Ein Industriegürtel am Nordrand der Stadt
Wer Mainz nur von Dom, Altstadt und Fastnacht kennt, übersieht den Streifen zwischen Innenstadt und Mombach. Dort ist seit dem späten 19. Jahrhundert Industrie gewachsen: Mit der Rheinregulierung entstand ab 1880 ein Damm, der die frühere Insel Ingelheimer Aue an das Ufer band, 1887 öffnete der Hafen. Um die Jahrhundertwende siedelten sich Gas- und Elektrizitätswerk, Metallbetriebe und die ersten großen Fabriken an.
Für den Werkschutz ergibt sich daraus ein besonderes Bild: Alte Werksgelände mit gewachsenen Zufahrten liegen neben modernen Hallen, Wohnstraßen grenzen direkt an Tore, und viele Betriebe haben mehr als einen Zugang. Die folgende Auswahl zeigt reale Standorte, an denen Werkschutzaufgaben typischerweise anfallen. Kunden von Staffsec sind darunter nicht:
- Schott: Hauptsitz in der Neustadt seit 1952, dort Fertigung von optischem Glas, Glaskeramik-Kochflächen, Kaminsichtscheiben, Glasfasern und Pharmarohr
- Werner & Mertz: Hauptverwaltung an der Rheinallee seit 2010, Produktionszentrum L8 seit 2019, 2024 gut 1.200 Beschäftigte
- WEPA Mainz auf der Ingelheimer Aue: Hygienepapierwerk mit rund 200 Beschäftigten
- Polycasa: Herstellung extrudierter Kunststoffplatten, rund 125 Beschäftigte
- Gewerbegebiet Hechtsheim: das größte Industriegebiet der Stadt, mit Großbäckerei, Speditionen und Messegelände
Glas, Pharmarohr und Kochflächen: was am Tor zählt
In einem Glaswerk laufen Schmelz- und Formprozesse oft ohne Unterbrechung. Das bedeutet Schichtwechsel zu festen Zeiten, viele Mitarbeitende gleichzeitig am Drehkreuz und einen dauernden Strom von Lieferanten, Entsorgern und Servicetechnikern. Wer hier am Tor steht, muss Ausweise in Sekunden prüfen können, ohne dass sich ein Rückstau bis auf die Straße bildet.
Bei Pharmarohr kommt hinzu, dass Abnehmer aus der Arzneimittelindustrie Werke häufig selbst prüfen und auditieren. Besucher werden angemeldet, begleitet und wieder abgemeldet, damit jederzeit nachvollziehbar ist, wer sich in welchem Bereich aufgehalten hat. Unsere Kräfte führen dafür die Besucherliste nach Ihrer Vorgabe, geben Ausweise nur für freigegebene Zonen aus und melden Abweichungen sofort an die von Ihnen benannte Stelle.
Reinigungsmittel, Papier und Kunststoff: Rampe und Lager
Haushaltsreiniger und Schuhpflege, Rollen aus Hygienepapier, Platten aus Kunststoff: Was in Mainz hergestellt wird, verlässt die Werke in großen Mengen per Lkw. An der Rampe entscheidet sich, ob Ware, Paletten und Leergut dort ankommen, wo sie hingehören. Unsere Kräfte gleichen Kennzeichen, Fahrer und Lieferschein mit der angemeldeten Fahrt ab, weisen an das richtige Tor und halten fest, wann ein Fahrzeug das Gelände wieder verlassen hat.
In Lagern mit Rohstoffen für Reiniger oder Kunststoffplatten gehört auch die Frage dazu, wer nach Feierabend noch Zugang hat. Wir übernehmen den Verschluss nach der letzten Schicht, kontrollieren Rolltore, Notausgänge und Zäune und tragen jede offene Tür mit Uhrzeit ins Wachbuch ein.
Hafen und Ingelheimer Aue: Container, Kraftwerk, Wasserseite
Auf der Ingelheimer Aue ging 2011 ein Containerterminal in Betrieb, der den alten Umschlagplatz im Zollhafen ersetzte. Nebenan betreiben die Stadtwerke Mainz und die Kraftwerke Mainz-Wiesbaden ein Gaskraftwerk und eine Müllverbrennungsanlage. Ein solches Umfeld verlangt Absprachen mit mehreren Betreibern, eigene Regeln für Lkw-Schlangen vor dem Tor und einen Blick auf die Wasserseite, über die ein Gelände auch erreichbar ist.
Für Firmen auf der Aue planen wir Streifen so, dass Ufer, Kaianlagen und Freilager regelmäßig gesehen werden, und stimmen uns mit Sicherheitsverantwortlichen der Nachbarbetriebe ab, soweit Sie das wünschen. Wer kritische Anlagen betreibt, gibt die Grenzen unseres Auftrags vor; wir halten uns an diese Dienstanweisung und überschreiten sie nicht.
Betriebe mit weiteren Standorten am anderen Rheinufer in Wiesbaden oder in Ingelheim erhalten je Werk eine eigene Dienstanweisung und einen gemeinsamen Ansprechpartner bei uns.
So beginnt Werkschutz in Mainz
In Rheinland-Pfalz haben wir kein eigenes Büro. Deshalb prüfen wir vor jeder Zusage, wie viele Posten nötig sind, wie lange die Schichten dauern, wie lange der Auftrag laufen soll und welche Qualifikation verlangt ist. Erst wenn Besetzung und Vertretung stehen, erhalten Sie ein Angebot.
Danach gehen wir das Werk mit Ihnen ab, schreiben für jedes Tor eine Dienstanweisung und weisen die Kräfte vor Ort ein. Alle haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO; wer über Zutritt entscheidet, die Sachkundeprüfung. Wir arbeiten nach ISO 9001 und DIN 77200 und sind rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar.
Was Werkschutz in Mainz kostet
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine dauerhaft vergebene Tagespforte an Werktagen liegt meist im unteren Bereich. Teurer wird es bei durchgehend besetzten Toren, Sonn- und Feiertagsdiensten, Sachkunde für jede Kraft oder Besucherbetreuung in englischer Sprache.
Einen Überblick, wie wir Werkschutz im ganzen Land organisieren, finden Sie unter Werkschutz in Rheinland-Pfalz.


