Lebensmittel als Industrie: was das für den Werkschutz heißt
Die Stadt beschreibt sich selbst als drittgrößten Lebensmittelstandort Bayerns. Hinter diesem Satz stehen Betriebe mit Schichtarbeit, viel Lkw-Verkehr und strengen Vorgaben zur Hygiene. Ein Werkschutz muss hier mehr leisten als ein Schlagbaum: Er entscheidet mit, wer welche Zone betreten darf, ob ein Monteur eingewiesen ist und ob die Ladung zur Liste passt.
Dazu kommt ein zweiter Schwerpunkt der Kulmbacher Wirtschaft, die Energie- und Umwelttechnik. Auch dort laufen Fertigung, Versand und Service über eingezäunte Gelände mit Toren, die außerhalb der Arbeitszeit geschlossen bleiben müssen.
Werke und Gewerbestraßen in der Stadt
Öffentlich beschrieben sind unter anderem die folgenden Unternehmen. Wir nennen sie, weil sie das Umfeld zeigen, nicht weil wir für sie arbeiten:
- IREKS an der Lichtenfelser Straße, Hersteller von Backzutaten und Braumalz, der seit 1856 Malz herstellt und in Kulmbach rund 900 Menschen beschäftigt
- die Kulmbacher Brauerei mit Sitz in derselben Straße, zu deren Marken Mönchshof, EKU und Kapuziner gehören
- RAPS, Hersteller von Gewürzen und funktionellen Zutaten, mit Stammsitz an der Adalbert-Raps-Straße und mehreren Werken in der Stadt
- Glen Dimplex Deutschland, das in Kulmbach seit mehr als vierzig Jahren Kühl- und Heizsysteme fertigt
- AGO Energie und Anlagen Am Goldenen Feld, spezialisiert auf Biomasse- und Kraft-Wärme-Anlagen
- die Malzfabriken, die nach Darstellung der Stadtgeschichte bis heute in Betrieb sind
Am Tor: Anmeldung, Ladung, Hygienezone
Der Tag an einer Pforte in einem Lebensmittelbetrieb folgt meist einem Muster. Früh kommen Rohstoffe, mittags Fremdfirmen für Wartung, am Nachmittag geht die Ware raus. Unsere Kraft gleicht Kennzeichen und Lieferschein mit Ihrem Zeitfenster ab, weist auf die richtige Rampe und vermerkt Ein- und Ausfahrt. Besucher bekommen einen Ausweis und werden abgeholt, Monteure erst nach der Hygieneunterweisung durch Ihr Personal eingelassen.
Für ein Audit ist entscheidend, dass sich jeder Zutritt nachvollziehen lässt. Deshalb führen wir das Besucherbuch so, wie Ihr Qualitätsmanagement es verlangt, und geben es nach jeder Schicht weiter. Was nicht in die Liste passt, entscheidet nicht der Werkschutz, sondern eine verantwortliche Person aus Ihrem Haus.
Nach Schichtende: Rundgang über Hof und Lager
Brauereien und Mälzereien lagern Leergut, Paletten und Rohstoffe oft auf Freiflächen. Hersteller von Wärmepumpen haben Fertigware im Hof stehen. Ist die letzte Schicht gegangen, geht unser Werkschutz Zäune und Tore ab, prüft Hallentore, Rauchabzüge und Außenbeleuchtung und meldet, was offen ist oder beschädigt wirkt.
Wo Anlagen auch nachts laufen, etwa Kühlung oder Trocknung, kann der Rundgang Kontrollpunkte an Ihrer Technik umfassen. Alarmmeldungen gehen dabei immer an die Stelle, die Sie bestimmen, bei Bedarf auch an die Leitstelle Ihres Errichters.
Vorhabenbezogen aus dem Norden: unser Ablauf
Unser Hauptsitz ist Neumünster, dazu kommen Niederlassungen in Berlin und Bremen. Ein Werkschutz in Oberfranken ist für uns kein Tagesgeschäft, sondern ein Vorhaben, das wir einzeln prüfen. Wir klären, ob sich ein festes Team über Monate halten lässt und wie Krankheit und Urlaub aufgefangen werden. Erst dann bekommen Sie ein Angebot.
Vor dem Start gehen wir mit Ihnen Tore, Ladezonen und Meldewege ab und schreiben die Dienstanweisung. Jede Kraft hat mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, für Personenkontrollen setzen wir die Sachkundeprüfung voraus. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Zur Stadt allgemein lesen Sie mehr unter Sicherheitsdienst Kulmbach, zum Freistaat unter Werkschutz Bayern; für Betriebe in der Nachbarschaft gibt es eine eigene Seite zu Bayreuth.
Kosten eines Werkschutzes in Kulmbach
Unser Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Da Werkschutz fast immer als Dauerauftrag läuft, wirkt sich die Mischung aus Tag-, Nacht- und Wochenendstunden stark auf den Monatsbetrag aus. Weitere Einflussgrößen sind die Zahl der Posten, Zusatzaufgaben wie Ladungskontrolle und die geforderte Qualifikation.
Manche Betriebe brauchen die Pforte nur zu Lieferzeiten, nachts genügt ein Rundgang. Andere wollen eine durchgehende Besetzung. Wir stellen beide Modelle nebeneinander, damit Sie sehen, was der Unterschied kostet und was er bringt.


