Vom Großbetrieb zum Mittelstand: wie sich die Werke verändert haben
Vor 1990 arbeiteten in Dessau rund 55.000 Menschen in etwa 300 Großbetrieben, darunter Waggonbau, Bahnwerk und Zementanlagenbau. Heute verteilen sich rund 42.000 Arbeitsplätze auf etwa 3.500 meist kleine und mittlere Firmen. Einige große Arbeitgeber sind geblieben oder neu gewachsen: IDT Biologika mit rund 1.600 Beschäftigten, das Werk der DB Fahrzeuginstandhaltung mit rund 1.300 und das Anhaltische Elektromotorenwerk.
Für den Werkschutz heißt das: Neben wenigen großen Geländen mit eigener Pforte gibt es viele mittelgroße Betriebe, die nur zu bestimmten Zeiten jemanden am Tor brauchen, etwa in der Nacht, am Wochenende oder während eines Stillstands.
Wo Werkschutz in Dessau-Roßlau gebraucht wird
Die Wirtschaftsförderung der Stadt führt mehr als ein Dutzend Gewerbe- und Industrieflächen. Die folgenden Standorte sind für Tor- und Geländeschutz besonders typisch; genannte Firmen sind keine Kunden von uns:
- BioPharmaPark in Tornau: rund 80 Hektar, IDT Biologika, Merz und medac, Schwerpunkt pharmazeutische Fertigung, Verpackung und Qualitätskontrolle
- Trimodales Logistikzentrum am Roßlauer Elbufer: rund 100 Hektar mit Industriehafen, 650 Meter Kaianlage, Gleisanschluss und Kränen bis 70 Tonnen
- Deutsche Hydrierwerke Rodleben: Chemiestandort seit 1916, heute Fettalkohole, Fettamine und Zuckeralkohole
- Ausbesserungswerk Dessau im Süden: schwere Instandhaltung von Elektrolokomotiven, Werkhalle mit Kränen bis 160 Tonnen
- Industrie- und Gewerbegebiet Flugplatz: rund 160 Hektar auf dem früheren Junkers-Areal, als Industriegebiet ausgewiesen
- Industriepark Waggonbau an der B 184: rund 30 Hektar mit über 50 Unternehmen aus Fahrzeugbau, Metall und Elektrotechnik
Pharma in Tornau: Zutritt nach Bereichen
Im BioPharmaPark werden seit 1921 Impfstoffe entwickelt und hergestellt. Wo sterile Arzneimittel abgefüllt werden, ist der Zutritt streng nach Bereichen geregelt. Unsere Kräfte am Empfang prüfen Ausweise und Besucheranmeldungen, geben Fremdfirmen erst nach Freigabe durch Ihre Ansprechpartner Zugang und begleiten Handwerker auf Wunsch bis zum Einsatzort. Ihre Hygieneregeln gelten auch für unser Personal und werden vor dem ersten Dienst erklärt.
Nachts geht es um Kontrollgänge an Außentüren, Lagern und Technikgebäuden. Fällt eine Störungsanzeige auf, informieren wir die von Ihnen benannte Rufbereitschaft und halten fest, wann wer verständigt wurde.
Hafen, Werft und Chemie in Roßlau
Am nördlichen Elbufer liegen Hafen, Werft und Hydrierwerk dicht beieinander. Massen-, Stück- und Schwergut sowie Container werden zwischen Schiff, Bahn und Lkw umgeschlagen. Am Tor heißt das: Kennzeichen erfassen, Lieferscheine mit Ihren Vorgaben abgleichen, Fahrer zur richtigen Ladestelle weisen. Die Roßlauer Schiffswerft arbeitet heute vor allem im Stahl- und Brückenbau; dort stehen große Bauteile oft tagelang im Freien.
Auf einem Chemiestandort kommen eigene Regeln hinzu: Gefahrstoffbereiche, Rauchverbot, Sammelplätze und Meldewege zur Werkfeuerwehr oder zur Leitwarte des Betreibers. All das wird vor Einsatzbeginn an Ort und Stelle eingewiesen.
Wer mehrere Standorte zwischen Roßlau und Coswig (Anhalt) betreibt, kann Tor und Rundgang an beiden über einen Ansprechpartner abstimmen.
Vorhabenbezogen: so prüfen und organisieren wir den Einsatz
Sachsen-Anhalt liegt außerhalb unserer Kernregion Nord, ein eigenes Büro im Land haben wir nicht. Werkschutz in Dessau-Roßlau übernehmen wir deshalb vorhabenbezogen: Zuerst klären wir mit Ihnen Tore, Zeiten, Zutrittsregeln und Laufzeit, dann prüfen wir Anfahrt und Personal. Erst wenn eine verlässliche Besetzung möglich ist, erhalten Sie ein Angebot. Geht es nicht, sagen wir das.
Im laufenden Auftrag haben Sie einen festen Ansprechpartner für Dienstplan und Vertretungen. Torbuch, Rundgänge und besondere Vorkommnisse halten wir mit Uhrzeit im Bericht fest. Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, wer über Zutritt entscheidet, die Sachkundeprüfung. Grundlage ist DIN 77200, das Qualitätsmanagement ist nach ISO 9001 zertifiziert. Sie erreichen uns rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590.
Was Werkschutz in Dessau-Roßlau kostet
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo im Betrieb die Spanne landet, hängt vor allem davon ab, ob eine Pforte über Monate durchgehend besetzt ist oder nur während eines Stillstands mit vielen Fremdfirmen, ob Nacht und Wochenende dazugehören und ob Ihr Personal am Tor die Sachkundeprüfung haben muss.
Für Betriebe, die nachts nicht produzieren, rechnen wir neben der festen Besetzung auch Rundgänge außerhalb der Schichtzeiten. Mehr zum Land finden Sie unter Werkschutz in Sachsen-Anhalt.


