Goldstadt mit Industrie: was den Werkschutz in Pforzheim prägt
Pforzheim trägt den Beinamen Goldstadt nicht aus Tradition allein. Seit Markgraf Karl Friedrich 1767 die Schmuck- und Uhrenindustrie begründete, ist die Stadt mit Edelmetall verbunden; nach Angaben der Stadtgeschichte stammen rund drei Viertel des in Deutschland gefertigten Schmucks von hier. Der Bundesverband Schmuck, Uhren, Silberwaren hat seinen Sitz in der Stadt, Manufakturen wie Wellendorff fertigen hier.
Daneben hat sich eine Metall- und Antriebsindustrie entwickelt, die mit dem Schmuck wenig mehr als die Präzision teilt. Mit 593 Erwerbstätigen je 1.000 Einwohner gehört Pforzheim zu den Städten mit der höchsten Industriedichte im Land. Für den Werkschutz bedeutet das zwei sehr unterschiedliche Aufgaben: kleine, hochwertige Bestände mit strengen Zugangsregeln und große Hallen mit viel Lkw-Verkehr.
Betriebe, an denen Werkschutzaufgaben entstehen
Die folgende Aufstellung nennt öffentlich bekannte Unternehmen im Stadtgebiet. Sie beschreibt, welche Arten von Werken es in Pforzheim gibt, und ist ausdrücklich keine Liste unserer Auftraggeber:
- Edelmetallrecycling an der Kanzlerstraße: Die Allgemeine Gold- und Silberscheideanstalt ist seit 1891 im Pforzheimer Handelsregister eingetragen und gehört seit 2003 zu Umicore.
- Scheideanstalt an der Dennigstraße: Heimerle + Meule bezeichnet sich als älteste Gold- und Silberscheiderei Deutschlands, die Wurzeln reichen bis 1845.
- Flexible Metallelemente an der Östlichen Karl-Friedrich-Straße: Die Witzenmann-Gruppe ging aus einer 1854 gegründeten Schmuckfabrik hervor; 1885 entstand dort aus einer Schmuckkette der erste Metallschlauch.
- Antriebstechnik an der Kieselbronner Straße: Stöber ist seit 1934 in der Antriebstechnik tätig und hat in Pforzheim seinen Hauptsitz.
- Versandlogistik: Amazon betreibt seit Herbst 2012 ein Logistikzentrum in Pforzheim mit über 1.000 Beschäftigten, das bis Ende 2029 zu einem Robotik-Standort mit mehr als 2.000 Arbeitsplätzen werden soll.
- Gewerbeflächen in Hohenäcker an der Anschlussstelle Pforzheim-Nord, im Brötzinger Tal und im Altgefäll mit Zulieferern, Lagern und Handwerksbetrieben.
Edelmetall am Tor: Kontrolle ohne Lücke
Wo Edelmetall angeliefert, verarbeitet und wieder ausgeliefert wird, ist das Werkstor die wichtigste Grenze des Betriebs. Werttransporte, Anlieferungen von Kunden und Abholungen durch Spediteure folgen festen Abläufen, die der Betreiber vorgibt. Unsere Aufgabe ist es, diese Abläufe am Tor ohne Ausnahme umzusetzen: Ausweis prüfen, Fahrzeug und Kennzeichen abgleichen, Besucher anmelden und begleiten, Schleusen erst freigeben, wenn die Gegenseite bestätigt hat.
Ebenso wichtig ist der Weg hinaus. Viele Scheideanstalten und Schmuckhersteller arbeiten mit Ausgangskontrollen für Mitarbeitende und Fremdfirmen. Wir führen diese Kontrollen so durch, wie Ihre Betriebsvereinbarung sie festlegt, dokumentieren sie nachvollziehbar und melden Auffälligkeiten an die benannte Stelle im Werk, nicht an Dritte.
Hallen, Lager und Versand: der andere Werkschutz
In der Metallverarbeitung und in der Logistik sieht der Tag am Tor anders aus. Hier kommen Lkw mit Coils, Rohren und Verpackung, Paketfahrzeuge holen Ware ab, Leiharbeitskräfte wechseln mit den Schichten. Wer die Pforte besetzt, prüft Frachtpapiere, weist Fahrzeuge an Rampen, gibt Schlüssel und Transponder nach Liste aus und achtet darauf, dass Fremdfirmen ihre Unterweisung nachweisen können.
Besonders deutlich wird das bei Umbauten im laufenden Betrieb. Wenn ein Logistikzentrum wie das in Pforzheim auf Robotik umgestellt wird und die bestehenden Arbeitsplätze dabei erhalten bleiben, treffen Monteure, Fördertechniker und Stammbelegschaft auf derselben Fläche zusammen. Dann braucht es am Tor zusätzliche Posten, getrennte Zugangswege und tägliche Abgleiche der Monteurlisten.
Vorhabenbezogen aus dem Norden: so planen wir Ihren Werkschutz
Staffsec sitzt in Neumünster und hat Niederlassungen in Berlin und Bremen. Für Pforzheim prüfen wir jede Anfrage einzeln: Wie viele Posten sind gleichzeitig zu besetzen, wie lange läuft der Auftrag, wie sichern wir Urlaub und Krankheit ab? Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, sagen wir zu. Einen Dauerdienst, den wir nicht verlässlich halten können, übernehmen wir nicht.
Vor dem ersten Dienst gehen wir mit Ihnen Tore, Rundgänge, Meldewege und Sonderregeln durch und halten alles in einer schriftlichen Dienstanweisung fest. Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, für Zutrittsentscheidungen setzen wir Personal mit Sachkundeprüfung ein. Wir arbeiten nach DIN 77200, sind nach ISO 9001 zertifiziert und rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar.
Ein Überblick über alle Dienste in der Stadt steht unter Sicherheitsdienst Pforzheim, Werkschutz im ganzen Land unter Werkschutz in Baden-Württemberg.
Kosten für Werkschutz in Pforzheim
Für Werkschutz rechnen wir mit einem Richtwert zwischen 23 und 50 € netto je Stunde. Den Ausschlag geben vor allem Dauer und Umfang: Eine Pforte, die an 365 Tagen rund um die Uhr besetzt ist, verteilt Einarbeitung und Vertretung über einen langen Zeitraum, ein Zusatzposten für sechs Wochen Umbau dagegen nicht. Nacht-, Sonntags- und Feiertagsanteile, die Zahl der gleichzeitig besetzten Tore und Zusatzaufgaben wie Ausgangskontrollen oder Ausweiserstellung fließen ebenfalls ein.
Nach einer Begehung erhalten Sie eine Aufstellung, die jede Position einzeln ausweist. Für Betriebe, die auch Standorte im Raum Karlsruhe haben, lohnt ein Blick auf die Seite zu Karlsruhe.


