Werkschutz ohne Werk: was das in Schwachhausen bedeutet
Schwachhausen ist ein gehobener Wohnstadtteil im Bremer Osten. Industrie gibt es hier nicht, wohl aber Einrichtungen, die wie ein kleines Werk funktionieren. Das deutlichste Beispiel ist das St. Joseph-Stift: Mit rund tausend Beschäftigten ist es der größte Arbeitgeber im Stadtteil, auf dem Gelände kommen täglich Wäsche, Speisen, Medikamente und Medizintechnik an, und Handwerksfirmen arbeiten im laufenden Betrieb.
Dazu kommen Verwaltungsgebäude mit vielen Beschäftigten und Publikumsverkehr. An der Kurfürstenallee 130 steht das frühere Dienstgebäude der Oberpostdirektion, das heute unter anderem ein Jobcenter beherbergt. Hinzu kommen die Ärztekammer und Verwaltungen sozialer Träger wie der Bremer Heimstiftung oder der Diakonie. Für solche Häuser übernimmt Werkschutz die Aufgaben, die in einer Fabrik am Werkstor anfallen: wer rein darf, wer etwas abholt, wer abends noch im Gebäude ist.
Typische Gelände mit Pfortenbedarf
Die folgenden Beispiele beschreiben Lagen, in denen eine besetzte Pforte im Stadtteil sinnvoll ist. Sie sind keine Aufzählung von Auftraggebern:
- Krankenhausgelände an der Schubertstraße mit Anlieferung, Wirtschaftshof und Zufahrt für Rettungswagen
- Großer Behördenbau an der Kurfürstenallee mit mehreren Eingängen und Besuchern, die Termine wahrnehmen
- Sendesaal-Gelände an der Heinrich-Hertz-Straße, das früher Hörfunkstudio und Verwaltung von Radio Bremen beherbergte
- Bürokomplexe an der Schwachhauser Heerstraße mit Tiefgarage und mehreren Mietparteien
- Verwaltungen sozialer Träger mit Wohnanlagen, Pflegeeinrichtungen und eigener Haustechnik
Aufgaben an der Pforte im Tagesverlauf
Morgens stehen die Lieferungen im Vordergrund. Die Kraft an der Pforte gleicht Fahrzeuge mit dem Anlieferplan ab, schickt sie zur richtigen Rampe oder zum Wirtschaftshof und hält Feuerwehrzufahrten frei. Handwerker und Wartungsfirmen melden sich an, zeigen ihren Auftrag und erhalten Schlüssel oder Ausweis gegen Unterschrift. Am Ende des Tages ist nachvollziehbar, wer mit welchem Schlüssel wo gearbeitet hat.
Tagsüber geht es um Besucher. Wer einen Termin hat, wird angekündigt und abgeholt, wer sich verirrt, bekommt eine klare Wegbeschreibung. Abends übernimmt die Pforte den Verschluss: Nebeneingänge werden geschlossen, Fenster in Erdgeschossen geprüft, Personen, die länger arbeiten, erfasst. Nachts folgen Rundgänge über Parkflächen, durch Technikräume und entlang der Außenhaut.
Viele dieser Gelände liegen direkt an Straßen mit Straßenbahn, etwa an der Schwachhauser Heerstraße mit der Linie 4 oder an der H.-H.-Meier-Allee mit der Linie 6. Steht ein Lkw quer in der Einfahrt, stockt der Verkehr schnell. Die Pforte ruft Fahrzeuge deshalb zügig ab und weist Wartende auf Flächen auf dem Gelände.
Fremdfirmen, Umbauten und sensible Bereiche
In einem Krankenhaus oder einer Behörde gibt es Bereiche, die nicht jeder betreten darf: Apotheke, Serverraum, Archiv, Technikzentralen. Bei Umbauten arbeiten dort plötzlich Firmen, die das Haus nicht kennen. Unsere Kräfte begleiten diese Firmen, öffnen und schließen Räume nach Freigabe und achten darauf, dass Brandschutztüren nicht verkeilt werden.
Für Arbeiten mit offener Flamme oder Funkenflug sprechen wir uns mit Ihrer Haustechnik ab und stellen auf Wunsch zusätzlich eine Brandwache. Alle Abweichungen vom Plan, etwa eine Firma ohne Anmeldung oder ein fehlender Schlüssel, meldet die Kraft sofort an die vereinbarte Stelle und vermerkt sie im Wachbuch.
Planung, Personal und Nachweise
Bremen gehört zu unserer Kernregion Nord. Einsätze in Schwachhausen plant unsere Niederlassung Bremen mit Kräften aus dem eigenen Personalstamm. Für eine dauerhaft besetzte Pforte stellen wir ein festes Team zusammen, damit Ihre Beschäftigten und Lieferanten vertraute Gesichter sehen. Vertretungen erhalten vor dem ersten Dienst eine Einweisung vor Ort.
Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, für Zutrittsentscheidungen setzen wir Personal mit Sachkundeprüfung ein. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar. Mehr zum Werkschutz im Land finden Sie unter Werkschutz Bremen.
Kosten einer besetzten Pforte
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine Pforte, die nur zu Lieferzeiten besetzt ist, liegt im Gesamtbetrag deutlich unter einer Besetzung rund um die Uhr. Bei Daueraufträgen bestimmen vor allem der Anteil an Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden und die Zahl gleichzeitig besetzter Posten den Preis. Aufgaben wie Telefonvermittlung, Schlüsselverwaltung oder Postannahme nehmen wir von Anfang an in die Kalkulation auf.
Wir legen Ihnen nach einer Begehung ein schriftliches Angebot vor. Weitere Leistungen im Stadtteil finden Sie unter Sicherheitsdienst Bremen-Schwachhausen.


