Der Industrie- und Gewerbepark Burg
Mit dem ersten Spatenstich im Januar 1991 begann im Südosten von Burg die Erschließung eines Gewerbeparks, der heute nach Angaben der Stadt rund 35 Unternehmen aus verschiedenen Branchen mit etwa 1.300 Beschäftigten beherbergt. Freie Gewerbeflächen gibt es dort derzeit nicht mehr; ein weiteres Erschließungsgebiet ist in Planung. Der Park eignet sich für große Industrieanlagen ebenso wie für kleine und mittlere Betriebe.
Hinzu kommt die Verkehrslage: Burg liegt an der A 2 zwischen Magdeburg und Berlin, die Bundesstraßen B 1 und B 246a führen durch das Stadtgebiet. Für Werke bedeutet das einen stetigen Strom von Lkw, Speditionen und Lieferanten, die am Tor erfasst und gelenkt werden müssen.
Betriebe mit typischem Werkschutzbedarf
Die folgenden Unternehmen sind in Burg belegt. Wir nennen sie, um die Aufgaben anschaulich zu machen, nicht als Kunden:
- Progroup mit drei Gesellschaften in Burg: Progroup Paper PM1 an der Lindenallee, die Wellpappenrohpapier herstellt, das Formatwerk Progroup Board am Eschenweg und Progroup Logistics
- Burger Küchenmöbel GmbH, 1917 von Otto Aßmann gegründet, heute Teil der baumann group, mit rund 1.000 Mitarbeitenden
- Burger Knäcke, seit 1931 in Burg und seit 2001 Teil der Brandt-Gruppe; das Werk liegt direkt am Elbe-Havel-Kanal
- Edelstahl Service Center Burg GmbH, hervorgegangen aus dem früheren Walzwerk Burg, seit 2013 in Privatbesitz
Was am Werkstor anfällt
Bei einer Papiermaschine bestimmen Altpapier und fertige Rollen den Verkehr, bei einem Möbelwerk Holzwerkstoffe, Beschläge und Fertigware, beim Edelstahlverarbeiter Coils und Bleche. Am Tor heißt das: Fahrzeuge erfassen, Frachtpapiere mit den Vorgaben abgleichen, Fahrer zur richtigen Rampe schicken und Wartezonen freihalten. Bei Lebensmittelherstellern wie einem Knäckebrotwerk kommen Hygienevorgaben für Besucher und Fremdfirmen hinzu, die schon an der Pforte erklärt werden müssen.
Besucher melden sich bei uns an, erhalten einen Ausweis und eine kurze Sicherheitseinweisung nach Ihren Unterlagen. Wer abgeholt werden muss, wartet an der Pforte, bis die Fachabteilung ihn übernimmt.
Revisionen und Fremdfirmen
In Papier- und Metallbetrieben werden Anlagen regelmäßig für Wartung und Umbau stillgelegt. In diesen Tagen arbeiten oft Dutzende Fremdfirmen gleichzeitig auf dem Gelände. Wir führen Anmeldelisten, prüfen die Nachweise, die Ihr Betrieb verlangt, geben Tagesausweise aus und achten darauf, dass Fahrzeuge nur dort abgestellt werden, wo sie nicht im Weg stehen.
Wo Heißarbeiten anfallen, stimmen wir uns mit Ihrer Arbeitssicherheit ab; auf Wunsch übernehmen wir auch die Brandwache nach Schweiß- und Trennarbeiten.
Außerhalb der Schichten
Nicht jeder Betrieb im Gewerbepark arbeitet rund um die Uhr. Nachts und am Wochenende gehen unsere Kräfte Zäune, Freilager und Rampen ab, prüfen Tore und Hallentüren und achten auf Fahrzeuge, die ohne Anmeldung auf dem Gelände stehen. Gelagerte Ballen, Holzstapel und Metallreste sind dabei ebenso Thema wie Diesel in abgestellten Fahrzeugen.
Jeder Rundgang wird mit Uhrzeit im Bericht festgehalten. Hat Ihr Betrieb eine eigene Leitwarte oder eine Aufschaltung bei einem Errichter, stimmen wir Meldewege vor dem ersten Dienst mit ihr ab.
So organisieren wir den Werkschutz in Burg
Sachsen-Anhalt liegt außerhalb unserer Kernregion Nord, ein Büro in Burg haben wir nicht. Werkschutz übernehmen wir dort vorhabenbezogen: Wir besichtigen das Werk, klären Schichtmodell und Vertretungen und prüfen, ob wir feste Kräfte über die gesamte Laufzeit stellen können. Erst dann sagen wir zu.
Unsere Kräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft, das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Wie wir Werkschutz grundsätzlich verstehen, lesen Sie unter Werkschutz; den Überblick über das Land gibt Werkschutz in Sachsen-Anhalt. Für Betriebe in der Landeshauptstadt gibt es die Seite Magdeburg.
Kosten bei Dauerbesetzung
Werkschutz ist meist ein Dauerauftrag mit festem Schichtplan. Als Richtwert nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde; wo die Spanne für Ihr Werk liegt, hängt davon ab, ob ein Tor rund um die Uhr besetzt ist, wie viele Nacht- und Feiertagsstunden anfallen und welche Zusatzaufgaben wie Wiegen oder Ladungskontrolle hinzukommen.
Revisionswochen kalkulieren wir getrennt vom Regelbetrieb, damit Sie sehen, was der Stillstand zusätzlich bindet.


