Ein Kraftwerksstandort seit 1918
Im Januar 1918 ging am Weiher das erste Kraftwerk mit fünf Megawatt in Betrieb, 1951 folgte Weiher I, 1963 und 1964 kamen zwei Blöcke von Weiher II hinzu. Der heutige Block 3 wurde 1976 fertig und war damals das größte Vorhaben der Saarbergwerke. Die älteren Blöcke sind abgerissen, geblieben ist eine Anlage mit einem 232 Meter hohen Schornstein und einem Kühlturm von 135 Metern. Kühlwasser kommt über eine Leitung von rund 16 Kilometern aus der Saar, die Kohle seit dem Ende der Grube Göttelborn mit der Bahn.
Auf demselben Gelände arbeiten eine Anlage, die Grubengas verstromt, und seit November 2016 ein Batteriespeicher mit 15 Megawatt. Nach mehreren Stilllegungsanträgen hat der Übertragungsnetzbetreiber das Kraftwerk als systemrelevant eingestuft. Seit April 2024 gehört es zur Netzreserve und muss bis März 2031 einsatzbereit bleiben. Ein Kraftwerk, das nur im Bedarfsfall läuft, hat weniger eigenes Personal auf dem Gelände – und trotzdem Anlagen, Leitungen und Lager, die geschützt werden müssen.
Göttelborn: vom Förderschacht zum Gewerbestandort
Bis zum Jahr 2000 wurde in Göttelborn Steinkohle gefördert. Danach übernahm die landeseigene Industriekultur Saar GmbH das Gelände und vermarktet es als Standort für Gewerbe und Bildung. Über den Hallen steht weiterhin das 90 Meter hohe Fördergerüst von Schacht IV, im Ort „Weißer Riese“ genannt, daneben ein Solarkraftwerk mit 23.500 Modulen auf 16,5 Hektar. Öffentlich genannt werden diese Nutzer; sie sind keine Kunden von uns:
- ein Werk der Hydac-Gruppe, die ihren Hauptsitz im benachbarten Sulzbach hat
- das Logistikzentrum der Apolog GmbH mit Lager- und Umschlagflächen
- die BBL Mietservice GmbH
- die Fachhochschule für Verwaltung des Saarlandes und eine Außenstelle der HTW Saar
Gewerbe, Lager und Hochschule teilen sich hier Zufahrten und Parkflächen. Für den Werkschutz heißt das: Wer an der Schranke steht, muss zwischen Lkw, Lieferwagen, Studierenden und Besuchern unterscheiden können.
Pforte, Fremdfirmen und Freigaben
An einer Werkspforte prüfen unsere Kräfte Ausweise, melden Besucher an und gleichen Frachtpapiere mit der angekündigten Ware ab. Fahrzeuge werden der richtigen Rampe zugewiesen, abgehende Ladungen nur mit Beleg freigegeben. Was über das Tor geht, steht mit Uhrzeit im Wachbuch.
Bei Energieanlagen kommt eine weitere Ebene hinzu: Viele Bereiche dürfen nur mit Freigabe und Einweisung betreten werden. Hier richten wir uns nach dem Konzept des Betreibers. Unsere Kräfte kontrollieren Zugänge, begleiten Fremdfirmen bei Wartung und Revision bis an den freigegebenen Arbeitsbereich und betreten Schaltanlagen, Kesselhaus oder Speicher nur, wenn das ausdrücklich vorgesehen ist. Welche Bereiche für uns tabu sind, steht vor dem ersten Dienst schriftlich fest.
Lager und Hallen in der Nacht
Ein Logistikzentrum schläft selten ganz, ein Fertigungswerk am Wochenende schon. Für beide Fälle planen wir Rundgänge zu wechselnden Zeiten: Rampentore, Zaunlinie, Ladezonen, Außenlager, Technikräume. Offene Tore, brennendes Licht in leeren Hallen, Fahrzeuge ohne Anmeldung oder beschädigte Zäune melden wir an die Person, die Sie im Alarmplan benannt haben.
Auf freien Flächen wie Solarfeldern sind Kabel, Erdungen und Wechselrichter das, was Täter suchen. Solche Anlagen nehmen wir auf Wunsch in die Runde auf, mit festem Ablauf an Tor, Zaun und Übergabestation. Neugierige zieht auch die Industriekultur an: Wo alte Schachtanlagen abgesperrt sind, gehört die Absperrung in jede Kontrolle.
Ohne eigenes Büro im Saarland
Unser Hauptsitz ist Neumünster, dazu kommen Berlin und Bremen. Im Saarland übernehmen wir Werkschutz vorhabenbezogen: Bevor wir zusagen, klären wir, mit welchen Kräften und welcher Vertretung ein Dauerdienst in Quierschied tragfähig ist. Geht das nicht, sagen wir es Ihnen offen.
Unser Personal hat je nach Aufgabe die Unterrichtung oder die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO. Wir sind nach ISO 9001 zertifiziert und arbeiten nach DIN 77200. Die Dienstanweisung entsteht gemeinsam mit Ihrer Werksleitung und der Fachkraft für Arbeitssicherheit. Rund um die Uhr erreichen Sie uns unter +49 4321 78 33 590.
Was Werkschutz in Quierschied kostet
Als Richtwert nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Ausschlag geben die Besetzungsform – Pforte rund um die Uhr oder nur Rundgänge am Wochenende –, der Anteil an Nacht- und Feiertagsstunden und die Qualifikation, die Ihr Betreiberkonzept verlangt.
Weil Werkschutz meist über Monate läuft, setzen wir feste Kräfte ein, die Ihr Gelände kennen. Allgemeines zum Bundesland lesen Sie unter Werkschutz im Saarland, alle Leistungen vor Ort unter Sicherheitsdienst Quierschied. Für Werke im Nachbarort gibt es die Seite Sulzbach/Saar.


