an der Saarstraße: Elektrostahl, mehr als 800 Güten, Block- und Strangguss in großen Abmessungen
- Anschlussgleis „Stahlwerk Bous“ an der Saarstrecke: Übergabe von Wagen, Gleisbereiche am Werksrand
- Flächen der früheren Mannesmannröhren-Werke: Brachen, Hallen und Gewerbeansiedlung, zu erschließen über das Gewerbegebiet Saarstraße
- Zentrallager von Aldi Süd: Wareneingang, Kommissionierung und Versand mit vielen Speditionen
- Indoor-Kartbahn an der Saarstraße auf 5.000 Quadratmetern: Halle mit Fahrzeugen und Publikumsverkehr
Schrott am Tor: Annahme, Lager und Diebstahlrisiko
Ein Elektrostahlwerk lebt vom Schrott, und Schrott ist für Diebe Geld. Am Werkstor steht deshalb nicht nur die Frage, wer hineindarf, sondern auch, was hinausgeht. Werkschutzkräfte vergleichen Kennzeichen, Lieferschein und Spedition mit der Avisliste, schicken Fahrzeuge ohne Anmeldung zurück an die Disposition und achten darauf, dass leere Mulden tatsächlich leer das Gelände verlassen.
Nachts verlagert sich der Schwerpunkt auf die Lagerplätze und Zaunlinien. Rundgänge zu wechselnden Zeiten, das Prüfen von Toren am Gleisanschluss und ein Blick auf abgestellte Radlader, Kabel und Ersatzteile gehören dazu. Jede Runde steht mit Uhrzeit und Befund im Bericht, damit die Werksleitung am Morgen weiß, was in der Nacht war.
Fremdfirmen im Stillstand, Speditionen an der Rampe
Wenn ein Schmelzbetrieb für Reparaturen ruht, ist auf dem Gelände oft mehr los als im Regelbetrieb. Feuerfestmaurer, Kranmonteure, Elektriker und Gerüstbauer arbeiten gleichzeitig. Der Werkschutz gibt Ausweise nur nach nachgewiesener Sicherheitsunterweisung aus, führt Listen je Firma, kontrolliert mitgebrachte Gasflaschen und Werkzeuge und meldet, wer das Gelände nach Schichtende noch nicht verlassen hat.
Im Lagerbetrieb geht es um Takt und Ordnung: Zeitfenster der Speditionen, Plomben an Wechselbrücken, Fahrer, die nur bestimmte Bereiche betreten dürfen, und Leergut, das gezählt zurückgeht. Hier passt eine Torbesetzung, die Ihr Wareneingang mitplant, und ein Hofrundgang, wenn die letzte Tour hinaus ist.
Planung ohne eigenes Büro im Saarland
Staffsec hat seinen Hauptsitz in Neumünster und weitere Standorte in Berlin und Bremen, im Saarland aber keine Niederlassung. Einen Werkschutz in Bous übernehmen wir deshalb vorhabenbezogen. Zuerst klären wir, ob wir Pforte und Rundgänge über Schichtwechsel, Urlaube und Krankheit hinweg besetzen können, welche Qualifikation jeder Posten braucht und wie die Anreise organisiert wird. Geht die Rechnung nicht auf, erfahren Sie das vor dem Angebot.
Kommt es zum Auftrag, schreiben wir die Postenanweisung entlang Ihrer Werksordnung und passen sie an, wenn sich Abläufe ändern. Wer am Tor über Zutritt entscheidet, hat die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO abgelegt. Das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und unter +49 4321 78 33 590 durchgehend erreichbar.
Weitere Leistungen für den Ort finden Sie unter Sicherheitsdienst Bous, Industrie flussaufwärts unter Völklingen.
Kosten für Werkschutz in Bous
Für Werkschutz gilt als Richtwert eine Spanne von 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein Industriebetrieb mit durchlaufender Produktion braucht meist eine Pforte rund um die Uhr, und Nachtstunden sowie Sonn- und Feiertage heben den Mittelwert. Läuft der Betrieb nur in Tagschichten, genügen häufig Torbesetzung zu den Arbeitszeiten und Rundgänge danach.
Zusätzliche Aufgaben wie Ladungskontrolle, Gleistor oder Begleitung von Fremdfirmen bei Stillständen werden einzeln kalkuliert, ebenso die Anreise in ein Land ohne eigenen Standort. Wie sich Werkschutz im gesamten Bundesland verteilt, beschreibt die Seite Werkschutz im Saarland.


