Industrie, wo man sie nicht vermutet
Morbach ist staatlich anerkannter Luftkurort und zugleich Sitz mehrerer Industriebetriebe mit überregionalem Gewicht. Papier-Mettler, 1957 als Papiergroßhandel gegründet, stellt hier Tragetaschen, Beutel, Serviceverpackungen und Folien her und betreibt eigene Werke für Kunststoffrecycling. Weltweit arbeiteten 2020 rund 3.600 Menschen für das Familienunternehmen.
Daneben prägen zwei Holzbetriebe die Gemeinde: die elka-Holzwerke mit Spanplatten und Schnittholz und rund 200 Beschäftigten sowie Eugen Decker mit Brettschichtholz und Brettsperrholz an zwei Standorten. Schaeffler Friction Products, Hersteller von Kupplungs- und Reibbelägen, hat seinen Sitz in der Industriestraße. Für den Werkschutz heißt das: viel Schwerverkehr, große Lager mit brennbarem Material und Schichtbetrieb.
Werke und Flächen, an denen Werkschutz anfällt
Was ein Werkschutz in Morbach leisten muss, lässt sich an diesen Betrieben und Flächen ablesen. Für keinen davon sind wir tätig:
- Papier-Mettler: Verpackungsfertigung und Recycling, Versand an Handel und Gastronomie, eigene Betriebsfläche von knapp 14 Hektar
- elka-Holzwerke an der Hochwaldstraße: Rundholzanlieferung, Spanplattenproduktion, derzeit Umbau mit neuer Pressenstraße und Biomasse-Kraftwerk
- Eugen Decker Holzindustrie: Brettschicht- und Brettsperrholz für den Holzbau, Werk 2 auf gut sechs Hektar
- Schaeffler Friction Products in der Industriestraße: Zulieferfertigung mit Werkzeugen und Rezepturen, die nicht nach außen gehören
- Gewerbegebiet An der Hochwaldstraße: mit fast 40 Hektar die größte ausgewiesene Gewerbefläche der Gemeinde
Die Pforte als Taktgeber für Holz- und Papierverkehr
In einem Holzwerk kommen Rundholz und Späne in Wellen, oft schon vor Sonnenaufgang. Bei der Papier- und Folienverarbeitung laufen Rohstoffe herein und fertige Ware an viele Empfänger hinaus. Am Tor sprechen wir jeden Fahrer an, gleichen Kennzeichen, Spedition und Zeitfenster mit Ihrer Avisierung ab, weisen eine Rampe oder einen Warteplatz zu und erfassen die Ausfahrt. Wer ohne Anmeldung kommt, wartet, bis Ihre Disposition entschieden hat.
Welche Fremdfirmen hinein dürfen, bestimmt Ihre Instandhaltung mit einer tagesaktuellen Liste. Wir geben danach Ausweise aus, weisen auf Ihre Sicherheitsregeln hin und sammeln die Ausweise beim Verlassen wieder ein. Laufen Umbauten wie der Einbau neuer Pressenlinien, wächst die Zahl der Handwerker schnell. Dann führen wir die Liste mehrmals am Tag nach, damit Ihre Werksleitung jederzeit weiß, wer sich auf dem Gelände aufhält.
Nach Schichtende: Brandlast, Lager und Zäune im Blick
Papierrollen, Folien, Spanplatten und Schnittholz sind Brandlast, oft unter Dach und im Freien. Eine nächtliche Werksstreife geht deshalb nicht nur Zäune und Tore ab, sondern auch Hallen, Spänebunker, Außenlager und Ladezonen. Sie achtet auf Gerüche, ungewöhnliche Wärme, offene Brandschutztüren und blockierte Feuerwehrzufahrten. Was ihr auffällt, hält sie samt Uhrzeit im Wachbuch fest.
Löst Ihre Brandmelde- oder Einbruchmeldeanlage aus, informiert die Leitstelle Ihres Errichters die Kraft auf dem Gelände. Diese weist Feuerwehr oder Polizei am Tor ein, öffnet die vereinbarten Zugänge und benachrichtigt die Personen auf Ihrer Alarmliste. Was danach geschehen ist, steht am Morgen im Bericht an die Werksleitung.
Vorhabenbezogen geplant, mit einer festen Ansprechperson
Unsere Standorte sind Neumünster, Berlin und Bremen; im Hunsrück unterhalten wir keine Niederlassung. Ein Werkschutzauftrag aus Morbach wird darum als eigenes Projekt gerechnet: Reicht unser Personal für alle Posten und Schichten über die vereinbarte Dauer, und wie lassen sich Anreise und Unterbringung lösen? Erst wenn beides trägt, schreiben wir ein Angebot.
Im laufenden Betrieb hat jeder Posten seine schriftliche Dienstanweisung, das Wachbuch steht Ihrer Werksleitung offen, und Rückfragen gehen an eine benannte Person. Pforte und Streife besetzen wir ausschließlich mit Kräften, die die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO abgelegt haben. Unser Qualitätsmanagement ist nach ISO 9001 zertifiziert, der Dienst folgt DIN 77200, und Tag und Nacht erreichen Sie uns unter +49 4321 78 33 590.
Weitere Leistungen in der Gemeinde finden Sie unter Sicherheitsdienst Morbach, für Betriebe jenseits der Kreisgrenze unter Idar-Oberstein.
Womit Sie beim Werkschutz in Morbach rechnen können
Als Orientierung nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein Werk, das seine Pforte über Jahre mit festen Diensten besetzt, landet in der Regel im unteren Teil dieser Spanne. Den Preis heben Nacht- und Wochenendanteile, Feiertage, die Pflicht zur Sachkundeprüfung an jedem Tor, Sprachkenntnisse für ausländische Speditionen und Aufgaben wie das Prüfen von Ladung und Lieferpapieren.
Kurze Einsätze, etwa während eines Stillstands, haben weniger Stunden, tragen aber einen größeren Anteil an Anreise. Einen Überblick über Werke und Industrieparks im übrigen Land gibt Werkschutz in Rheinland-Pfalz.


