Glas aus Schleusingen: Industrie mit langer Tradition
Glasmacher haben Schleusingen über Jahrhunderte geprägt. Die Wälder am Südhang des Thüringer Waldes lieferten das Holz für Glashütten, in Hinternah arbeitete von 1900 bis 1926 eine eigene Hütte, in Schleusingerneundorf von 1904 bis 1930 ein Zweigwerk mit mehr als hundert Beschäftigten. Heute steht die Glasherstellung wieder an der Spitze: Das Behälterglaswerk gehört seit Ende 2011 zur Wiegand-Glas-Gruppe und zählt mit rund zweihundertfünfzig Beschäftigten zu den beiden größten Arbeitgebern der Stadt.
Nach Angaben des Unternehmens arbeitet der Standort mit zwei Schmelzwannen und sieben Produktionslinien und stellt rund dreieinhalb Millionen Glasbehälter am Tag her, mit Schwerpunkt auf Konservengläsern. Die zweite Wanne wurde im März 2022 angefahren. Zum Werk gehören ein Dienstleistungszentrum, in dem Behälter etikettiert, in Kästen eingestellt und kartoniert werden, und ein eigener Gleisanschluss.
Was ein Werk im Dauerbetrieb vom Werkschutz verlangt
Eine Glasschmelze lässt sich nicht für das Wochenende abstellen. Entsprechend läuft der Verkehr am Gelände ohne Pause: Lkw holen Paletten ab, Rohstoffe kommen an, Instandhaltungsfirmen arbeiten in der Nacht, und Waggons werden über das Werksgleis bewegt. Ein Werkschutz, der Feiertage dünner besetzt als Werktage, passt dazu nicht. Die Besetzung richtet sich nach Ihrem Schichtplan, und die Ablösung erfolgt so, dass am Tor nie eine Lücke entsteht.
Typische Aufgaben in einem solchen Betrieb sind:
- Pfortendienst mit Anmeldung von Speditionen, Abgleich von Ladepapieren und Zuweisung der Ladestelle
- Ausgabe und Rücknahme von Besucher- und Fremdfirmenausweisen nach Ihrer Werksordnung
- Streifen über Freilager, Palettenplätze und Zaunlinie, auch entlang der Gleisanlage
- Kontrolle, dass Sperrbereiche an heißen Anlagen nur mit Freigabe betreten werden
- Begleitung von Fremdfirmen bei Revisionen und Umbauten außerhalb der Tagschicht
Sicherheit beginnt bei der Einweisung
In der Glasindustrie sind Wege, Abstände und Schutzausrüstung technisch vorgegeben. Bevor unsere Kräfte die erste Schicht übernehmen, legen wir mit Ihrer Fachkraft für Arbeitssicherheit fest, welche Bereiche sie betreten, welche nur mit Begleitung und welche gar nicht. Die Streifenwege folgen ausschließlich freigegebenen Strecken. Wer bei Ihnen arbeitet, wird vor Ort eingewiesen, und jede Änderung der Werksordnung fließt in die Dienstanweisung ein.
Ebenso wichtig ist der Meldeweg. Fällt am Tor etwas auf, etwa ein Fahrzeug ohne Auftrag, ein offenes Tor an der Gleiszufahrt oder Rauch an einer Halle, muss klar sein, wen die Kraft zuerst anruft: Schichtleitung, Instandhaltung, Feuerwehr oder Polizei. Diese Kette halten wir schriftlich fest.
Auch kleinere Betriebe in den Ortsteilen
Neben der Glashütte gibt es in Schleusingen Industrie- und Gewerbeflächen mit kleineren Betrieben, dazu Sondergebiete wie das für gewerblichen Landschaftsbau und Forstpflege „Am vorderen Grund“ in Geisenhöhn oder den Agrarhandel in Rappelsdorf. Für solche Betriebe ist ein ständiger Pförtner meist zu groß. Hier passen Torkontrollen zu Schichtbeginn und Schichtende, Wochenendrunden über Hof und Maschinenpark oder ein Posten in der Zeit, in der neue Maschinen geliefert und aufgebaut werden.
Über die Anschlussstelle Schleusingen der A 73 erreichen Lieferverkehre die Stadt aus Richtung Suhl ebenso wie aus Coburg und Nürnberg. Das erleichtert auch die Planung von Ablösungen.
Ohne Büro im Land, aber mit klarem Ablauf
Thüringen liegt außerhalb unserer Kernregion im Norden, und ein Büro im Land haben wir nicht. Werkschutz in Schleusingen übernehmen wir deshalb vorhabenbezogen. Vor einer Zusage prüfen wir, ob wir den Dienst mit festem Stammpersonal und benannter Vertretung über die gesamte Vertragszeit tragen können. Sie bekommen einen festen Ansprechpartner, eine abgestimmte Dienstanweisung und Schichtberichte in der Form, die Ihr Betrieb braucht.
Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, an Pforten mit Zutrittsentscheidung die Sachkundeprüfung. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 zu erreichen. Weiter zur Leistung: Werkschutz und Werkschutz in Thüringen. Die Stadt im Überblick: Sicherheitsdienst Schleusingen, Industrie an der Nachbarstrecke: Sicherheitsdienst Zella-Mehlis.
Kosten im Dauerauftrag
Für Werkschutz gilt als Richtwert 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein durchgehend besetztes Tor bedeutet einen hohen Anteil an Nacht-, Sonntags- und Feiertagsstunden, was den Preis nach oben zieht. Umgekehrt senkt ein langfristiger Dauerauftrag mit stabilem Schichtmodell den Aufwand für Planung und Einarbeitung. Einzelne Revisionswochen oder Wochenendrunden kalkulieren wir getrennt.


