Mehr Industrie, als die Altstadt vermuten lässt
Wer an Passau denkt, sieht Dom, Flüsse und Kreuzfahrtschiffe. Die Wirtschaftsleistung je Einwohner lag 2016 aber deutlich über dem bayerischen Mittel, und das liegt auch an der Industrie in den Stadtteilen nördlich der Donau. Größter industrieller Arbeitgeber ist ZF: An den Standorten Grubweg und Patriching arbeiten rund 4.000 Menschen, nach dem BMW-Werk Dingolfing ist das der zweitgrößte Industriestandort Niederbayerns.
Für einen Werkschutz bedeutet das: Schichtbetrieb mit vielen Hundert Beschäftigten, schwere Lkw an den Rampen, Prüfstände und Entwicklungsbereiche mit begrenztem Zutritt. Daneben gibt es kleinere Betriebe, Brauereien und den Hafen, die eigene Anforderungen haben.
Betriebe und Standorte mit Werkschutzbedarf
Die folgenden Beispiele stammen aus Angaben der Unternehmen und aus Nachschlagewerken. Sie zeigen das Umfeld, keine Kundenbeziehung.
- ZF in Grubweg und im 1983 eröffneten Werk Patriching: Hier sitzt die Division Industrietechnik, gefertigt werden Achsen, Getriebe und Antriebe für Land- und Baumaschinen, Stapler, Schienenfahrzeuge, Schiffe und Windkraftanlagen
- der Donauhafen mit den Teilen Schalding und Racklau, mit RoRo-Anlage, 650 Meter Kaimauer und Kränen bis 120 Tonnen; am Hafen Schalding gibt es auch ein Zollamt
- die Brauerei Hacklberg im gleichnamigen Stadtteil, die zum Bistum gehört und auf das Jahr 1618 zurückgeht
- die Löwenbrauerei, die seit 1890 am Kleinen Exerzierplatz braut
- das Druckzentrum Passau, in dem die Passauer Neue Presse hergestellt wird, und die Hefefabrik Wieninger in Rittsteig
Vom Hightech-Prüfstand bis zur Abfüllanlage sind die Abläufe sehr verschieden, und genau darauf richtet sich der Dienst am Tor.
Achs- und Getriebefertigung: Wissen und Material schützen
In der Antriebstechnik stecken Jahre an Entwicklung in jedem Bauteil. Prototypen auf dem Prüfstand, Zeichnungen in Besprechungsräumen und Fertigungsdaten sollen das Werk nicht verlassen. Eine besetzte Pforte prüft Besucher gegen die Anmeldung, gibt Ausweise aus, bittet um Unterschrift unter Ihre Geheimhaltungsregeln und ruft den Gastgeber, der den Gast abholt.
Beim Schichtwechsel gehen viele Menschen gleichzeitig durch Drehkreuze und Tore. Unsere Kräfte kennen die Ausweisregeln und sprechen Personen an, die sie nicht zuordnen können. Bei Werksferien und geplanten Stillständen kommen Fremdfirmen für Wartung und Umbau ins Werk; wir gleichen sie mit Ihrer Freigabeliste ab und halten fest, wer wann mit welchem Fahrzeug ein- und ausgefahren ist.
Hafen und Brauerei: Lkw, Ladung, Leergut
Am Hafen Schalding treffen Schiff, Bahn und Lkw zusammen. Schwere Stücke werden über die RoRo-Anlage oder per Kran umgeschlagen und stehen dann Stunden oder Tage auf der Fläche. Werkschutz heißt dort, Zufahrten zu regeln, Kennzeichen und Papiere zu prüfen und nachts Lagerflächen und Zaunfelder abzugehen. Kupfer, Werkzeug und Treibstoff sind Ziele, auf die eine Runde besonders achtet.
In Brauereien bewegen sich Getränkelaster, Leergut und Rohstoffe über enge Höfe, oft mitten im Wohnumfeld. Eine Kraft am Tor weist Fahrer ein, führt Buch über Ein- und Ausfahrten und behält Leergutlager im Auge. Sudhaus, Gärkeller und Abfüllung betritt sie nur, wenn Sie das festlegen und die Hygieneregeln erklärt haben.
Vorhabenbezogen organisiert
Unsere Niederlassungen liegen in Neumünster, Berlin und Bremen. Ein Werkschutz in Niederbayern ist für uns ein einzelnes Vorhaben, das wir vor der Zusage genau prüfen: Lassen sich alle Schichten über die volle Laufzeit besetzen, auch bei Krankheit und Urlaub? Wo wohnen die Kräfte während längerer Einsätze? Erst wenn das geklärt ist, erhalten Sie ein Angebot.
Vor dem ersten Dienst gehen wir mit Ihrer Fachkraft für Arbeitssicherheit das Gelände ab: Tore, Sammelplätze, Gefahrstofflager, Rufnummern, Notabschaltungen. Daraus entsteht eine Dienstanweisung, die Sie freigeben. Im Werkschutz arbeiten Kräfte mit Sachkundeprüfung nach § 34a GewO. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar.
Kosten für Werkschutz in Passau
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Ausschlag geben Besetzungsdauer und Zusatzaufgaben: Eine Pforte, die an allen Tagen rund um die Uhr läuft, rechnet sich als langfristiger Dauerauftrag anders als eine Begleitung während drei Wochen Werksferien. Verwiegung, Fahrzeugdurchsicht oder Besucherbegleitung erweitern den Auftrag und fließen in die Kalkulation ein.
Einen Überblick über alle Leistungen vor Ort gibt die Seite Sicherheitsdienst Passau. Wie wir Werke im übrigen Freistaat betreuen, lesen Sie unter Werkschutz Bayern. Für Betriebe weiter donauaufwärts gibt es Sicherheitsdienst Straubing.


