Ein Industriestandort an zwei Autobahnen
Wittlich ist Kreisstadt des Landkreises Bernkastel-Wittlich und liegt in der Wittlicher Senke, dort, wo die A 1 und die A 60 am Autobahnkreuz Wittlich zusammentreffen. Die Stadt weist auf ihrer Wirtschaftsseite neun Gewerbe- und Industriegebiete aus, von fünf Hektar am Mesenberg bis zu 113 Hektar im Industriegebiet II. Allein Wengerohr und Wengerohr Süd kommen zusammen auf mehr als 150 Hektar.
Auf diesen Flächen arbeiten Lebensmittelhersteller, Reifenproduktion, Armaturen- und Maschinenbau sowie Lager und Vertrieb. Damit hängt viel an wenigen Toren: Rohstoffe, Leergut, Fertigware und Fremdfirmen müssen dieselben Zufahrten passieren. Ein Werkschutz sorgt dafür, dass jede Bewegung einer Regel folgt, mal mit einer Pforte, an der zu jeder Schicht jemand sitzt, mal mit Diensten nur in den Stunden, in denen die meisten Lkw ankommen.
Werke und Gebiete, in denen Werkschutz gebraucht wird
Die folgenden Betriebe und Flächen nennen wir zur Orientierung, nicht als Auftraggeber:
- das Pizzawerk von Dr. Oetker in Wengerohr, nach Wikipedia das größte der vier Pizzawerke des Unternehmens
- das Reifenwerk von Goodyear, seit 2016 auf Lkw-Reifen ausgerichtet, mit einer 2011 eröffneten Runderneuerung
- die Fertigung von Asphaltmischanlagen der Benninghoven GmbH, seit Juli 2018 in Wengerohr
- das Armaturenwerk von Ideal Standard in der Röntgenstraße, am Ort seit Juni 1964
- Franklin Electric Europa in der Rudolf-Diesel-Straße, Anbieter von Pumpen und Antrieben
- die Industriegebiete I, Ia, II und III sowie das Gewerbegebiet III Nord mit zusammen rund 180 Hektar
Hinzu kommt die Schlachterei Simon Fleisch, ein Familienbetrieb, der nach Wikipedia seit 1850 in Wittlich besteht. In Betrieben mit Lebensmitteln gelten für jede Person auf dem Gelände strenge Regeln zu Kleidung und Zutrittszonen, auch für den Wachdienst.
Pforte und Rampe: was dort konkret geschieht
An der Pforte melden sich Lkw-Fahrer, Besucher, Servicetechniker und Fremdfirmen. Wer hereinfährt, wird mit Kennzeichen und Uhrzeit erfasst; Frachtpapiere vergleichen wir mit der Voranmeldung Ihrer Disposition, Gäste erhalten einen Ausweis, und Sattelzüge schicken wir gleich an das passende Tor. Bei ständig wechselnden Fahrern hilft eine klare, kurze Einweisung mehr als jede lange Erklärung; wir halten sie mit Ihnen schriftlich fest.
Wird in einem Werk gekühlt oder tiefgekühlt gelagert, sind Türen und Tore ein eigenes Thema. Wir prüfen auf Ihren Wunsch bei jedem Rundgang, ob Kühlzellen und Rolltore geschlossen sind, und vermerken das mit Uhrzeit. Bei einer Störung gilt der Meldeweg, den Sie in der Dienstanweisung festgelegt haben.
Für den Warenausgang vereinbaren wir Stichproben: welche Fahrzeuge, wie oft und mit welchem Abgleich zwischen Ladung und Papieren. Gerade in der Reifenproduktion und im Maschinenbau sind Metall, Gummi und Ersatzteile auch als Reststoff wertvoll. Schrottcontainer und Rückstellflächen gehören deshalb in die Runde.
Fremdfirmen, Revisionen und Nachtschichten
In Werken mit durchlaufender Produktion wird gewartet, während die Linien laufen, oder in geplanten Stillständen mit vielen externen Monteuren. An solchen Tagen gleichen wir jeden Monteur mit der Freigabeliste ab, sehen uns Sicherheitsunterweisung und Erlaubnisschein an und schreiben auf, welches Gebäude er um welche Uhrzeit aufsucht. Am Schichtende ist so nachvollziehbar, wer das Gelände verlassen hat.
Nachts sind große Hallen oft nur teilweise besetzt. Bei einem ersten Termin gehen wir das Werk mit Ihnen ab, zerlegen es in Runden und bestimmen die Stellen, die in jeder Nacht mehrfach gesehen werden müssen. Zäune, Freilager, Tankflächen und abgestellte Auflieger prüfen wir auf offene Türen, Leckagen und ungewohnte Lichter. Läuft die Einbruchmeldeanlage bereits bei der Leitstelle Ihres Errichters auf, klären wir vorab, wer dort wen anruft.
Planung aus Neumünster, Zusage nach Prüfung
Unser Hauptsitz ist Neumünster, weitere Standorte haben wir in Berlin und Bremen. In Rheinland-Pfalz unterhalten wir kein Büro und arbeiten vorhabenbezogen: Bevor wir für ein Werk in Wittlich zusagen, rechnen wir durch, ob genug eingearbeitete Kräfte samt Urlaubs- und Krankheitsvertretung für die ganze Vertragsdauer bereitstehen. Reicht es nicht, erfahren Sie das vor dem Angebot und nicht erst im ersten Monat.
Für Pforte und Streife setzen wir Personal mit Unterrichtung nach § 34a GewO ein, für Aufgaben mit erhöhter Verantwortung Kräfte mit bestandener Sachkundeprüfung. Unsere Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Telefonisch erreichen Sie uns Tag und Nacht: +49 4321 78 33 590.
Einen Überblick über die Stadt bietet die Seite Sicherheitsdienst Wittlich, über das Land die Seite Werkschutz in Rheinland-Pfalz. Moselaufwärts liegt Trier.
Was Werkschutz in Wittlich kostet
Für Werkschutz in Wittlich gilt ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde, und wo ein Werk in diesem Rahmen landet, entscheiden vor allem Schichtplan und Vertragsdauer: Eine Pforte, die über Jahre im gleichen Rhythmus besetzt wird, lässt sich mit eingearbeitetem Team günstiger planen als ein kurzer Einsatz während einer Revision. Nachtstunden, Sonn- und Feiertage sowie Aufgaben mit Sachkundeprüfung heben den Satz.
Da Wittlich außerhalb unserer Kernregion liegt, rechnen wir Anreise und Unterkunft bei kurzen Aufträgen ein. Bei einem Werkschutz über viele Monate verteilt sich dieser Anteil und spielt nur noch eine kleine Rolle.


