Industrie seit dem Bahnanschluss von 1839
Aus dem Weinbauort Coswig wurde ein Industriestandort, nachdem 1839 die Leipzig-Dresdner Eisenbahn hier Station machte. Emil Nacke baute ab den 1880er Jahren Strohstoff, später Feuerwehrfahrzeuge, Omnibusse und Personenwagen der Marke Coswiga. In Neusörnewitz entstand 1922 die Siemens Elektrowärme, zu DDR-Zeiten als VEB Elektrowärme Sörnewitz bekannt für Bügeleisen und Haushaltsgeräte. Die Stadt selbst verweist bis heute auf ihre Tradition im Maschinenbau.
Einige Werke sind geblieben, andere Flächen wurden neu geordnet. Für Werkschutz zählt, was heute an Toren und auf Geländen passiert: Schichtwechsel, Fremdfirmen, Lkw mit schwerer Ladung und Lager im Freien.
Werke und Gewerbeflächen in Coswig
Diese Standorte prägen die Industrie der Stadt:
- Walzengießerei Coswig, eine der traditionsreichen Walzengießereien Europas, mit Schmelzbetrieb und schweren Gussteilen
- Betonschwellenwerk am Mühlenweg, in dem Gleisschwellen für den Bahnbau gefertigt werden
- TMD Friction mit der Fertigung von Bremsbelägen für Lastwagen
- Gewerbegebiet an der Industriestraße zwischen Brockwitz und dem Stadtzentrum mit Handwerk, Handel und Produktion
- Gewerbegebiet Neusörnewitz an der Cliebener Straße auf dem früheren EWS-Gelände
Die Betriebe reichen vom großen Werk mit mehreren Toren bis zum mittelständischen Hallenbetrieb ohne eigenes Sicherheitspersonal. Entsprechend unterschiedlich ist, was am Tor gebraucht wird.
Was am Tor und auf dem Gelände zu tun ist
In einem Werk mit Schichtbetrieb ist die Pforte ein Knotenpunkt. Mitarbeiter, Fremdfirmen, Speditionen und Besucher treffen dort zusammen, oft gleichzeitig zum Schichtwechsel. Unsere Kräfte erfassen Besucher und Fremdfirmen, geben Ausweise aus, gleichen Kennzeichen, Lieferscheine und Ladung ab und halten Ein- und Ausfahrten im Torbuch fest. Bei schweren Transporten von Walzen, Gussteilen oder Schwellen achten wir darauf, dass Fahrzeuge nur über freigegebene Wege fahren.
Nach Schichtende gehen wir über Freilager, Schrottplätze, Hallen und Zaunlinien. Gerade Metall lockt Diebe: Kupfer, Messing und Gussteile haben Schrottwert, und eine offene Hallentür fällt nachts niemandem auf. Jeder Kontrollpunkt wird mit Uhrzeit im Bericht festgehalten.
Sicherheitsregeln des Werks gelten auch für uns
Gießereien und Betonwerke haben eigene Gefahrenbereiche: Ofenhalle, Krananlagen, Gleisanschlüsse, Lager für Zuschlagstoffe. Bevor unser Personal den ersten Dienst antritt, wird es von Ihnen in Sicherheitsregeln, Fluchtwege, Alarmpläne und persönliche Schutzausrüstung eingewiesen. Wo Ihr Betrieb Sperrbereiche festlegt, betreten wir sie nur in Begleitung oder nach Freigabe.
Bei Störungen außerhalb der Arbeitszeit, etwa einem Alarm aus der Haustechnik oder einem ausgelösten Rauchmelder, verständigen wir die benannte Bereitschaft und je nach Lage Feuerwehr oder Polizei. Was Sie in welcher Reihenfolge informiert haben möchten, steht in der Dienstanweisung.
Betriebsruhe und Umbrüche absichern
Werke durchlaufen Phasen, in denen sich der Schutzbedarf ändert: Revisionen über die Feiertage, Kurzarbeit, Verlagerung einzelner Bereiche oder der Wechsel des Eigentümers. In Coswig haben Unternehmen in den vergangenen Jahren Teile ihrer Fertigung abgegeben oder ihre Zukunft neu geordnet. In solchen Phasen stehen Maschinen, Formen und Vorräte oft länger still, während weniger Beschäftigte auf dem Gelände sind. Wir passen den Werkschutz an: weniger Torzeiten, dafür mehr Rundgänge, oder umgekehrt ein besetztes Tor, wenn Anlagen abgebaut und abtransportiert werden und jede Ausfahrt geprüft werden soll.
So arbeiten wir in Sachsen
Unsere Kernregion ist der Norden. In Sachsen übernehmen wir Werkschutz vorhabenbezogen, geplant von Neumünster und Berlin aus, ohne eigenes Büro im Land. Ein Dauerauftrag in einem Werk beginnt deshalb mit einer genauen Prüfung: Wie viele Posten, welche Schichten, welche Laufzeit, wie wird Urlaub und Krankheit vertreten? Erst wenn das für die gesamte Laufzeit trägt, sagen wir zu.
Am Tor setzen wir Personal mit Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ein, für Rundgänge mindestens mit Unterrichtung. Mehr unter Werkschutz und Werkschutz in Sachsen. Für Betriebe auf der anderen Stadtseite lohnt ein Blick auf Sicherheitsdienst Radebeul.
Kosten für Werkschutz in Coswig
Werkschutz läuft fast immer als Dauerauftrag mit festen Schichten, das erleichtert die Planung. Unser Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo Ihr Preis innerhalb dieser Spanne liegt, hängt von der Zahl der Posten, der Abdeckung rund um die Uhr oder nur außerhalb der Produktionszeit, der geforderten Sachkunde und zusätzlichen Aufgaben wie Ladungskontrolle oder Waagebedienung ab. Wochenend- und Feiertagsschichten weisen wir gesondert aus.


