Industriestadt seit dem 19. Jahrhundert
Delmenhorst ist eine der Städte im Nordwesten, deren Wachstum unmittelbar aus der Industrie kam. 1882 begann hier die Linoleumherstellung, kurz darauf wurde die Norddeutsche Wollkämmerei gegründet, deren Gelände heute ein Stadtteil mit Museum ist. Linoleum wird bis heute in Delmenhorst produziert: Die Gerflor DLW GmbH betreibt hier ihr Werk und gehört zu den weltweit nur drei Herstellern dieses Bodenbelags.
Neben dieser Tradition nennt die Wirtschaftsförderung der Stadt das produzierende Gewerbe mit international tätigen Unternehmen der Nahrungsmittelindustrie, Zulieferern der Automobilindustrie, Betrieben der Offshore-, Marine- und Unterwassertechnik sowie Arbeit für die Flugzeugproduktion als Schwerpunkte. Größere Arbeitgeber sind unter anderem der Tiefkühlversender Heimfrost und der Maschinenbau.
Wo Werkschutz in Delmenhorst gefragt ist
Die Liste beschreibt Branchen und Lagen, in denen typischerweise Werkschutz anfällt. Sie nennt keine Auftraggeber:
- Linoleumproduktion: Rohstoff- und Fertigwarenlager und Anlagen, die auch außerhalb der Schicht Aufsicht brauchen.
- Lebensmittel und Tiefkühlware: Kühlketten, die nicht unterbrochen werden dürfen, und Fahrzeuge, die früh am Morgen beladen werden.
- Zulieferer für Automobil und Luftfahrt: Teile mit Kundenzeichnungen, bei denen Besucher und Fremdfirmen nur begleitet in die Halle dürfen.
- Offshore-, Marine- und Unterwassertechnik: wertvolle Prüfstände, Ersatzteile und Projektware vor dem Versand.
- Betriebe nahe den Anschlussstellen Delmenhorst-Deichhorst, -Adelheide und -Hasport an der A 28 mit starkem Lkw-Verkehr.
Die Pforte als Schaltstelle
An der Pforte entscheidet sich, wer das Gelände betritt und was es verlässt. Unsere Werkschutzkräfte melden Lkw an, gleichen Fahrer, Kennzeichen und Ladepapiere mit Ihren Angaben ab und weisen Rampen zu. Besucher erhalten einen Ausweis und werden abgeholt, Fremdfirmen erst nach der Sicherheitsunterweisung in die Halle gelassen. Wer das Werk verlässt, wird nach Ihren Regeln kontrolliert, etwa bei Material- und Werkzeugausgaben.
Ergänzend übernehmen wir Aufgaben, die oft liegen bleiben: Besucherlisten führen, Fundsachen verwalten, Anrufe außerhalb der Bürozeiten entgegennehmen und Ihre Rufbereitschaft verständigen, wenn eine Anlage eine Störung meldet.
- Lkw-Anmeldung, Rampenzuweisung und Ordnung im Wartebereich
- Besucherausweise und Begleitung
- Fremdfirmen mit Nachweis der Unterweisung
- Schlüssel- und Transponderausgabe gegen Unterschrift
- Störmeldungen an die Rufbereitschaft
Nächte, Wochenenden und Revisionen
In vielen Werken ruht die Produktion am Wochenende oder während einer Revision. Dann stehen Anlagen still, Hallentore sind geschlossen, und doch kann viel passieren: Ein Kühlaggregat fällt aus, ein Rolltor bleibt offen, jemand steigt über den Zaun. Unsere Kräfte gehen dann festgelegte Runden über Hof, Lager und durch die Hallen, lesen Temperaturen ab, wo Sie das wünschen, und prüfen Zäune und Beleuchtung.
Bei geplanten Stillständen, Inventuren oder Umzügen zwischen zwei Standorten bieten wir Werkschutz auch befristet an. Für Betriebe mit Standorten beiderseits der Landesgrenze zu Bremen führen wir beide Werke unter einer Dienstanweisung.
Bei Revisionen ist das Werk alles andere als leer: Statt der eigenen Belegschaft sind oft Dutzende Monteure verschiedener Firmen auf dem Gelände, arbeiten an Anlagen, die sonst laufen, und bringen eigenes Werkzeug mit. Unsere Kräfte führen dann Listen, wer im Werk ist, achten darauf, dass Arbeitsbereiche nur mit Freigabe betreten werden, und kontrollieren am Abend, dass alle Firmen das Gelände verlassen haben.
Organisation aus der Niederlassung Bremen
Delmenhorst gehört für uns zur Kernregion Nord. Wir planen den Werkschutz aus unserer Niederlassung Bremen und haben in Delmenhorst selbst kein Büro. Vor dem ersten Einsatz begehen wir das Werk, legen die Abläufe an Tor und Halle schriftlich fest und weisen ein festes Team ein, das Ihre Mitarbeitenden kennt.
Werkschutzkräfte haben bei uns mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, an Pforten mit Verantwortung für Zutritt und Technik setzen wir Sachkundige ein. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Was zum Werkschutz grundsätzlich gehört, steht auf der Hauptseite; mehr zur Stadt unter Sicherheitsdienst Delmenhorst.
Kosten eines Werkschutzes
Werkschutz läuft meist als Dauerauftrag mit festen Wochenstunden. Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine Pforte, die nur zu den Anlieferzeiten besetzt ist, kostet weniger als eine Rund-um-die-Uhr-Besetzung mit Sachkunde, Nachtrunden und Feiertagen.
Nach der Begehung erhalten Sie ein Angebot mit klarer Stundenaufstellung. Weitere Werke im Land stellt die Seite Werkschutz in Niedersachsen vor, Betriebe im Nachbarort finden Informationen unter Ganderkesee.


