Ein Industriestandort mit langer Chemiegeschichte
Wittenberg ist bekannt für Luther und das Welterbe, wirtschaftlich aber stark von der Industrie geprägt. Im verarbeitenden Gewerbe arbeiten rund 4.000 Menschen. 1894 entstand in Reinsdorf ein Sprengstoffwerk, 1915 wurde in Piesteritz das Stickstoffwerk errichtet, aus dem die heutigen SKW Stickstoffwerke Piesteritz hervorgegangen sind. Zu DDR-Zeiten arbeiteten dort rund 9.000 Menschen, nach 1990 schrumpfte das Werk stark, das Gelände wurde zum Industriepark für viele Firmen.
Für den Werkschutz heißt das: ein großer Chemiestandort mit eigenen Regeln, daneben mittelgroße Werke mit Schichtbetrieb und kleinere Gewerbegebiete, in denen nur nachts und am Wochenende jemand das Gelände im Blick haben muss.
Wo Werkschutz in Wittenberg gebraucht wird
Die Wirtschaftsförderung der Stadt führt fünf Gewerbe- und Industriegebiete. Die folgenden Standorte zeigen, wie verschieden die Aufgaben an Tor und Zaun sind; genannte Firmen sind keine Kunden von uns:
- Agro-Chemie-Park Piesteritz: rund 220 Hektar mit etwa 45 Firmen, über 30 Kilometer Gleis und privatem Elbhafen für Schütt- und Flüssiggut
- Gewerbegebiet Apollensdorf-Nord: 30,8 Hektar Industrie- und Gewerbefläche nordwestlich der Stadt, Hauptnutzer ist das Werk von SIG Combibloc
- Gewerbegebiet Heuweg: rund sechs Hektar am Westrand des Chemieparks mit Gewächshausanlage im Wärmeverbund
- Feldbinder in Reinsdorf: rund 500 Beschäftigte, Bau von Silo- und Tankwaggons
- Gewerbegebiet Pratau: 24 Hektar südlich der Elbe mit einem Lebensmittelwerk und einer internationalen Kühlspedition
- Gewerbegebiet Kropstädt: rund acht Hektar an der B 2 mit Fertigkellerbau und Druckerei
Chemiepark Piesteritz: Tor, Gefahrstoff und Fremdfirmen
Die SKW Stickstoffwerke sind Deutschlands größter Hersteller von Ammoniak und Harnstoff und erzeugen jährlich mehr als vier Millionen Tonnen Produkte. Auf einem solchen Gelände bestimmen Gefahrstoffbereiche, Rauchverbote, Sammelplätze und die Alarmwege des Betreibers den Alltag. Am Tor heißt das: Fahrer und Fahrzeuge anmelden, Begleitpapiere mit den Vorgaben des Betreibers abgleichen, Besucher einweisen und Ausweise ausgeben.
Besonders viel Betrieb herrscht bei Revisionen, wenn viele Fremdfirmen gleichzeitig arbeiten. Dann helfen zusätzliche Kräfte für Anmeldung, Ausweisvergabe und Lenkung zu den Arbeitsbereichen, abgestimmt mit der Leitwarte des Betreibers. Alle Regeln werden vor dem ersten Dienst an Ort und Stelle eingewiesen.
Verpackung, Waggonbau und Kühllogistik
Das Werk in Apollensdorf-Nord stellt jährlich rund 3,5 Milliarden Getränkekartons her. Dort zählen Torkontrolle im Schichtbetrieb, Abgleich von Ladungen und der Schutz von Rollenware auf Freiflächen. Beim Waggonbau in Reinsdorf stehen große, wertvolle Fahrzeuge oft tagelang im Freien; Rundgänge über das Gelände und Kontrolle der Zufahrten sind hier wichtiger als die Pforte allein.
In Pratau kommen Kühltransporte zu jeder Tageszeit an. Wer Lkw nachts einweist, Kennzeichen erfasst und Plomben prüft, sorgt dafür, dass Ware und Papiere zusammenpassen, bevor sie das Gelände verlassen.
Betriebe mit Standorten in Wittenberg und Coswig (Anhalt) oder Dessau-Roßlau können beide Einsätze über einen Ansprechpartner abstimmen.
So prüfen und organisieren wir den Einsatz
Wittenberg liegt außerhalb unserer Kernregion Nord, ein eigenes Büro in Sachsen-Anhalt haben wir nicht. Werkschutz übernehmen wir hier vorhabenbezogen: Erst klären wir Tore, Zeiten, Zutrittsregeln und Laufzeit, dann prüfen wir Anfahrt und Personal. Ein Angebot erhalten Sie erst, wenn eine verlässliche Besetzung möglich ist.
Im laufenden Auftrag haben Sie einen festen Ansprechpartner. Torbuch, Rundgänge und Vorkommnisse halten wir mit Uhrzeit im Bericht fest. Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, wer über Zutritt entscheidet, die Sachkundeprüfung. Wir arbeiten nach DIN 77200 und sind nach ISO 9001 zertifiziert. Rund um die Uhr sind wir unter +49 4321 78 33 590 erreichbar.
Kosten für Werkschutz in Wittenberg
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine Pforte, die über Monate im Dauerauftrag besetzt ist, lässt sich günstiger planen als eine kurzfristige Verstärkung während einer Revision. Nachtschichten, Sonn- und Feiertage sowie Anforderungen wie Sachkundeprüfung oder Gefahrstoffkenntnisse verschieben den Preis nach oben.
Ruht die Produktion nachts, kann ein Rundgang zu wechselnden Zeiten günstiger sein als eine feste Besetzung. Mehr zum Land lesen Sie unter Werkschutz in Sachsen-Anhalt.


