Werkschutz ohne Großindustrie – was das in Schleswig heißt
Wer an Werkschutz denkt, hat meist Chemieparks oder Werften vor Augen. Schleswig sieht anders aus. Seit der Schließung der Zuckerfabrik im Jahr 2003 prägen mittelständische Betriebe, Dienstleister, Handwerk und Handel die Wirtschaft der Stadt. Größere Gewerbeflächen liegen vor allem in Sankt Jürgen und im Norden der Stadt. Einige Unternehmen mit überregionaler Bedeutung haben hier ihren Sitz, darunter die Schleswiger Asphaltsplitt-Werke, der Fitnessgerätehersteller Sport-Tiedje und die Stadtwerke Schleswig als Unternehmensverbund.
Gerade kleinere Betriebe haben oft keine eigene Werkschutzabteilung. Die Aufgaben sind trotzdem dieselben: Jemand muss wissen, wer auf dem Gelände ist, wer einen Schlüssel hat und was nachts auf dem Hof steht. Wir übernehmen diese Aufgaben ganz oder für bestimmte Zeiten, etwa nur am Wochenende, nur während einer Betriebsruhe oder nur bei Wartungsarbeiten mit vielen Fremdfirmen.
Wo Werkschutz in Schleswig gebraucht wird
Die folgenden Lagen beschreiben typische Einsatzorte in und um die Stadt. Es handelt sich um Beispiele, nicht um Kunden:
- Gewerbegebiet St. Jürgen: Betriebe mit Hallen, Höfen und Stellflächen, die nach Feierabend verlassen sind.
- Gewerbegebiet Schleswig-Nord: Lager und Werkstätten mit morgendlichem Lieferverkehr und ruhigen Nächten.
- Anlagen der Versorgung: Netze, Pumpwerke und Betriebshöfe, bei denen ein Ausfall viele Haushalte trifft und Zutritt streng geregelt sein muss.
- Baustoff- und Materialhöfe: offene Lagerflächen mit Maschinen, Kraftstoff und Metall, die für Diebe interessant sind.
- Betriebe im Umland an der A 7, etwa in Schuby oder Jagel, die von der Stadt aus in kurzer Zeit erreichbar sind.
Aufgaben an Tor, Hof und Halle
Tagsüber steht die Kontrolle der Zufahrt im Mittelpunkt. Unsere Kräfte gleichen Fahrzeuge und Lieferscheine mit dem Anmeldeplan ab, weisen Fahrer auf die richtige Rampe, geben Besucherausweise aus und halten fest, welche Fremdfirma mit wie vielen Leuten wo arbeitet. Wer zum ersten Mal auf das Gelände kommt, erhält die Sicherheitsunterweisung nach Ihren Vorgaben, und wir notieren, wer sie bekommen hat.
Außerhalb der Arbeitszeit wechselt die Aufgabe. Dann geht es um Rundgänge über Hof und Hallen, die Prüfung von Toren, Zäunen und Beleuchtung und den Blick auf Bereiche, die von der Straße aus nicht zu sehen sind. Bei Versorgern kommen technische Meldungen hinzu: Störmeldungen werden nach einem festgelegten Plan an die Rufbereitschaft weitergegeben, statt bis zum Morgen liegen zu bleiben.
- Zufahrtskontrolle mit Abgleich von Kennzeichen und Lieferpapieren
- Besucher- und Fremdfirmenmanagement mit Unterweisungsnachweis
- Schlüsselausgabe und Rücknahme mit Quittung
- Nachtrundgänge mit erfassten Kontrollpunkten
- Weitergabe technischer Störmeldungen an Ihre Bereitschaft
Planung und Einarbeitung
Die Dienstplanung erfolgt an unserem Hauptsitz in Neumünster, das über die A 7 direkt mit Schleswig verbunden ist. Wir bauen für Ihren Betrieb ein festes Team auf und arbeiten jede neue Kraft vor Ort ein, bevor sie allein an der Pforte steht. Ändert sich Ihr Schichtmodell, etwa saisonal, passen wir die Besetzung an, ohne dass Sie neu verhandeln müssen.
Für Unternehmen mit Standorten in Schleswig und Rendsburg oder weiter nördlich lassen sich beide Standorte gemeinsam planen. Grundsätzliches zum Leistungsbild lesen Sie auf unserer Seite zum Werkschutz.
Qualifikation, Normen, Dokumentation
Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO; für Pforten mit Verantwortung für Schlüssel, Alarmtechnik oder Gefahrstoffbereiche setzen wir Personal mit Sachkundeprüfung ein. Das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Jede Schicht wird dokumentiert: Ein- und Ausfahrten, Rundgänge, Meldungen und Übergaben. So können Sie bei einem Schaden oder einer Prüfung nachvollziehen, was wann geschehen ist.
Was Werkschutz kostet
Beim Werkschutz zahlen Sie für eine verlässlich besetzte Pforte, nicht für Einzelaktionen. Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Für einen Mittelständler in Schleswig ist häufig eine Teilbesetzung sinnvoll, zum Beispiel morgens zur Anlieferung und nachts als Rundgang, statt einer Pforte rund um die Uhr. Das hält die Stunden im Rahmen.
Wie andere Betriebe im Land ihren Werkschutz aufstellen, zeigt die Übersicht Werkschutz in Schleswig-Holstein. Ein verbindliches Angebot erhalten Sie nach einer Besichtigung.


