Eine Altstadt zwischen Sanierung und Leerstand
Burg ist Kreisstadt des Jerichower Landes und zählt nach der amtlichen Fortschreibung knapp 23.000 Einwohner. Der Kern um Markt, Schartauer Straße und Hainstraße war von 1992 bis Ende 2023 förmliches Sanierungsgebiet. In dieser Zeit wurden Straßen wie die Brückenstraße, die Magdeburger Straße und die Oberstraße neu gebaut, viele Fassaden instand gesetzt. Das Bild ist trotzdem nicht einheitlich: Neben gepflegten Häusern stehen Gebäude, deren Läden seit Jahren leer sind.
Die Stadt benennt das selbst. Im Konzept für den Wirtschaftscampus Innenstadt, vom Stadtrat im Juni 2024 unter dem Titel „Burg – Werkstadt der Träume“ bestätigt, werden das Haus Gummersbacher Platz 1 und das Gebäude an der Ecke Schartauer Straße und Franzosenstraße als weitgehend verfallen beschrieben. Solche Häuser sind für Eigentümer ein Risiko: offene Zugänge, eingeschlagene Scheiben, Müll im Hof und Menschen, die sich dort nachts aufhalten.
Welche Gebäude in Burg typischerweise gesichert werden
Die Aufgaben unterscheiden sich stark nach Nutzung. Einige Beispiele aus dem Stadtgebiet, an denen sich die Arbeit gut beschreiben lässt – genannt als Orte, nicht als Auftraggeber:
- Geschäftshäuser an der Schartauer Straße, der Hauptgeschäftsstraße der Altstadt, mit Läden im Erdgeschoss und teils leeren Obergeschossen
- leerstehende oder nur teilweise genutzte Häuser rund um den Gummersbacher Platz
- öffentliche Gebäude wie das Rathaus in der Alten Kaserne, das Amtsgericht und die Stadtbibliothek Brigitte Reimann in der Berliner Straße
- Wohnquartiere in Burg-Süd und im Nordwesten, in denen über das Programm Stadtumbau Ost zurückgebaut wurde und Gebäude bis zum Abriss leer stehen
- denkmalgeschützte Bauten wie das Burg Theater, das 1911 als Kino eröffnet wurde
Leerstand bis zum Rückbau oder zur neuen Nutzung
Burg nimmt seit 2002 am Stadtumbau Ost teil. Die Stadt nennt Nord-West sowie Innenstadt, West und Süd als Fördergebiete; Burg-Süd beschreibt sie als Gebiet, das schwerpunktmäßig vom Rückbau betroffen ist. Zwischen Auszug der letzten Mieter und Abriss vergehen oft Monate. In dieser Zeit verschwinden Heizkörper, Kabel und Armaturen, Fenster werden eingeworfen, und jeder offene Kellerzugang lädt zum Hineingehen ein.
Für Wohnungsunternehmen und Eigentümer übernehmen wir in dieser Phase Kontrollgänge durch Treppenhäuser und Keller, prüfen Verschlüsse und Bauzäune und melden Schäden mit Fotos. Wo ein Gebäude bereits geräumt ist, reicht häufig eine regelmäßige Kontrolle; wo noch Material oder Technik im Haus ist, kann eine feste Wache in den Nachtstunden sinnvoll sein.
Beim Einzug neuer Nutzer endet die Aufgabe nicht sofort. Gerade wenn ein Ladenlokal an der Schartauer Straße umgebaut wird, lagern Material und Werkzeug in Räumen, die noch nicht verschlossen sind wie ein fertiges Geschäft.
Was unsere Kräfte am Objekt tun
Objektschutz heißt bei uns: Ihre Regeln gelten. Wir halten in einer schriftlichen Dienstanweisung fest, welche Türen zu prüfen sind, wer Zutritt hat, wen wir bei Auffälligkeiten anrufen und was dokumentiert werden soll. Unsere Kräfte gehen die Außenhaut des Gebäudes ab, kontrollieren Fenster, Rolltore und Nebeneingänge, achten auf Licht in Räumen, die dunkel sein sollten, und sprechen Personen auf dem Gelände an.
Bei öffentlichen Gebäuden kommen Aufgaben am Tag hinzu: Empfang, Einlass bei Sitzungen oder Veranstaltungen, Verschluss am Abend. Jede Feststellung landet mit Uhrzeit im Bericht, den Sie nach jedem Dienst oder gesammelt erhalten.
Vorhabenbezogen in Sachsen-Anhalt
Sachsen-Anhalt gehört nicht zu unserer Kernregion Nord, und wir unterhalten in Burg kein eigenes Büro. Einsätze übernehmen wir dort vorhabenbezogen: Vor jeder Zusage prüfen wir, wie die Anfahrt aussieht, welches Personal wir über die gesamte Laufzeit stellen können und ob eine Ablösung gesichert ist. Erst wenn das trägt, bekommen Sie ein Angebot.
Ein fester Ansprechpartner begleitet Ihr Objekt von der Begehung bis zur Abrechnung. Alle Kräfte haben die Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Was Objektschutz grundsätzlich umfasst, steht unter Objektschutz, den Überblick über das Land finden Sie unter Objektschutz in Sachsen-Anhalt. Allgemeines zur Stadt lesen Sie auf der Seite Sicherheitsdienst Burg.
Was Objektschutz in Burg kostet
Für leere Häuser und Geschäftsgebäude rechnen wir nach Stunden. Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde; eine einzelne feste Nachtwache liegt anders als mehrere kurze Kontrollen am Tag, und Sonn- oder Feiertagsdienste wirken sich ebenfalls aus.
Bei Objekten, die nur bis zum Abriss oder bis zum Umbau gesichert werden müssen, lohnt es sich, die Bewachung von vornherein zu befristen. Wir zeigen Ihnen im Angebot, welche Variante für die Dauer des Leerstands ausreicht.


