Eine Hafenstadt, deren Industrie vom Land lebt
Husum hat knapp 24.000 Einwohner und ist Kreisstadt von Nordfriesland. Schwerindustrie gibt es hier kaum, dafür eine Wirtschaft, die eng mit dem Umland verbunden ist: Landhandel, Agrarumschlag, Baustoff- und Baumarkthandel und eine Windbranche, die in Husum Vertrieb, Service und Logistik bündelt. Das Ergebnis sind Betriebsgelände, auf denen weniger produziert als gelagert, verladen und verteilt wird.
Für den Werkschutz bedeutet das einen anderen Rhythmus als in einer Fabrik mit drei festen Schichten. In der Ernte fahren an manchen Tagen Dutzende Lkw und Traktoren dieselbe Annahmestelle an, im Winter herrscht an denselben Toren wenig Betrieb. Eine Pforte, die dort funktioniert, muss mit Spitzen umgehen können, ohne in ruhigen Wochen überbesetzt zu sein.
Typische Standorte für Werkschutz in Husum
Die folgende Übersicht zeigt, wo in und um die Kreisstadt Husum Tor- und Geländeaufgaben anfallen. Genannt sind reale Standorte als Beispiele für typische Lagen, keine Referenzen:
- Außenhafen: ein Tidehafen, über den vor allem landwirtschaftliche Güter laufen. 2020 wurden dort nach den Hafenzahlen rund 229.000 Tonnen umgeschlagen. Waage, Annahme und Kaje sind die Kontrollpunkte.
- Silostandorte von ATR Landhandel und Hauptgenossenschaft Nord am Außenhafen: hohe Bauwerke, Förderanlagen und Fahrzeugverkehr auf engem Raum.
- Gewerbegebiet Ost: Bau- und Heimwerkermärkte mit Außenlager, Handwerksbetriebe und Handel, mit regelmäßigen Anlieferungen am frühen Morgen.
- Betriebe der Windenergie: Vestas steuert von Husum aus den Vertrieb für Mitteleuropa, und die Reederei North Frisian Offshore betreibt Crew-Transferschiffe für Offshore-Windparks.
- Binnenhafen mit Seeschleuse: früherer Werfthafen, der heute vom Land verpachtet und verwaltet wird und an dem Liegeplätze und Flächen kontrolliert werden müssen.
Was an der Pforte und auf dem Gelände zu tun ist
Der Schwerpunkt liegt auf der Zufahrt. Unsere Kräfte gleichen Kennzeichen, Fahrer und Begleitpapiere mit der Anmeldeliste ab, weisen Fahrzeuge zur richtigen Annahmestelle, geben Besucherausweise aus und erfassen Fremdfirmen, bevor sie das Gelände betreten. Bei Getreide und Futtermitteln gehört dazu oft der Weg über die Fahrzeugwaage, bei Bauteilen der Windbranche die Abstimmung mit Kran und Stapler, damit niemand unter schwebender Last läuft.
Nach Betriebsschluss wird aus der Pforte ein Kontrollgang. Geprüft werden Tore, Zaunfelder, Beleuchtung, Gefahrstoff- und Treibstofflager sowie Bereiche an der Kaje, die von der Straße aus nicht zu sehen sind. Bei Sturmlagen, die an der Nordseeküste regelmäßig vorkommen, achten wir zusätzlich auf lose Planen, offene Hallentore und umgestürzte Absperrungen.
- Zufahrtskontrolle mit Abgleich von Lieferschein und Anmeldung
- Fremdfirmen- und Besuchererfassung mit Sicherheitsunterweisung
- Schlüssel- und Ausweisverwaltung
- Nächtliche Rundgänge über Lagerflächen und Kaje
- Wachbuch mit Uhrzeit, Ort und Foto je Feststellung
Besetzung planen: Erntezeit, Tide und Schichtwechsel
Bevor die erste Schicht beginnt, gehen wir das Gelände gemeinsam ab und legen fest, wann die Pforte voll besetzt sein muss und wann ein Rundgang genügt. In Husum spielen dabei Faktoren eine Rolle, die anderswo kaum vorkommen: Schiffsbewegungen am Tidehafen richten sich nach dem Wasserstand, Erntespitzen nach dem Wetter. Wir planen deshalb mit einem festen Grundteam und einer Verstärkung, die in den Spitzen dazukommt.
Die Dienstpläne entstehen an unserem Hauptsitz in Neumünster aus dem eigenen Personalstamm in Schleswig-Holstein. Die Anfahrt an die Westküste rechnen wir in die Planung ein, damit Ablösungen pünktlich stehen. Ihr Ansprechpartner bleibt derselbe, und das Team an Ihrem Tor wechselt so selten wie möglich, damit es Fahrer, Abläufe und Ausnahmen kennt.
Qualifikation, Nachweise und Zertifikate
Alle eingesetzten Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, für verantwortungsvollere Posten setzen wir Personal mit Sachkundeprüfung ein. Unser Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Wenn Ihr Betrieb besondere Regeln hat, etwa für Arbeiten an Silos, auf der Kaje oder mit Gefahrstoffen, nehmen wir sie in die Dienstanweisung auf und dokumentieren, wer eingewiesen wurde. Mehr zum Leistungsbild lesen Sie auf unserer Seite zum Werkschutz.
Kosten für Werkschutz in Husum
Ein Werkschutzauftrag läuft meist über Monate oder Jahre, die Kosten sind daher gut vorhersehbar. Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Ausschlag geben die Zahl der Stunden in der Nacht und am Wochenende, die geforderte Qualifikation und die Frage, ob Ihr Tor dauerhaft oder nur in Spitzenzeiten besetzt sein muss. Wer die Pforte nur in der Ernte voll besetzt und sonst auf Rundgänge setzt, spart deutlich gegenüber einer ganzjährigen Dauerbesetzung.
Ein festes Angebot erhalten Sie nach der Besichtigung. Wie Werkschutz in anderen Teilen des Landes organisiert wird, zeigt die Seite Werkschutz in Schleswig-Holstein.


