Eine Industriestadt mit langem Atem
Um 1900 wuchsen in Nordhausen Maschinen-, Motoren- und Schachtbau, dazu Lokomotivbau bei Orenstein & Koppel. Zu DDR-Zeiten war die Stadt das zweitgrößte industrielle Zentrum im Bezirk Erfurt: IFA-Motorenwerke, VEB Schachtbau, das RFT-Fernmeldewerk mit der Telefonproduktion für das ganze Land, Kaffeerösterei, Tabak und Spirituosen beschäftigten um 1989 rund 25.000 Menschen. Nach 1990 hielten die meisten Großbetriebe dem Markt nicht stand.
Seit dem Anschluss an die A 38 im Jahr 2002 hat sich die Wirtschaft stabilisiert. Heute arbeiten in der Stadt mittelständische Hersteller, Bau- und Montagebetriebe, Händler und Dienstleister, und mit Schachtbau und Nordbrand sind zwei der alten Namen geblieben.
Wo in Nordhausen Werkschutz gefragt ist
Die Schwerpunkte liegen dort, wo Fertigung, Lager und Versand auf einem Gelände zusammenkommen:
- Industrieweg mit der Schachtbau Nordhausen GmbH, rund 1.000 Beschäftigte in Bergbau, Stahlbau, Anlagentechnik und Maschinenbau
- IFA-Gelände des früheren Motorenwerks, auf dem sich nach der Wende rund 45 Unternehmen angesiedelt haben, dazu das IFA-Museum
- Nordbrand Nordhausen GmbH, die bis heute Korn in der Stadt herstellt und zu Rotkäppchen-Mumm gehört
- Gewerbeflächen am Darrweg, die die Landesentwicklungsgesellschaft mit Bebauungsplan und möglichem Gleisanschluss vermarktet
- Industriepark Goldene Aue an der A 38 östlich der Stadt, rund 100 Hektar für größere Ansiedlungen
Stahl, Geräteteile und Spirituosen: drei Arten von Gelände
Im Maschinenbau von Schachtbau werden nach Unternehmensangaben jährlich rund 6.500 Tonnen Stahl zugeschnitten, geschweißt und zu Bauteilen für Spezialtiefbaugeräte montiert. Auf so einem Gelände stehen schwere Teile im Freilager, Kräne und Stapler bewegen sich zwischen den Hallen, und Monteure fremder Firmen kommen für Wartung und Abnahmen. Werkschutz heißt hier: Zufahrten für Schwertransporte freihalten, Fremdfirmen einweisen lassen, Werkzeuge und Schweißgeräte nach Feierabend im Blick haben.
In einer Brennerei geht es um anderes. Fertig abgefüllte Ware ist wertvoll und leicht zu verladen, und für Lagerung und Verladung gelten eigene Vorgaben. Wir achten darauf, dass Lieferscheine zu Ladung und Fahrzeug passen, dass Verladetore nach dem letzten Lkw geschlossen werden und dass niemand ohne Begleitung in Abfüllung oder Lager gelangt. Auf einem Gelände mit vielen Mietern wie dem IFA-Gelände wiederum zählt, dass Besucher den richtigen Betrieb finden und nachts jede Halle einzeln geprüft wird.
Was am Tor und auf dem Gelände anfällt
Den Umfang legen wir mit Werkleitung und Sicherheitsfachkraft fest. Typische Aufgaben sind:
- Pfortenbesetzung zu Schichtbeginn und Schichtende, auf Wunsch rund um die Uhr
- Annahme und Anmeldung von Lieferanten, Monteuren, Besuchern und Fahrern
- Abgleich von Ladung, Lieferschein und Kennzeichen bei Ein- und Ausfahrt
- Ausgabe und Rücknahme von Besucherausweisen und Schlüsseln nach Ihrer Liste
- Rundgänge über Hallen, Freilager, Technikräume und entlang des Zauns
- Prüfung von Fluchtwegen, Feuerwehrzufahrten und Sammelplätzen
Über die Anschlussstelle Nordhausen der A 38 und die B 4 erreichen Lkw die Betriebe ohne Umweg durch die Altstadt. Gerade morgens stauen sie sich deshalb gern vor dem Tor. Wir ordnen die Wartenden so, dass Zufahrten frei bleiben und kein Fahrzeug ohne Prüfung aufs Gelände rollt.
Vorhabenbezogen, ehrlich geplant
Thüringen gehört nicht zu unserer Kernregion im Norden. Werkschutz in Nordhausen übernehmen wir deshalb vorhabenbezogen und ohne eigenes Büro im Land. Vor der Zusage klären wir Postenzahl, Schichtmodell, Laufzeit und Vertretung im Urlaub und prüfen, ob wir den Dienst über Monate stabil besetzen können. Sagen wir zu, bekommen Sie einen festen Ansprechpartner.
Am Tor arbeiten Kräfte mit Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, die vor dem ersten Dienst in Werksordnung, Gefahrenbereiche und Notfallabläufe eingewiesen werden. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und unter +49 4321 78 33 590 rund um die Uhr erreichbar. Mehr dazu: Werkschutz, Werkschutz in Thüringen, Sicherheitsdienst Nordhausen und für Betriebe im Nachbarkreis Sicherheitsdienst Sondershausen.
Kosten für Werkschutz in Nordhausen
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein Werkschutz, der als Dauerauftrag in festen Schichten läuft, liegt meist im unteren Teil der Spanne, weil Einarbeitung und Planung sich auf viele Monate verteilen. Höher wird es bei vielen Nacht- und Feiertagsstunden, bei zusätzlichen Ladungskontrollen und wenn kurzfristig Verstärkung für Revision oder Inventur gebraucht wird.


