Industrie in Hildesheim: Mittelstadt mit großen Werken
Hildesheim zählt knapp unter 100.000 Einwohner, hat aber Betriebe, deren Gelände eher zu einer Großstadt passen würden. Den Kern bildet der Bosch-Standort im Hildesheimer Wald. Dort werden heute Elektromotoren und elektrische Antriebe gebaut und getestet, Steuergeräte aus mehreren Geschäftsbereichen aufbereitet und in eigenen Laboren Prüfungen zu elektromagnetischer Verträglichkeit, Funk und Zuverlässigkeit gefahren. Auch die Bosch-Tochter ETAS ist dort angesiedelt. Für den Werkschutz bedeutet das: Neben Lager und Produktion gibt es Entwicklungs- und Prüfbereiche, in die nicht jeder Besucher und nicht jede Fremdfirma hineindarf.
In der Nordstadt arbeitet KSM Castings auf dem Gelände, das früher zu VDM gehörte. Eine Gießerei hat andere Schwerpunkte als ein Elektronikstandort: schwere Lkw mit Rohmaterial und Gussteilen, Schmelzbetrieb, hohe Temperaturen und ein Werksgelände mit vielen Zufahrten. Weitere Industrie- und Dienstleistungsbetriebe der Stadt sind Howmet Aerospace und Petrofer.
Wo Werkschutz in Hildesheim anfällt
Werkschutz wird überall gebraucht, wo Schichtbetrieb, Warenverkehr und Fremdfirmen zusammenkommen. In Hildesheim sind das vor allem diese Bereiche:
- der Bosch-Standort im Hildesheimer Wald mit Fertigung, Prüflaboren und Ausbildung für knapp 160 Nachwuchskräfte
- das Gießereigelände von KSM Castings in der Nordstadt
- das Industriegebiet entlang der Bavenstedter Straße, wo Coca-Cola der größte Arbeitgeber des Ortsteils ist
- der Hafen am Ende des Stichkanals mit den angrenzenden Gewerbeflächen
- die Flächen auf dem früheren Fliegerhorst in Steuerwald, die nach 1993 zum Gewerbegebiet wurden
- Luftfahrtbetriebe am Flugplatz im Norden der Stadt
Die Wege zwischen diesen Standorten sind kurz. Wer mehrere Werke oder Lager in der Stadt hat, kann Pforte an einem Standort und Streife an einem anderen aus einer Hand planen lassen.
Pforte, Fremdfirmen und Lkw: so läuft der Dienst
Am Werkstor beginnt der Tag mit dem Schichtwechsel. Die Pforte kontrolliert Werksausweise, gibt Besucherausweise aus und meldet Gäste beim Gastgeber an. Fremdfirmen werden mit Auftrag, Ansprechpartner und Arbeitsbereich erfasst, Sicherheitsunterweisungen nach Vorgabe des Werks abgefragt und Werkzeugkisten auf Wunsch kontrolliert. In Prüf- und Entwicklungsbereichen achten wir darauf, dass Foto- und Filmverbote eingehalten werden und Besucher begleitet bleiben.
Bei der Lkw-Abfertigung gleichen wir Frachtpapiere mit dem Auftrag ab, weisen Fahrer an die richtige Rampe, prüfen Plomben und notieren Kennzeichen sowie Ein- und Ausfahrtszeiten. Bei Gießerei und Getränkeindustrie ist der Lkw-Takt hoch, deshalb legen wir mit dem Werk fest, wann Fahrzeuge warten müssen und wo sie das tun, damit Zufahrten und Feuerwehrflächen frei bleiben.
Nachts und am Wochenende geht der Werkschutz Streife: Zaun, Tore, Hallentüren, Freilager, Technikräume. Auffälligkeiten werden mit Uhrzeit und Foto festgehalten und an die vereinbarten Stellen gemeldet. Löst eine Anlage aus, prüft die Kraft vor Ort und verständigt Bereitschaft oder Polizei.
Hafen und Stichkanal: offene Flächen am Wasser
Der Hafen in der Nordstadt ging 1928 in Betrieb und ist über den rund 15 Kilometer langen Stichkanal bei Sehnde an den Mittellandkanal angebunden. Umschlagflächen am Wasser sind anders zu schützen als ein geschlossenes Werk: Die Uferseite lässt sich nicht einzäunen, Material lagert unter freiem Himmel, und Schiffe liegen auch nachts an. Hier setzen wir auf feste Kontrollpunkte an Kaikante, Lagerplätzen und Zufahrt sowie auf ein Meldebuch, in dem Anlieger, Schiffsführer und Spediteure erfasst werden, wenn das Gelände außerhalb der Betriebszeiten betreten wird.
Für Betriebe am Hafen, die keine Dauerbesetzung brauchen, lässt sich der Werkschutz mit einem Revierdienst kombinieren: Pforte tagsüber, nachts mehrere Streifenfahrten.
Planung, Qualifikation und Kosten
Niedersachsen gehört zu unserer Kernregion Nord. Ein Büro in Hildesheim haben wir nicht; die Einsätze planen wir aus der Niederlassung Bremen und dem Hauptsitz Neumünster mit Kräften aus unserem Personalstamm. Vor dem Start geht die Einsatzleitung mit Ihnen das Werk ab, schreibt die Dienstanweisung und weist jede Kraft vor Ort ein. Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, für Pforte mit Publikumsverkehr setzen wir Kräfte mit Sachkundeprüfung ein. Das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Beim Werkschutz zählt vor allem die Laufzeit: Eine dauerhaft besetzte Pforte mit festen Kräften lässt sich anders kalkulieren als ein kurzer Einsatz während einer Produktionspause. Nachtanteil, Sonn- und Feiertage sowie Zusatzaufgaben wie Empfang oder Waagenbedienung fließen ebenfalls ein.
Einen Überblick über die Leistung bietet die Seite Werkschutz, die Leistungen in der Stadt finden Sie unter Sicherheitsdienst Hildesheim, den Werkschutz in der Nachbarschaft unter Salzgitter.


