Eine Eisenbahnstadt mit Werkhallen
Stendal ist seit 1849 an die Strecke Magdeburg–Wittenberge angeschlossen, der Hauptbahnhof ist heute der wichtigste Knoten im Norden Sachsen-Anhalts, mit Halten von Intercity und ICE. Aus dieser Geschichte stammt auch das größte Werkgelände der Kernstadt: Die Magdeburg-Halberstädter Eisenbahngesellschaft eröffnete 1873 eine Werkstatt mit 170 Facharbeitern, die später als Reichsbahnausbesserungswerk bekannt wurde. Von 1975 an wurden dort Dieselloks der Baureihe V 100 instand gesetzt, bis zu 300 im Jahr.
Seit 2012 gehört der Standort vollständig zu Alstom. In den Hallen östlich des Nachtigalplatzes werden heute Dieselloks repariert und weiterentwickelt, ältere Streckenloks bekommen neue Technik. Wo Lokomotiven über Wochen in einer Halle stehen, Kupferkabel, Elektronikbaugruppen und Spezialwerkzeug bereitliegen und Gleise das Gelände mit dem Netz verbinden, gehört eine geregelte Zutrittskontrolle zum Betrieb.
Wo in Stendal Werkschutz gefragt ist
Die Liste beschreibt Arten von Betrieben und Flächen in und um Stendal. Es handelt sich nicht um Kunden:
- Schienenfahrzeugtechnik mit Gleiszufahrt, Prüfständen und Ersatzteillager, wie am früheren Ausbesserungswerk.
- Das Industrie- und Gewerbegebiet Langer Weg an der Ortsumgehung der B 189, mit rund 23 Betrieben aus Metallverarbeitung, Dämmtechnik, Energieerzeugung, Handwerk und Handel.
- Die Industrieflächen Langer Weg West, ein Gebiet für Industrienutzung mit Lärmgrenzen bei Tag und Nacht, auf denen künftige Ansiedlungen mit Schichtbetrieb denkbar sind.
- Die Anlagen der Stadtwerke, etwa das zentrale Klärwerk am Arnimer Damm, das seit 1993 in Betrieb ist.
- Im Umland das Zellstoffwerk in Arneburg auf dem Gelände des nie fertiggestellten Kernkraftwerks, mit rund 500 Beschäftigten (Stand 2024).
Was ein Werktor in Stendal leisten muss
In einem Instandhaltungswerk für Schienenfahrzeuge ist das Tor kein reiner Durchgang. Monteure von Zulieferern kommen für Prüfungen, Abnahmeteams für einzelne Fahrzeuge, Speditionen für Radsätze und Großteile. Wer welche Halle betreten darf, hängt am Auftrag und an der Unterweisung, nicht am Firmenlogo auf der Jacke. Am Tor heißt das: Besucherlisten mit dem Betrieb abstimmen, Ausweise gegen die Liste halten, Fahrzeuge auf mitgeführte Ladung ansehen und Abholungen nur gegen Papiere freigeben.
Am Langen Weg sieht der Alltag anders aus. Dort liegen kleinere Betriebe nebeneinander, oft ohne eigenes Pfortenhaus. Gefragt sind dann eher Kontrollgänge über mehrere Grundstücke, Schließrunden am Abend und eine Besetzung zu Inventuren oder Betriebsferien, wenn Lager und Maschinen tagelang unbeaufsichtigt wären. Arbeitet ein Werk im Schichtbetrieb und kommen Lkw auch nachts, muss das Tor entsprechend lange besetzt bleiben, sonst steht es genau dann offen, wenn kaum jemand hinsieht.
Bausteine für Ihren Werkschutzdienst
Den Umfang legen wir mit Ihnen nach Gelände und Schichtplan fest. Typische Bausteine sind:
- Pfortendienst mit Personen- und Fahrzeugkontrolle, Besucheranmeldung und Ausgabe von Tagesausweisen.
- Fremdfirmenabwicklung nach vorab abgestimmter Liste, Einweisung nach Ihren Vorgaben, Abmeldung beim Verlassen.
- Rundgänge über Hallen, Gleisbereich, Freilager und Zaun, mit Prüfung von Toren, Fenstern, Beleuchtung und Brandschutztüren.
- Warenausgangskontrolle stichprobenartig oder vollständig, je nach Absprache mit Ihrer Logistik.
- Sofortmaßnahmen bei Störungen bis zum Eintreffen von Feuerwehr oder Polizei, Einweisung der Einsatzkräfte am Tor.
Jede Schicht führt ein Wachbuch, Besonderheiten melden wir Ihrem benannten Ansprechpartner am selben Tag.
Vorhabenbezogen: so planen wir Werkschutz in der Altmark
Sachsen-Anhalt liegt außerhalb unserer Kernregion Nord, ein Büro im Land haben wir nicht. Unser Hauptsitz ist Neumünster, Niederlassungen haben wir in Berlin und Bremen. Einen Werkschutzauftrag in Stendal übernehmen wir, wenn sich ein fester Kräftestamm mit Vertretung verlässlich planen lässt. Das prüfen wir ehrlich vor dem Angebot. Liegen weitere Objekte etwa in Tangermünde oder Gardelegen, können sich Einsätze ergänzen.
Für jede Pforte entsteht mit Ihnen eine Dienstanweisung, jede Kraft wird vor dem ersten Dienst am Objekt eingewiesen, auch in Ihre Regeln für Gleisbereiche, Schutzkleidung und Sperrzonen. Wer Kontrollaufgaben übernimmt, hat die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Werkschutz, den Überblick für das Land unter Werkschutz in Sachsen-Anhalt.
Womit Sie beim Werkschutz rechnen können
Für Werkschutz nennen wir als Richtwert 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo eine Pforte über Monate mit festen Gesichtern besetzt ist, liegt der Satz in der Regel niedriger als bei einzelnen Diensten zu einer Revision, einer Inventur oder einem Betriebsurlaub.
Dazu kommen der Anteil an Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden, wie viele Posten Sachkunde verlangen und welche Anfahrt für Stendal einzurechnen ist. Ein verbindliches Angebot erstellen wir nach einer Begehung von Tor, Hallen und Zaunverlauf.


