Wo im Stadtteil gebaut wird
Schwachhausen ist weitgehend bebaut. Neue Projekte entstehen deshalb selten auf freier Fläche, sondern als Umbau, Ersatzneubau oder Sanierung im Bestand. Das größte laufende Vorhaben betrifft das Focke-Museum an der Schwachhauser Heerstraße 240 im Ortsteil Riensberg. Von 2023 bis 2028 wird das Haupthaus umgebaut und neu eingerichtet, nach einem Architekturwettbewerb von 2021 ist zudem eine Erweiterung geplant.
An der Kurfürstenallee wurden Anfang 2024 die Häuser Nummer 115 und 117 abgerissen, um Wohnbebauung zu ermöglichen. Hinzu kommen zahlreiche Sanierungen in den Villen an Parkallee und Hollerallee und in Wohnanlagen aus den Fünfziger- und Sechzigerjahren. Für die Baustellenbewachung bedeutet das viele mittlere und kleine Baustellen in dichter Nachbarschaft.
Baustellentypen und ihre Schwachstellen
Jede Baustelle hat eigene Schwachstellen. Im Stadtteil begegnen uns vor allem diese Lagen:
- Museumsumbau auf einem 4,5 Hektar großen Parkgelände mit mehreren Gebäuden, offenen Wegen und Denkmälern
- Ersatzneubau an einer vierspurigen Ausfallstraße mit Straßenbahn, wenig Lagerfläche und nächtlichem Durchgangsverkehr
- Kernsanierung einer Stadtvilla mit Gerüst zur Straße, ausgebauten Fenstern und eingelagerten Bauteilen
- Modernisierung einer Wohnanlage im bewohnten Zustand, bei der Container und Maschinen im Hof stehen
- Leitungsarbeiten im Straßenraum mit Baugruben, Rohren und Kabeltrommeln am Fahrbahnrand
Was nachts auf einer Baustelle passiert
Diebe interessieren sich auf Baustellen für Kupferkabel, Werkzeug, Kraftstoff und frisch gelieferte Geräte wie Heizungen oder Elektroverteiler. Dazu kommen Vandalismus, Graffiti auf frischem Putz und Jugendliche, die auf Gerüste klettern. In einem Wohngebiet wie Schwachhausen fällt ein Transporter, der nachts vor einer Baustelle hält, oft niemandem auf.
Unsere Kräfte sind ab Feierabend der Gewerke auf der Baustelle oder fahren sie in kurzen Abständen an. Sie prüfen Bauzaun und Tore, verschließen Container, kontrollieren Gerüstaufgänge und achten auf frisch angeliefertes Material. Werden Personen angetroffen, sprechen wir sie an, verweisen sie vom Gelände und rufen bei Bedarf die Polizei.
Wichtig ist dabei Rücksicht auf die Nachbarschaft: keine laute Ansprache um Mitternacht ohne Anlass, Taschenlampen statt Flutlicht, wo das genügt, und ein freundlicher Ton gegenüber Anwohnern, die nachfragen, was auf der Baustelle los ist.
Bewachung im Rhythmus des Bauablaufs
Der Bedarf ändert sich mit dem Baufortschritt. Während des Abbruchs reicht oft eine Kontrolle pro Nacht, in der Rohbauphase mit Kränen und Schalung steigen die Risiken, und beim Innenausbau lagern die wertvollsten Materialien im Gebäude. Wir passen die Bewachung an diese Phasen an und sprechen Änderungen mit der Bauleitung ab.
Jeden Morgen erhält die Bauleitung einen kurzen Bericht: Zustand von Zaun und Toren, besondere Vorkommnisse, Fotos von Schäden. So kann sie vor Arbeitsbeginn reagieren und Versicherungsfälle sauber belegen.
Auf Geländen mit Publikumsverkehr, etwa wenn Teile eines Museums während der Bauzeit geöffnet bleiben, trennen wir Baufeld und Besucherwege klar voneinander. Unsere Kräfte achten darauf, dass Absperrungen nach Feierabend geschlossen sind und niemand über den Park auf die Baustelle gelangt. Bei Baustellen an Straßen mit Straßenbahn prüfen wir zusätzlich, ob Absperrungen und Material nachts sicher stehen und nicht in den Gleisbereich ragen.
Organisation und Personal
Bremen gehört zu unserer Kernregion Nord. Unsere Niederlassung Bremen plant die Bewachung in Schwachhausen mit Kräften aus dem eigenen Personalstamm. Vor dem ersten Einsatz gehen wir die Baustelle mit der Bauleitung ab, legen Zugänge, Schlüssel, Alarmwege und Notfallkontakte fest und halten alles in einer Dienstanweisung fest.
Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar. Einen Überblick über alle Bremer Stadtteile finden Sie unter Baustellenbewachung Bremen.
Was die Bewachung einer Baustelle kostet
Wir kalkulieren mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei Baustellen spielt vor allem die Dauer eine Rolle: Ein Projekt über mehrere Jahre wie ein Museumsumbau lässt sich anders planen als eine Villensanierung über drei Monate. Auch die Frage, ob eine Kraft durchgehend vor Ort bleibt oder die Baustelle mehrfach anfährt, wirkt sich deutlich auf den Gesamtbetrag aus.
Nach einer Begehung legen wir Ihnen ein Angebot vor, auf Wunsch gestaffelt nach Bauphasen. Weitere Leistungen im Stadtteil finden Sie unter Sicherheitsdienst Bremen-Schwachhausen.


