Eine Landeshauptstadt mit großem Industrieanteil
Hannover wird oft zuerst mit Messe, Versicherungen und Verwaltung verbunden. Unter den größten Arbeitgebern der Stadt stehen aber Industriebetriebe ganz oben: Volkswagen Nutzfahrzeuge beschäftigt in Hannover rund 15.000 Menschen, Continental rund 7.800, der Bremsen- und Steuerungsspezialist WABCO etwa 2.500. Hinzu kommen Komatsu Hanomag mit dem Baumaschinenbau in Linden, ein Werk für Starterbatterien, das früher zu Varta gehörte, sowie Lebensmittelhersteller wie Harry-Brot, die Gilde Brauerei und die Herrenhäuser Brauerei.
Für den Werkschutz bedeutet das: Viele Standorte sind groß, haben mehrere Tore und arbeiten im Schichtbetrieb. Täglich pendeln rund 164.900 Menschen in die Stadt, ein großer Teil davon in Werke und Gewerbegebiete. Wer an einer Pforte in Hannover steht, hat es zu Schichtbeginn mit Hunderten Beschäftigten, Fremdfirmen und Lieferverkehr gleichzeitig zu tun.
Werke, Häfen und Gewerbeflächen mit Bedarf an Werkschutz
Die Industrie Hannovers konzentriert sich auf einige Lagen, die meist am Mittellandkanal oder an den Schnellwegen liegen. Typische Einsatzorte für Pforten-, Kontroll- und Streifendienste sind:
- Stöcken im Nordwesten mit dem Volkswagen-Werk, in dem seit 1956 der Bulli gebaut wird, und dem Continental-Werk
- der Nordhafen mit 85 Hektar Fläche, rund 2,8 Kilometer Kaje und etwa 30 Betrieben aus Fahrzeugzulieferung, Chemie, Verpackung und Schrottrecycling
- der Lindener Hafen in Linden-Mitte und Limmer, ein Speditions- und Logistikzentrum mit rund 50 Betrieben und etwa 3.000 Beschäftigten
- der Brinker Hafen in Vinnhorst, wo Stahlhandel, Recycling und Aluminiumverarbeitung zusammenkommen
- Linden-Süd mit dem Baumaschinenwerk an der Hanomagstraße
- Misburg-Süd mit der Zementindustrie und dem Misburger Hafen
- Wülfel mit der Chemischen Fabrik an der Hildesheimer Straße
Jede dieser Lagen stellt eigene Anforderungen. Ein Hafenbetrieb mit Gleisanschluss braucht Kontrollen an Kaje und Gleisfeld, ein Automobilwerk eine Pforte, die Werksausweise, Besucher und Zulieferer in getrennten Abläufen abfertigt.
Vom Schichtbeginn bis zur Nachtstreife
In einem Werk mit Dreischichtbetrieb gibt es drei Spitzen am Tor. Zum Schichtwechsel prüft der Werkschutz Ausweise, hält Zufahrten für Busse und Pendlerverkehr frei und achtet darauf, dass keine Unbefugten mit hineinrutschen. Zwischen den Spitzen geht es um Lieferverkehr: Lkw melden sich an der Pforte, die Kraft gleicht Lieferavis und Rampenplan ab, weist Wartepositionen zu und gibt das Fahrzeug frei, sobald die Rampe bereit ist.
Fremdfirmen werden registriert, erhalten einen Tagesausweis und eine Sicherheitsunterweisung nach Ihren Vorgaben. Bei ausgehender Ware prüfen wir stichprobenartig Ladung, Lieferschein und Plomben. Nachts wechselt der Dienst auf Rundgänge über Freiflächen, Lagerhallen und Parkplätze. An Hafenstandorten gehören die Kaikante und abgestellte Container dazu, bei Werken mit Gleisanschluss auch die Übergabepunkte der Bahn.
Fällt eine Anlage aus oder läuft ein Alarm auf, informiert der Werkschutz die Bereitschaft Ihres Hauses, weist Feuerwehr oder Techniker ein und hält das Ereignis im Wachbuch fest.
Planung aus Bremen und Neumünster
Hannover gehört zu unserer Kernregion Nord, ein eigenes Büro haben wir in der Stadt nicht. Den Werkschutz planen wir aus unserer Niederlassung in Bremen und unserem Hauptsitz in Neumünster, aus dem eigenen Personalstamm. Vor dem Start sehen wir uns Tore, Zufahrten und Abläufe vor Ort an und schreiben mit Ihnen eine Dienstanweisung, die zu Ihrem Werk passt.
Sie bekommen einen festen Ansprechpartner, der Schichtplan, Urlaubsvertretung und Einarbeitung neuer Kräfte steuert. Für Werke mit Dauerbetrieb bauen wir einen festen Stamm an Kräften auf, die Ihr Gelände kennen. Weitere Informationen zur Leistung finden Sie auf unserer Seite zum Werkschutz und zur Lage in ganz Niedersachsen.
Qualifikation und Nachweise
Unsere Kräfte im Werkschutz haben die Unterrichtung oder die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, für Pforten mit hohem Anteil an Kontrollen setzen wir bevorzugt Sachkundige ein. Das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Werksspezifisches lernen die Kräfte bei der Einweisung durch Ihren Sicherheitsverantwortlichen: Zonen, Ausweisarten, Notfallnummern und Sonderregeln für Gefahrstoffe.
Alle Kontrollen, Besuche und Vorkommnisse dokumentieren wir nachvollziehbar, sodass Ihr Qualitäts- oder Sicherheitsmanagement bei einem Audit jederzeit belegen kann, wer wann auf dem Gelände war.
Kosten für Werkschutz in Hannover
Als Richtwert für Werkschutz rechnen wir mit 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo innerhalb dieser Spanne Ihr Auftrag liegt, hängt vor allem von der Dauer und Lage der Dienste ab: Ein durchgehend besetztes Tor rund um die Uhr hat einen hohen Anteil an Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden, eine reine Tagespforte nicht. Auch die Zahl der Kräfte je Schicht, besondere Anforderungen wie Ladungskontrolle oder Gefahrgut und die Laufzeit des Vertrags fließen ein.
Ein Dauerauftrag mit festem Stamm lässt sich günstiger planen als einzelne Einsätze in Werksferien oder bei Umbauten. Nach der Besichtigung erhalten Sie ein Angebot mit offen ausgewiesenen Zuschlägen.


