Vom Textil- und Röhrenwerk zum Mittelstand
Mühlhausen war lange eine Stadt der Weber und Gerber, später der Nähmaschinen und Fahrräder. Zu DDR-Zeiten arbeiteten hier Textilbetriebe wie Mülana und Cottana und das Röhrenwerk, aus dem 1971 der VEB Mikroelektronik „Wilhelm Pieck“ mit Taschenrechnern und Heimcomputern wurde. Nach 1990 brachen viele dieser Arbeitsplätze weg.
Heute prägen mittelständische Betriebe des produzierenden Gewerbes das Bild: Zulieferer für Automobil und Schienenfahrzeuge, Leicht-, Elektro- und Elektronikindustrie, dazu die Lebensmittelherstellung. Bekanntester Name ist die Mühlhäuser GmbH mit ihrem Pflaumenmus, die seit 2006 zu einer spanischen Lebensmittelgruppe gehört. Die städtische Wirtschaftsförderung nennt außerdem Maschinen- und Anlagenbau sowie Steuerungstechnik als tragende Branchen.
Industrie- und Gewerbeflächen der Stadt
Im Osten der Stadt sind vier Gewerbegebiete mit zusammen rund 154 Hektar erschlossen. Dazu kommen weitere Flächen, auf denen Werkschutz anfallen kann:
- Industriegebiet Schadeberg mit erster Erweiterung und einer zweiten Erweiterung von rund 86.000 Quadratmetern, die derzeit erschlossen wird
- Sondergebiet für erneuerbare Energien am Schadeberg mit dem Solarthermiepark „Sonnenfeld am Schadeberg“
- Gewerbepark Lindenhof der Landesentwicklungsgesellschaft auf der früheren Görmar-Kaserne, rund 13 Hektar Industriebaufläche
- Gewerbegebiet Sondershäuser Straße, westlich an den Lindenhof angrenzend
- Gewerbegebiet Trift am südwestlichen Stadtrand mit Flächen am Vogteier Weg und am Großburschlaer Weg
Lebensmittel und Elektronik verlangen unterschiedliche Regeln
In einem Betrieb, der Obst verarbeitet und Konserven abfüllt, steht die Hygiene im Vordergrund. Wer dort die Pforte besetzt oder einen Rundgang macht, hält sich an Kleiderordnung, Händedesinfektion und gesperrte Zonen, so wie es Ihr Hygienekonzept festlegt. Fremdfirmen und Fahrer werden belehrt, bevor sie das Gelände betreten, Anlieferungen nur an den vorgesehenen Rampen angenommen.
Bei Zulieferern für Fahrzeug- und Bahntechnik sowie in der Elektronik geht es eher um Werkzeuge, Prüfmittel, Prototypen und fertig verpackte Teile im Versand. Hier zählt, wer welche Halle betritt, ob Besucher begleitet werden und ob die Ladung eines Lkw zu den Papieren passt. In Hallen mit sensibler Fertigung führen wir Besucherlisten, geben Ausweise aus und achten darauf, dass Fotografierverbote eingehalten werden. Wo neue Werke im Lindenhof oder am Schadeberg erst entstehen, verbinden wir in der Anlaufzeit Torkontrolle mit Rundgängen über noch offene Bauabschnitte, bis Zaun, Zufahrt und Technik vollständig stehen.
Aufgaben an Tor und Gelände
Was der Werkschutz in Ihrem Betrieb leisten soll, legen wir mit der Werkleitung fest. Bewährt haben sich:
- Pfortendienst zu Schichtbeginn und Schichtende, auch im Drei-Schicht-Betrieb
- Anmeldung von Lieferanten, Monteuren, Besuchern und Lkw-Fahrern
- Ausgangskontrolle bei Ware, Leergut und Abfällen nach Ihrer Vorgabe
- Rundgänge über Hallen, Freilager, Technikräume und den Zaun entlang
- Kontrolle von Feuerwehrzufahrten, Notausgängen und Sammelplätzen
- Dienst an Wochenenden, Feiertagen und in Betriebsferien
Mit dem Ausbau der B 247 Richtung Bad Langensalza und der A 71 werden die Gewerbegebiete im Osten besser angebunden. Mehr Lkw am Tor bedeutet aber auch mehr Wartezeit an der Zufahrt. Wir ordnen die Reihe so, dass Rettungswege frei bleiben und kein Fahrzeug unbeaufsichtigt auf das Gelände rollt.
Planung ohne Büro in Thüringen
Thüringen liegt außerhalb unserer Kernregion im Norden. Werkschutz in Mühlhausen übernehmen wir deshalb vorhabenbezogen. Bevor wir zusagen, besprechen wir Postenzahl, Schichtmodell, Urlaubsvertretung und Laufzeit und prüfen ehrlich, ob wir einen Posten über Monate stabil halten können. Ein Büro in Thüringen haben wir nicht, Ihr Ansprechpartner betreut den Auftrag aus der Planung heraus.
Am Tor stehen Kräfte mit Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, die vor dem ersten Dienst in Werksordnung, Gefahrenbereiche und Notfallabläufe eingewiesen werden. Wir arbeiten nach ISO 9001 und DIN 77200 und sind unter +49 4321 78 33 590 rund um die Uhr erreichbar. Weiterlesen: Werkschutz, Werkschutz in Thüringen, Sicherheitsdienst Mühlhausen und für Betriebe im Eichsfeld Sicherheitsdienst Leinefelde-Worbis.
Was Werkschutz in Mühlhausen kostet
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein Pfortenposten, der über ein Jahr hinweg in gleichbleibenden Schichten läuft, bewegt sich meist im unteren Bereich, weil Einweisung und Planung sich auf viele Stunden verteilen. Teurer werden überwiegende Nacht- und Feiertagsschichten, zusätzliche Ladungskontrollen und kurzfristige Verstärkung bei Inventur oder Anlagenumbau.


